Davis Koch ist zwar jetzt ein Adler, bleibt aber ein Falke

Eishockey  Die Adler Mannheim verpflichten den 22-jährigen Stürmer, leihen ihn aber gleich wieder an den Heilbronner Kooperationspartner aus. Die Falken gehen mit breitem und hochkarätigem Kader in die Saison.

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Den Kopf oben, den Blick für den Mitspieler − es sind sein gutes Auge und seine Übersicht, die Davis Koch so wertvoll machen.

Foto: Heilbronner Falken

Davis Koch stieß vergangene Saison als letzter Spieler und absoluter Nobody zu den Heilbronner Falken. Doch der Stürmer machte sich auf dem Eis schnell einen Namen. "Er kann seine Mitspieler gut in Szene setzen", lautete die erste Einschätzung vom damaligen Coach Alexander Mellitzer.

Sein Auge für die Teamkollegen, seine Spielübersicht und seine Cleverness machten den jungen Stürmer schnell zu einer festen Größe im Team. 41 Scorerpunkte (12 Tore, 29 Assists) in 50 Spielen sind eine exzellente Bilanz. In Summe war das nur ein Punkt weniger, als Yannik Valenti, der DEL-2-Nachwuchsspieler des Jahres, nach der Hauptrunde auf dem Konto hatte.

Großes Talent mit gutem Auge

Keine Frage, dass diese Fähigkeiten auch dem Heilbronner Kooperationspartner in Mannheim nicht verborgen blieben. "Davis ist ein junger, intelligenter Angreifer. Er bringt gute Voraussetzungen mit, ist torgefährlich und hat das Auge für seine Mitspieler", befand Adler-Sportmanager Jan-Axel Alavaara und nahm den 22-Jährigen für den DEL-Club unter Vertrag. Er wird für die Saison 2020/21 aber direkt wieder an die Falken ausgeliehen. Der Neu-Adler bleibt also ein Falke.

Sehr zur Freude von Falkencoach Michel Zeiter: "Ich freue mich sehr, dass wir mit Davis einen sehr talentierten Spieler weiterhin in unserer Mannschaft haben. Er spielte eine hervorragende Saison und passt genau in unser Spielsystem."

Wiedersehen alter Bekannter

Auch Koch ist glücklich, dass sich seine Vertragssituation nun geklärt hat und er mit seinen Teamkollegen nächsten Mittwoch ins Training einsteigen kann. "Wir hatten in der zurückliegenden Saison wirklich eine tolle Truppe und ich bin glücklich, dass ich weiterhin für die Heilbronner Falken auflaufen darf. Wir haben uns für die kommende Saison viel vorgenommen und ich möchte mit guten Leistungen meinen Teil zum Erfolg des Teams beitragen."

Mit drei Goalies, acht Verteidigern und 14 Stürmern ist der Falkenkader breit aufgestellt. 22 der 25 Spieler trugen bereits in der Vorsaison das Heilbronner Trikot. Eine Treuequote, die kein anderer DEL2-Club aufweist. Wenn das Team am Mittwoch erstmals zusammenkommt, treffen sich fast ausschließlich alte Bekannte. Bis auf Kapitän Derek Damon sind alle Leistungsträger geblieben. Die Mischung aus erfahrenen Profis und aufstrebenden Talenten passt. Kein Wunder, dass die Falken schon zum Favoritenkreis um den Titel gezählt werden.


Stephan Sonntag

Stephan Sonntag

Autor

Stephan Sonntag arbeitet seit Oktober 2008 für die Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat wurde der gebürtige Westerwälder in die Sportredaktion übernommen. Dort ist er für Handball, Eishockey, Boxen und Rugby zuständig.

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