Corona-Tests statt Training bei den Heilbronner Falken

Eishockey  Den Heilbronner Falken fehlen vor den letzten beiden Vorbereitungsspielen verletzungsbedingt gleich vier Spieler. Zudem hat das Team diese Woche nur einmal gemeinsam auf dem Eis gestanden. Das Derby am Sonntag kann dafür mit Zuschauern stattfinden.

Email

Youngster Florian Elias (Ii.) war im Spiel gegen Kaufbeuren einer der wenigen Lichtblicke im Team der Heilbronner Falken.

Foto: Mario Berger

In normalen Zeiten hätten die Heilbronner Falken die Trainingswoche genutzt, um den schwachen Auftritt am Sonntag gegen Kaufbeuren zu analysieren. Was die Ursachen für den Leistungabfall im letzten Drittel gegen Bietigheim zwei Tage zuvor waren. Und wie die Defensive angesichts von 18 Gegentoren in den vergangenen drei Spielen stabilisiert werden kann.

Doch es sind keine normalen Zeiten. Vor den letzten beiden Partien um den Get-Ready-Cup, am Freitag (19.30 Uhr) in Kaufbeuren und am Sonntag (18.30 Uhr) vor zugelassenen 250 Zuschauern auf heimischem Eis gegen Bietigheim, fand lediglich am Donnerstag ein Eistraining statt. Denn die Spieler plus Trainer und Betreuer wurden in dieser Woche auf das Coronavirus getestet.

Alle Tests sind negativ ausgefallen

Dafür musste das gesamte Personal zwei Tage voneinander getrennt werden, um dann einzeln getestet zu werden. Wäre ein Test positiv ausgefallen, hätte nur der Betroffene in Quarantäne gemusst, nicht aber das gesamte Team. Eine Initialtestung, die so oder ähnlich an allen 14 DEL2-Standorten vor dem anvisierten Saisonstart am 6. November durchgeführt werden muss. "Das ist Bestandteil der Lizenzierung der Spieler und Trainer", erklärte DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch auf Stimme-Anfrage.

Die gute Nachricht für die Falken lautete: alle Tests waren negativ. Trotzdem sind längst nicht alle Spieler einsatzfähig. Mit Brock Maschmeyer, Davis Koch, Bryce Gervais und Michael Knaub wird gleich ein Quartett verletzungsbedingt fehlen. "Das ist natürlich nicht optimal. Ich hätte gerne ein, zwei Spieler pausieren lassen. Das geht jetzt nicht mehr", sagte Trainer Michel Zeiter am Donnerstag.

Zeiter fordert von seinem Team mehr Intensität

Dennoch erwartet der Schweizer von seinem Team ein anderes Auftreten als zuletzt gegen Kaufbeuren. "Das war eine schlechte Leistung. Wir müssen die Intensität steigern und mehr mit kurzen Pässen arbeiten. Wir haben zu oft den langen Pass gesucht, obwohl kein Spieler frei war", forderte Zeiter. Für die beiden letzten Vorbereitungsspiele gilt daher die Devise: "Wir müssen das Geschütz für den Saisonstart einstellen."

Weitere Coronatests wird es vor dem Auftaktspiel in Freiburg nicht geben. Im Training und an den Spieltagen werden laut Rudorisch "Symptomchecks und Fiebermessungen" durchgeführt. "Unterstützt wird bei auftretenden Symptomen mit Schnelltests", erklärte der DEL2-Geschäftsführer.

Es gilt der Grundsatz: "Liegt ein positiver Test am Spieltag vor, ist die gesamte Mannschaft zu testen. Ist ein weiterer Spieler positiv getestet, ist das Spiel abzusagen. Sind die anderen Spieler negativ und wurde der positiv getestete Spieler von der Mannschaft abgesondert, ist eine Anreise der Mannschaft zum Spiel zulässig."


Stephan Sonntag

Stephan Sonntag

Autor

Stephan Sonntag arbeitet seit Oktober 2008 für die Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat wurde der gebürtige Westerwälder in die Sportredaktion übernommen. Dort ist er für Handball, Eishockey, Boxen und Rugby zuständig.

Kommentar hinzufügen