Adler-Ausfälle haben nur geringen Einfluss auf Kooperationspartner Heilbronn

Eishockey  Mannheim zieht wegen Corona-Fällen alle Förderlizenzspieler aus Heilbronn ab. Die Ausfälle lassen sich für die Falken aber kompensieren.

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Foto: Marc Schmerbeck

Acht weitere Coronafälle vermeldeten die Adler Mannheim am Samstag. Da gingen natürlich beim DEL2-Kooperationspartner in Heilbronn gleich die Alarmsirenen an. Doch Stand Montag haben die Ausfälle beim großen Bruder vergleichsweise geringen Einfluss auf das Spiel der Falken am Dienstag (20 Uhr) bei den Bayreuth Tigers.

"Die Adler haben erwartungsgemäß alle Förderlizenzspieler abgezogen, von den Torhütern abgesehen", bestätigte Falken-Geschäftsführer Stefan Rapp am Montag. Von den sechs Spielern sind mit Florian Elias und Arkadiusz Dziambor zwei dabei, die ohnehin bisher nur in der DEL im Einsatz waren. Bleiben mit Valentino Klos, Philipp Preto, Moritz Wirth und Luca Tosto vier Ausfälle auf Heilbronner Seite. Die schmerzen natürlich, sind personell aber aufzufangen, da abgesehen vom langzeitverletzten Kapitän Christopher Fischer alle Spieler gesund aus der Deutschland-Cup-Pause zurückgekommen sind.

Dramatische Situation bei den Adlern

Bei den Adlern ist die Situation dagegen vor dem bisherigen Saison-Highlight am Dienstag (19.30 Uhr) im Achtelfinale der Champions Hockey League (CHL) gegen Titelverteidiger Frölunda Göteborg dramatisch. Nach Nationalstürmer Matthias Plachta sind am Wochenende nun auch Sinan Akdag, Mark Katic, Jason Bast, Andrew Desjardins, Nico Krämmer, Jordan Szwarz, David Wolf und Cheftrainer Pavel Gross positiv auf das Virus getestet worden. Der Coach und die sieben neu infizierten Spieler befinden sich seit Samstag in häuslicher Isolation.

"Keiner der Spieler, die am Freitag negativ getestet wurden, haben in der Zwischenzeit Symptome entwickelt, sagte Teammanager Youri Ziffzer am Montag dem "Mannheimer Morgen". Wie lange die Betroffenen ausfallen, ist noch unklar. Die Adler stehen hierzu in engem Kontakt mit dem Gesundheitsamt Mannheim.

Abwehrspieler Moritz Wirth wird wohl in den Angriff gezogen

Die Spielordnung der CHL sieht vor, dass eine Partie nur dann abgesagt wird, wenn einem Club weniger als ein Torhüter und 15 Feldspieler zur Verfügung stehen. Noch erfüllen die Adler dieses Kontingent. Assistenztrainer Mike Pellegrims, der Gross vertreten wird, rechnet damit, sieben Verteidiger und drei Sturmreihen zur Verfügung zu haben. Zugute kommt den Mannheimern, dass die zuletzt angeschlagen fehlenden Denis Reul und Ilari Melart wieder auflaufen können. Abwehrspieler Moritz Wirth wird wohl in den Angriff gezogen.

Ähnliche Experimente müssen die Falken in Bayreuth nicht in Angriff nehmen. Dort treffen die Heilbronner aber auf die Mannschaft der Stunde in der DEL 2. Die Tigers gewannen jüngst drei Spiele in Folge, darunter ein 10:2-Triumph in Bad Tölz. Mit nun 18 Zählern auf dem Konto könnte das Team von Trainer Petri Kujala mit einem Sieg in der Tabelle sogar an den Falken vorbeiziehen. Das einstige Kellerkind ist eindeutig auf dem Vormarsch.

Special Teams der Falken stockten zuletzt

Bei den Heilbronnern war vor der Deutschland-Cup-Pause eine gegenläufige Tendenz zu verzeichnen. Aus den vergangenen drei Partien wurde nur ein Zähler geholt. Besonders die zu Saisonbeginn so effizienten Special Teams stockten. Gegen Frankfurt gab es drei Gegentore in Unterzahl. Die jüngsten 19 Powerplay-Gelegenheiten blieben ungenutzt. Die Erfolgsquote sank von gut 25 auf 19 Prozent. "Hier müssen wir ansetzen und uns wieder verbessern", hatte Coach Morgan schon vor der Deutschland-Cup-Pause angekündigt.

Falken-Fan-Talk

Am Mittwoch um 19 Uhr im Vip-Raum des Eisstadions. Online-Tickets gibt es unter www.diginights.com


Stephan Sonntag

Stephan Sonntag

Autor

Stephan Sonntag arbeitet seit Oktober 2008 für die Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat wurde der gebürtige Westerwälder in die Sportredaktion übernommen. Dort ist er für Handball, Eishockey, Boxen und Rugby zuständig.

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