Körper und Köpfchen sind bei den Falken gefordert

Eishockey  Nach zuletzt durchwachsenen Ergebnissen in der DEL 2 wollen die Heilbronner Falken gegen Weißwasser und Kassel einen Lauf starten.

Von Martin Peter

Körper und Köpfchen sind bei den Falken gefordert

Hat lange Zeit gefehlt: Alex Lambacher (li.) ist nach viermonatiger Verletzungspause inzwischen wieder zurück und auf einem guten Weg.

Foto: Andreas Veigel

Noch ist die Umstellung nicht ganz abgeschlossen. Der Körper, der Kopf: Sie müssen sich noch an das Tempo gewöhnen. "Es wird aber jeden Tag besser", sagt Alex Lambacher. Vier Monate war der Angreifer der Heilbronner Falken ausgefallen, nachdem er sich bei einem Turnier in der Vorbereitung an der Patellasehne verletzt hatte. Kurz vor dem Jahreswechsel kehrte der 22-Jährige in die Mannschaft von Alexander Mellitzer zurück und hat seitem fünf Partien in zwei Wochen absolviert.

"Das ist nach so einer langen Pause auch erstmal ungewohnt", verrät Lambacher.Ungewohnt. Aber gut.

Die Rolle als Zuschauer nervt

"Spaß hatte ich in den letzten vier Monaten definitiv weniger", sagt der 22-Jährige, der in seinen ersten Einsätzen aufgrund seines Tempos auf- und vor allem gefiel. "Er ist ein guter Läufer und kann die Scheibe gut abdecken", sagt der Trainer über den Stürmer, der trotz junger Jahre als Nationalspieler Italiens schon internationale Erfahrung vorweisen kann. Vor allem aber ist Lambacher einer, der helfen will. An diesem Freitag (20 Uhr) im Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse. Am Sonntag bei seinen alten Kollegen, den Kassel Huskies. "Das sind zwei unglaublich wichtige Spiele für uns."

 

Auch deswegen, weil die Falken in der Zeit seit Weihnachten einige Punkte haben liegen. Zu viele. Und da unnötig. "Wir haben oft zu einem ungünstigen Zeitpunkt Fehler gemacht", sagt der Trainer. Die daraus entstandenen Gegentreffer hätten sein Team aus dem Tritt gebracht. "Spielerisch waren wir aber immer auf Augenhöhe." Auch gegen Ravensburg zuletzt. Am Ende stand aber eine 3:5-Niederlage zu Buche. Wieder Punkte, die Heilbronn nun fehlen. So sind die Kassel Huskies in der DEL-2-Tabelle an den Falken, die nun Achter sind, vorbeigezogen.

Panisch wird Mellitzer deswegen jedoch nicht. "Es sind noch 17 Spiele zu spielen. Da sind noch viele Punkte zu vergeben." Die Falken orientieren sich weiterhin nach oben, "in der Truppe steckt viel Potenzial", findet der Trainer. "Gerade im Fünf gegen Fünf machen wir einen richtig guten Job", sagt auch Lambacher.

Ein Lauf soll jetzt her

Von der Strafbank am besten weit weg bleiben, Fehler vermeiden: Die üblichen Kleinigkeiten müssten einfach wieder stimmen. Dann klappt das auch mit den Ergebnissen. "Wir müssen jetzt einen Lauf starten", erklärt Mellitzer. Wenn es doch nur so einfach wäre. Die Füchse aus Weißwasser kommen als Tabellendritter nach Heilbronn - ans Auswärtsspiel Anfang Dezember erinnert sich der Falken-Trainer ungern. "Die haben uns im ersten Drittel an die Wand gespielt." Die Falken hätten allerdings auch nicht stattgefunden. Das dürfe natürlich nicht wieder passieren. Mit ihren Möglichkeiten würden das die Füchse bestrafen. "Die machen viel Druck mit Puck; und rennen wie die Hex"."

Entsprechend müssten die Falken umso härter arbeiten, auch gegen die Huskies. "Wir können beide schlagen", ist Lambacher fest überzeugt. Vorausgesetzt, Körper und Köpfchen machen mit.

 


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