Mission auf den letzten Drücker erfüllt

Eishockey  Nach der Nervenschlacht gegen Frankfurt haben die Spieler der Heilbronner Falken erstmal frei. Ab Mittwoch startet dann die Vorbereitung auf die Playoff-Serie gegen den EC Bad Tölz.

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Ende gut, alles gut: Mit dem Sieg nach Penaltyschießen gegen Frankfurt haben die Heilbronner Falken am Sonntagabend die Frage nach dem Heimrecht in den Playoffs selber.

Foto: Andreas Veigel

Wer da auch immer kommen würde: Es war Alexander Mellitzer in der Sekunde herzlich egal. "So kurz nach Spielende denke ich nicht an die Playoffs", sagte der Trainer der Heilbronner Falken. Gerade erst hatte sein Team das nervenaufreibende DEL-2-Spiel gegen die Löwen Frankfurt hinter sich gebracht, sich zwei Punkte gesichert. Und der 40-Jährige war in erster Linie einmal erleichtert, dass die Falken die Frage nach dem Heimrecht in den Playoffs selber beantwortet hatten.

Auch wenn es knapp war. Das 6:6 30 Sekunden vor dem Ende war der umjubelte Türöffner, der den letzten noch fehlenden Punkt sicherte. Der EC Bad Tölz, auf den die Falken nun in der Viertelfinal-Serie treffen, war da gedanklich noch meilenweit weg.

Jetzt geht die Saison erst richtig los

Auf die Frage hin, ob er sich nicht einen anderen Gegner gewünscht hätte, weil die Falken-Bilanz gegen die Oberbayern in dieser Saison mit drei Pleiten negativ ausfällt, wischte Mellitzer mal eben vom Tisch. "Gegen alle anderen hinter uns ist unsere Bilanz ja auch negativ." Das stimmt natürlich nicht, sonst wären die Falken kaum auf dem vierten Platz gelandet. Das ist ohne Frage ein Erfolg.

"Das war unser Ziel - und das haben wir erreicht", sagte Bryce Gervais. Der Mann des Abends kam irgendwann mit den Resten von einem Kasten Bier aus der Kabine, um ihn bei der Eismaschine "auf Eis" zu stellen. Für später - anstoßen sollte vorerst reichen. Schließlich geht die Saison jetzt erst richtig los.

Für die Falken genauer gesagt an diesem Mittwoch: Bis zum Start der Serie gegen Tölz vergehen noch ein paar Tage, das erste Bully in der Kolbenschmidt-Arena fällt am Freitag in einer Woche, am 13. März. "Jetzt haben die Burschen ein paar Tage frei, dann werden wir über den Viertelfinalgegner sprechen", meinte Mellitzer. Am Mittwoch geht es weiter.

 

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Die Schlussphase der Hauptrunde hat Nerven gekostet

"Die Zeit tut jetzt ganz gut, um die Köpfe freizukriegen und Kräfte wieder zu sammeln", freute sich Verteidiger Jan Pavlu über die zusätzliche Freizeit. Nicht nur die Schlussphase gegen Frankfurt, sondern die Hauptrunden-Schlussphase insgesamt hatte Nerven gekostet. Das Heimrecht stand bis zuletzt auf der Kippe.

Viele Leistungsträger erreichten ab Mitte Januar nicht mehr ihr Niveau von vor Weihnachten, am Sonntag erwischte Torhüter Mirko Pantkowski einen gebrauchten Tag, sah bei den meisten Gegentreffern schlecht aus. Im zweiten Drittel war jeder zweite Schuss ein Treffer. Nur gut, dass die Offensive funktionierte. Insbesondere Gervais, der, einmal in Fahrt, kaum zu stoppen ist.

Falken finden einen Weg, das Spiel zu gewinnen

Der Kanadier sah auch das Positive an der schwierigen Situation nach dem unglücklichen Rückstand. "Wir mussten zurückkommen - und wir sind zurückgekommen." Es sei kein leichtes Spiel gewesen. Letztlich jedoch hätte man noch einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen.

"Das ist das, was gute Mannschaften machen." Mit Blick auf die Spiele gegen Bad Tölz sei es gut zu wissen, dass das klappt. "Das müssen wir mitnehmen. Ich glaube, dass es eine aufregende Serie wird."


Martin Peter

Martin Peter

Autor

Über Umwege ist Martin Peter im August 2017 bei der Heilbronner Stimme gelandet. Der gebürtige Norddeutsche lebte davor lange Zeit am Alpenrand und berichtet nun über Eishockey und das sportliche Geschehen im Kraichgau.

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