Erstes Heimspiel der Falken nach 208 Tagen

Eishockey  Die Heilbronner Falken spielen am Freitagabend gegen den Schweizer Zweitligisten GKC Lions ein Testspiel. Dabei sind nur geladene Zuschauer zugelassen.

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Die Falken haben in den vergangenen Wochen viel und hart trainiert, jetzt wollen sie sich erstmals auf heimischem Eis beweisen.

Foto: Archiv

Exakt 208 Tage nach dem 7:6-Sieg im Penaltyschießen gegen die Löwen Frankfurt treten die Heilbronner Falken wieder auf heimischem Eis an.

Wenn am Freitagabend um 20 Uhr die Scheibe zum Eröffnungsbully des Trainingsspiels gegen die GCK Lions aus der Schweiz fällt, endet die längste eishockeyfreie Zeit, die es jemals gab. Die aktuelle Eishockey-Welt ist mit jener vom 1. März, an dem die Falken gegen den Hauptrundensieger das Heimrecht für die nie durchgeführten Playoffs sicherten, nicht mehr zu vergleichen.

Waren an jenem Sonntag vor mehr als einem halben Jahr 1854 Zuschauer in der Halle, werden es am Freitag maximal ein paar hundert Geladene sein. "Wir haben alle Dauerkartenbesitzer der vergangenen Saison angeschrieben und unsere Partner", erklärte Frederic Keck. Der Assistent der Geschäftsführung betonte zugleich: "Es soll bitte niemand zur Halle kommen. Es gibt keine Tickets."

Ein Testlauf auch abseits des Eises

Die Partie gegen das Team aus Küsnacht ist nicht nur auf, sondern vor allem abseits des Eises ein Testlauf. Einmal für das Hygienekonzept der Falken. Zum anderen für die Live-Übertragungen auf Sprade-TV. "Das Spiel wird gefilmt und gestreamt wie jedes Ligaspiel. Allerdings nur zu Testzwecken. Öffentlich zu sehen sein wird das Spiel nicht", machte Keck deutlich.

Der erste Auftritt der Falken-Mannschaft 20/21 in der Heilbronner Eishalle bleibt also einem kleinen Kreis vorbehalten. Aber immerhin: "Wir freuen uns sehr auf das Spiel und sind auch sehr gespannt. Das wird ein spezieller Tag", sagt Trainer Michel Zeiter. Verletzt fehlen werden weiterhin Jan Pavlu und Michael Knaub, der Einsatz von Bryce Gervais ist fraglich. "Die Lions sind sicher der stärkste Gegner der bisherigen Vorbereitung. Das wird ein sehr guter Test", ist Zeiter überzeugt.

Die Schweizer stehen schon voll im Saft

Zumal die Schweizer bereits am 2. Oktober in die Saison starten und somit natürlich bereits voll im Saft stehen. Die Falken haben noch bis zum 6. November Zeit, ehe mit einem Auswärtsspiel in Freiburg die DEL-2-Saison 20/21 beginnt. Zum ersten Heimspiel am Sonntag, 8. November, 18.30 Uhr, sind die Tölzer Löwen dann zu Gast in Heilbronn. "Eine achtwöchige Vorbereitung ist schon sehr ungewöhnlich, aber wir haben eine Strategie entwickelt, mit der die Mannschaft am 6. November topfit starten soll", sagt Zeiter.

Die vergangenen vier Wochen wurde sehr hart trainiert. Dadurch erklärten sich auch die jüngsten Niederlagen in Innsbruck (1:5) und in Weinfelden (2:3). "Wir hatten nur Luft für zwei Drittel. Solange waren wir immer ebenbürtig oder sogar besser. Wir sind aber auf dem richtigen Weg", sagt Zeiter.

Die Stimmung bei den Falken ist hervorragend

Großes Lob zollt er seinen Spielern in Sachen Einstellung und Trainingsfleiß. "Die Stimmung im Team war in den vergangenen vier Wochen hervorragend. Wir Coaches waren nur selten gefordert, um die Motivation hochzuhalten."

Dabei helfen natürlich Teambuilding-Maßnahmen wie etwa das gemeinsame Golfspielen vergangene Woche. Oder manch eine "lockere Abendrunde", wie sie Zeiter nennt. Die Geburtstagskinder der Woche, Yannik Valenti und Dylan Wruck, mussten schließlich auch ein bisschen gefeiert werden.

 


Stephan Sonntag

Stephan Sonntag

Autor

Stephan Sonntag arbeitet seit Oktober 2008 für die Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat wurde der gebürtige Westerwälder in die Sportredaktion übernommen. Dort ist er für Handball, Eishockey, Boxen und Rugby zuständig.

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