Schlemmen verboten für die Red Devils

Ringen  Allzu besinnlich geht es bei den Red Devils vor dem Playoff-Viertelfinale gegen den ASV Mainz nicht zu. Kartenvorverkauf in Römerhalle.

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Schlemmen verboten für die Red Devils

Für die Red Devils geht es im Viertelfinal-Hinkampf gegen Mainz gleich um eine gute Ausgangsposition. Ob auch Frank Stäbler dabei sein wird?

Foto: Andreas Veigel

Hemmungsloses Schlemmen mit üppigen Portionen und kalorienreichem Nachtisch, davon träumt ein Bundesliga-Ringer. Bestenfalls nach seiner Karriere erfüllt sich der Wunsch nach weihnachtlichen Leckereien im Überfluss. Denn traditionell starten die Playoffs im Dezember, in diesem Jahr gerade mal zwei Tage nach den Feiertagen. Und wer auf der Matte bis ans körperliche Limit geht, muss zwingend sein Gewicht halten. Oder schlimmer noch: abkochen. Das ist die höfliche Umschreibung für wenig essen und noch weniger trinken. Mitunter eine Tortur - besonders für die Ringer in den unteren Gewichtsklassen, die ohnehin wenig Körperfett haben.

Zeit zum Essen haben die Organisatoren der Red Devils Heilbronn zwar, doch über die Feiertage entspannen ist auch für sie nicht drin. Denn gerade mal eine Woche liegt zwischen der Auslosung der Playoffs und dem Viertelfinal-Hinkampf an diesem Samstag (19.30 Uhr) in der Neckargartacher Römerhalle gegen den ASV Mainz 88. Und innerhalb dieses Korridors haben Red-Devils-Abteilungsleiter Jens Petzold und seine Mannschaft fleißig geplant und vorbereitet. Schließlich soll in den spannendsten Wochen der Saison alles passen.

Noch keine Zusatztribüne im Viertelfinale

Dennoch hat Petzold entschieden, dass es im Viertelfinale noch keine Zusatztribüne in der Halle geben soll - eine Frage der Logistik. "Stattdessen hoffen wir auf eine rappelvolle Halle", sagt der Macher. Die Kapazität lässt den Besuch von 1000 bis 1200 Ringerfans zu. Auch Griechisch-Römisch-Spezialist Christian Fetzer geht davon aus, dass in den Playoffs mehr Interessierte kommen, denn der 35-Jährige sagt: "Ich habe den Eindruck gehabt, dass in den vergangenen Wochen weniger Zuschauer gekommen sind. Daher hoffe ich, dass sich die Heilbronner wieder fürs Ringen begeistern und nun die Bude wieder voll wird." Durch ungünstige Terminierungen der Kämpfe sind insbesondere die Kämpfe am Sonntagnachmittag schwächer besucht gewesen.

Tickets für den Heimkampf gegen den ASV Mainz gibt es ab sofort online. Außerdem steht heute von 17 bis 19 Uhr ein Vorverkauf in der Römerhalle an. Am Samstag wird darüber hinaus noch ein Karten-Kontingent an der Abendkasse parat liegen. Dauerkarten haben keine Gültigkeit mehr, die Preise liegen bei 20 Euro für den Sitzplatz (Erwachsene), ermäßigt bei 15 Euro.

Shuttleservice zur Römerhalle

Wegen der angespannten Parkplatzsituation an der Römerhalle werden die Zuschauer gebeten, ihr Auto auf dem Parkplatz beim Freibad am Gesundbrunnen (Römerstraße 171, 74078 Heilbronn) abzustellen. Dort ist ein Shuttleservice zur Halle eingerichtet. Dieser startet zwei Stunden vor Kampfbeginn und bringt die Besucher nach der Veranstaltung auch zurück. Der Fußweg zur Römerhalle dauert etwa eine Viertelstunde. 

Sportlich wird es nun spannend - und die Frage nach den Aufstellungen sind allerorts hoch spekulativ. Klar aber ist: "Mainz hat eine sehr starke, ausgeglichene und damit variable Mannschaft", sagt Christian Fetzer. Mit Griechisch-Römisch-Mann Etka Sever im Schwergewicht und Freistiler Bekir Sahin (57/61 Kilo) tragen auch zwei ehemalige Neckargartacher das Trikot der Mainzer, die von David Bichinashvili trainiert werden.


Stäbler hatte "tolle Tage" in Las Vegas

Der Star der Red Devils, Frank Stäbler, hat bis kurz vor Weihnachten mit einem Freund noch "tolle Tage" in Las Vegas verbracht. Jene Stadt, in der er 2015 zum ersten Mal Weltmeister geworden ist. Wer den 30-Jährigen kennt, weiß nur zu gut, trainiert hat er trotzdem.

 
 
 
 

Stefanie Wahl

Stefanie Wahl

Leiterin der Sportredaktion

Sport bedeutet mehr als Sieg und Niederlage: Seit 2005 leitet Stefanie Wahl das Ressort bei der Stimme. Die ehemalige Leichtathletin beschäftigt sich mit Wintersport und fungiert seit 2007 als Geschäftsführerin der Sporthilfe Unterland e.V.

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