Christopher Fischer kehrt zu den Heilbronner Falken zurück

Eishockey  Der 32-jährige DEL-Verteidiger verstärkt den Heilbronner DEL2-Club und Falken-Geschäftsführer Stefan Rapp spricht von einer "Hammerverpflichtung". Zudem erhält Luca Tosto eine Förderlizenz - und auch die Trainerfrage scheint bald geklärt.

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Anno 2007: Christopher Fischer beim Freudentanz im Falken-Trikot.

Foto: Veigel

Ein alter Bekannter kehrt zu den Heilbronner Falken zurück. Verteidiger Christopher Fischer verstärkt das DEL2-Team. Zwischen 2005 und 2009 absolvierte er 95 Pflichtspiele für Heilbronn - damals noch als Nachwuchstalent, als Förderlizenzspieler, der bei den Adlern Mannheim unter Vertrag stand. Mittlerweile ist Fischer 32 Jahre alt und ist bei den Falken als Führungsspieler eingeplant.

Rapp: "Anstrengungen haben sich gelohnt"

"Die Anstrengungen in den vergangenen Wochen im Hintergrund haben sich gelohnt. Seine Hockey-Skills muss man hier nicht explizit erwähnen, Leidenschaft und volle Einsatzbereitschaft zeichnen ihn seit Jahren aus", sagt Falken-Geschäftsführer Stefan Rapp. "Die Kabine sowie die Defense wird um einen Führungsspieler bereichert werden und mit seiner Unterstützung zur gewohnten Stabilität zurückfinden."

Über die Stationen Wolfsburg, Mannheim - mit den Adlern wurde Fischer 2014/2015 deutscher Meister - Iserlohn und zuletzt zwei Saisons in Schwenningen, kehrt der Heidelberger nach 591 DEL-Einsätzen nach Heilbronn zurück. Dabei sammelte der Verteidiger 226 Scorerpunkte (43 Tore/183 Vorlagen) und lief außerdem 32 Mal für die deutsche Nationalmannschaft auf. "Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung in der DEL2 und habe tolle Erinnerungen an Heilbronn. Die Nähe zu meiner Heimat und die Tatsache, für eine eishockeybegeisterte Stadt spielen zu dürfen, haben mir die Entscheidung für meine Rückkehr zu den Falken leicht gemacht", sagt Fischer.

Intensive Zusammenarbeit mit Mannheim

Seinen Anteil an der Verpflichtung hatte der Kooperationspartner Adler Mannheim. "Warum sollten wir deren Netzwerk nicht nutzen", sagt Rapp. "Wir wollen die Zusammenarbeit weiter intensivieren. Das ist von beiden Seiten so gewünscht."

Und so gibt es bereits eine Liste mit Namen von Förderlizenzspielern, die nächste Saison in Heilbronn auflaufen könnten. Allen voran die beiden Torhüter Florian Mnich und Arno Tiefensee. "Das wäre schon einmal eine super Besetzung im Tor", sagt Rapp. "Ob wir außerdem noch etwas machen, müssen wir sehen."

Ein Name, der hier noch dazu kommt, ist der 20-jährige Luca Tosto, der Stürmer wurde von Mannheim vom Heilbronner DEL2-Konkurrenten Bad Tölz verpflichtet und wird mit einer Förderlizenz ausgestattet. "Die Namen stehen, wir werden nach bestem Wissen und Gewissen in der Kaderplanung damit umgehen", sagt Rapp. "Entscheidend wird hier auch das Sommertraining sein. Je nachdem, wie sich der eine oder andere dort präsentiert und entwickelt", sagt Rapp.

Frühe Verpflichtungen sind kontraproduktiv

Die Trainerfrage ist bei den Falken weiter offen. Doch scheint der Verein auf einem guten Weg zu sein, auch wenn der Geschäftsführer nichts konkretes sagen möchte. Es klingt aber durch, dass in nächster Zeit ein neuer Coach präsentiert wird. Und was die restliche Kaderplanung anbelangt, sehe er es im Moment stressfrei, sagt Rapp. "Aufgrund der Corona-Situation in Deutschland und Nordamerika sind zu frühe Verpflichtungen eher kontraproduktiv. Höchstens es ist eine Hammerverpflichtung wie die von Fischer", sagt Rapp. "Im Moment kann man ja noch nicht abschätzen, wie es weitergeht. Wir halten uns entsprechend bedeckt. Jetzt muss erstmal die vergangenen Saison auch geistig verarbeitet werden. Dann können wir konkret über die nächste nachdenken", sagt Rapp.


Marc Schmerbeck

Marc Schmerbeck

Autor

Marc Schmerbeck ist seit 2009 zuständig für den Sport in Hohenlohe. Als Heilbronner geht sein Blick aber auch über jegliche Grenzen hinweg.

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