DEL2 mit den Heilbronner Falken soll am 2. Oktober starten

Eishockey  Der Start wurde verlegt. Die Heilbronner Falken planen nun für den 2. Oktober mit dem ersten DEL2-Spiel. Ursprünglich war der Saisonstart am 11. September anvisiert gewesen. Fans müssen beim Stadionbesuch wohl einige Einschränkungen in Kauf nehmen.

Von dpa und unserer Redaktion
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Fans sollen nächste Saison auch in der DEL2 zuschauen dürfen. Foto: Mario Berger

"Die Profi-Ligen benötigen zur Sicherstellung ihrer Existenz einen baldigen Spielbetrieb mit Zuschauern. Insofern war es die richtige Entscheidung der DEL2-Clubs, den geplanten Saisonstart um drei Wochen zu verlegen", sagte DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch. "Auch um sicherzustellen, dass eine Umsetzung des erstellten Konzeptes gelingt."

Der Deutsche Eishockey-Bund hat mit einem Hygienekonzept den Rahmen für die neue Spielzeit mit Zuschauern vorgegeben. "Jetzt sind die Clubs gefordert. Das Entscheidende muss jetzt vor Ort passieren", sagte der am Konzept beteiligte DEL-Spielbetriebsleiter Jörg von Ameln am Donnerstag.

Regionale Gesundheitsämter entscheiden

Auf Grundlage des von DEB und DEL erarbeiteten Plans sollen die Proficlubs nun jeweils ein eigenes Konzept erstellen, über das letztendlich die regionalen Gesundheitsämter entscheiden. "Wir benötigen aber die Anerkennung und Unterstützung, um den geplanten Start nicht noch weiter hinauszögern zu müssen. Das würde zu nachhaltigen Problemen in der Struktur und Leistungsfähigkeit des Profisports führen", sagte Rudorisch.

Anders als im Fußball sind die Profiligen der drei anderen großen Teamsportarten Eishockey, Handball und Basketball zwingend auf Zuschauer angewiesen. Geisterspiele sind wirtschaftlich nicht darstellbar und jeweils nur für eine begrenzte Zeit denkbar. Unabhängig vom vorgestellten Eishockeykonzept, das zunächst vor allem eine generelle Rückkehr zum Trainings- und Spielbetrieb ermöglichen soll, arbeiten Vertreter der Eishockey-, Handball- und Basketball-Profiligen derzeit gemeinsam daran, die kommende Spielzeit mit Zuschauern zu ermöglichen. Um Zeit dafür zu gewinnen, verlegten alle Ligen ihre Saisonstarts. Die Handball-Bundesliga soll am 1. Oktober starten, DEL und Basketball-Bundesliga dagegen erst im November. "Wir tun alles dafür, dass wir mit Zuschauern spielen können", sagte DEB-Präsident Franz Reindl.

Fiebermessung vor Betreten des Stadions

Die müssten dann aber wohl einige Einschränkungen in Kauf nehmen. DEB-Sportdirektor Stefan Schaidnagel prophezeite genau vorgegebene Wege, etwa zu den Toiletten oder zum Bratwurststand. "Möglichkeiten zu Fiebermessungen im Eingangsbereich vor Betreten des Stadions müssen geschaffen werden", heißt es zudem in dem Konzept. Singen und Anfeuern soll nur, wer eine sogenannte FFP2-Maske trägt. Wie sich die durch Masken gesungenen Sprechchöre anhören, ist nur eine der Fragen, die am Donnerstag unbeantwortet blieben.

Da alles auf einen Spielbetrieb mit Zuschauern ausgelegt ist, blieb das Konzept des DEB - anders als etwa das von der Deutschen Fußball Liga für ihre Geisterspiele - in Teilen reichlich vage. Denn über die Zulassung von Zuschauern kann in jedem Bundesland anders entschieden werden. Auch die regionalen Gesundheitsämter können unterschiedliche Auflage machen. "Wir können keine Komplettlösung anbieten und haben lokale Besonderheiten ausgeklammert", sagte Schaidnagel und sieht seine allgemeinen Vorgaben für die Unterbringung und das Verhalten von Spielern und Offiziellen in den Stadien lediglich als Leitfaden. 


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