Ein großes 4:0-Hallo der Falken an die Liga

Eishockey  Die Heilbronner Falken schlagen die hoch eingeschätzten Dresdner hochverdient. Dem jungen Goalie Arno Tiefensee bescheren sie einen Shutout.

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Partystimmung in der Heilbronner Eishalle: Die Falken haben gegen Dresden den ersten Heimsieg in der noch jungen DEL2-Saison eingefahren.

Foto: Andreas Veigel

Ein zweites Mal haben sich die Falken nicht von einem Team aus Sachsen die Heim-Party verderben lassen. Nach der Saison-Auftaktniederlage gegen Crimmitschau schickten die Heilbronner die Dresdner Eislöwen am Freitagabend mit einem souveränen 4:0 (0:0, 3:0, 1:0)-Sieg auf die Rückreise in den Freistaat. Der Auftritt brachte nicht nur den verdienten ersten "Dreier" der Saison ein, sondern war auch ein Achtungszeichen in Richtung der anderen DEL2-Teams: Mit den Falken ist in der Spielzeit 21/22 zu rechnen.

Und zwar nicht nur in Sachen Angriffspower. Erstmals in dieser Saison beherzigte das Team die Devise von Trainer Jason Morgan: "Defense first". Leidenschaftlich verteidigten sie das eigene Tor und bescherten Arno Tiefensee einen Shutout, der dem jungen Goalie für den weiteren Saisonverlauf sicher guttun wird.

Falken-Fans müssen erstmal durchatmen

Zu Beginn hieß es erst einmal kräftig Durchatmen für die Falken-Fans. Der erste Angriff der Dresdner war brandgefährlich. Im Gegensatz zum Auftaktspiel gegen Crimmitschau gelang es Tiefensee und seiner Abwehr aber, mit vereinten Kräften einen frühen Rückstand zu vermeiden.

Anschließend durften beide Mannschaften mal ihre Special Teams ausprobieren - klare Gewinner auf beiden Seiten waren die Unterzahlformationen.

Wieder vollzählig entwickelte sich ein gutes DEL2-Spiel, in dem beide Seiten versuchten, ihren Matchplan durchzubekommen. Tiefensee reagierte stark im Eins-gegen-Eins-Duell gegen Vladislav Filin (9. Minute).

Das erste Drittel bleibt noch torlos

Nachdem sich Brock Maschmeyer und Arturs Kruminsch ein bisschen an die Wäsche gegangen waren, ging es zur Abwechslung mal im vier gegen vier weiter. Mit mehr Platz auf dem Eis hatten die Falken Vorteile, Jeremy Williams hatte gleich doppelt die Chance zur Führung (15.). Das erste Drittel blieb jedoch torlos.

Das änderte sich im zweiten Abschnitt. Die Falken erhöhten das Tempo und belohnten sich dafür schnell. Jeremy Williams stand da, wo ein Goalgetter zu stehen hat und verwertete den Abpraller nach einem Schuss von Judd Blackwater zur 1:0-Führung (23.). Das dritte Tor des Neuzugangs im dritten Spiel.

Alter Schwede schlägt zu

Jetzt waren die Falken richtig am Drücker. Justin Kirsch (26.) und Christopher Fischer (27.) ließen das 2:0 noch liegen. Doch dann schlug der Tip-In-König zu. Karl Fabricius hielt den Schläger in einen Schuss von Kenney Morrison und das überfällige 2:0 war erzielt (28.).

Und weil es so schön war, ließ der "alte Schwede" gleich noch einen Treffer folgen. Bei angezeigter Strafe gegen Dresden behielt der 39-Jährige im Getümmel vor dem Tor den Überblick und schob die Scheibe zum 3:0 ein (31.). Spätestens jetzt war die erste Heimspiel-Party seit 19 Monaten in vollem Gange.

Eislöwen geben sich nicht auf

Die Dresdner waren kurz geschockt, schüttelten sich dann aber und drückten nun ihrerseits auf das erste Tor. Doch selbst in einer Überzahl nach Strafe gegen Alex Lambacher wollte kein Treffer gelingen. Tiefensee und seine tapferen Verteidiger hielten und blockten alles, was da Richtung eigener Kasten kam.

Früh im Schlussdrittel fiel die Vorentscheidung. Nach einer Strafe gegen Dresdens Johan Porsberger ließen sich die Falken mit einem Mann mehr auf dem Eis nicht lange bitten. 22 Sekunden später zappelte der Puck erneut im Kasten der Sachsen. Julian Lautenschlager hatte auf Pass von Williams abgeschlossen.


Tor: Tiefensee, Ganz. Abwehr: Mapes - Fischer; Maschmeyer - Morrison; Krenzlin - Hadamczik. Angriff: Thiel - Blackwater - Williams; Della Rovere - Lambacher - Kirsch, Fabricius - Lautenschlager - Dunham; Volkmann.

Tore: 1:0 (23.) Williams, 2:0 (28.) Fabricius, 3:0 (31.) Fabricius, 4:0 (42.) Lautenschlager

Strafminuten: 12/12.

Schiedsrichter: Ruben Kapzan, Erich Singaitis.

Zuschauer: 1167.


Stephan Sonntag

Stephan Sonntag

Autor

Stephan Sonntag arbeitet seit Oktober 2008 für die Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat wurde der gebürtige Westerwälder in die Sportredaktion übernommen. Dort ist er für Handball, Eishockey, Boxen und Rugby zuständig.

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