Gebürtiger Heilbronner vereitelt Falken-Erfolg

Eishockey  Wie schon vergangenes Wochenende gegen die Topteams Bietigheim und Ravensburg zeigten die Heilbronner Falken am Freitagabend auch bei den Lausitzer Füchsen eine gute Leistung. Doch nach einer unglücklichen 2:3-Niederlage stand das Team von Trainer Alexander Mellitzer mit leeren Händen da.

Von Stephan Sonntag

Gebürtiger Heilbronner vereitelt Falken-Erfolg

Ausgerechnet der erfahrene Jimmy Sharrow beging in der Schlussphase in Weißwasser den spielentscheidenden Fehler.

Foto: Archiv/Schmerbeck

Es war die zehnte Auswärtspleite in Folge und ausgerechnet ein gebürtiger Heilbronner vermieste den Falken den eigentlich nicht schlechten Auftritt.

Am letzten Tag der Transferfrist hatten die Lausitzer Füchse noch einen neuen Goalie verpflichten müssen. Olaf Schmidt, immerhin der zweitbeste Mann zwischen den Pfosten in der gesamten Liga, muss sich einer Schulteroperation unterziehen. Für ihn ist die Saison beendet. Kooperationspartner Eisbären Berlin stattete daher Tobias Ancicka mit einer Förderlizenz aus. Ancicka? Vielleicht klingt der Namen dem einen oder anderen Falken-Anhänger noch vertraut. Sein Vater Martin Ancicka spielte als Verteidiger viele Jahre in Deutschland, unter anderem in Bietigheim und 2000/01 im Trikot des Heilbronner EC. 2001 kam auch sein Sohn Martin zur Welt. Bei seinem DEL-2-Debüt war der junge Goalie noch keine 18 Jahre alt, wurde aber gleich zum besten Spieler seines Teams gewählt.

Von Beginn an Druck

Dabei ging das Spiel für Ancicka gar nicht gut los. Die Falken waren ja bereits einen Tag früher in die Lausitz gereist, um mit frischen Beinen aufs Eis zu gehen. Genau die demonstrierten die Gäste zu Beginn und entwickelten vom ersten Bully an gewaltigen Druck. Der wurde früh belohnt. In Überzahl wechselten Justin Kirsch und Brock Maschmeyer geschickt die Positionen und der Verteidiger traf auf Pass des Stürmers von dessen Lieblingsposition zum 1:0.

Auch in der Folge verteidigten die Falken kompakt, gewannen die meisten Zweikämpfe in der neutralen Zone und zeigten gutes Forechecking. Erst gegen Ende des Drittels wurden die Füchse stärker und kamen durch Jeff Hayes äußerst glücklich zum 1:1-Ausgleich. "Das Tor hat uns etwas aus dem Tritt gebracht", sagte Mellitzer hinterher. Das Mitteldrittel bestimmten die Gastgeber, doch die Falken hielten nicht zuletzt dank ihres Youngsters im Tor, Mirko Pantkowski, das Unentschieden.

Böser Schnitzer bringt die Entscheidung

Im Schlussdrittel traf erneut Maschmeyer zur 2:1-Führung (44.). Doch beinahe postwendend antworteten die Füchse mit einem blitzsauberen Konter, den Fabian Dietz zum 2:2 (45.) einschoss. Beide Teams hätten das gutklassige Spiel für sich entscheiden können. Letztlich war es ein böser Schnitzer von Falken-Verteidiger Jimmy Sharrow, der die Entscheidung brachte. Jordan George ging allein durch und besorgte das 3:2 (56.). "Das Team hat gekämpft wie die Löwen. Die Niederlage ist sehr bitter", lautete Mellitzers Fazit.


Heilbronner Falken

Tor: Pantkowski, Mnich; Abwehr: Maschmeyer - Götz, Pavlu - Sharrow, Mapes - Kurz; Angriff: Ranta - Damon - Gibson, Helms - Lambacher - Soramies, Ross - Kirsch - Bernhardt, Gelke - Bettahar.

Tore: 0:1 (3.) Maschmeyer, 1:1 (20.) Hayes, 1:2 (44.) Maschmeyer, 2:2 (45.) Dietz, 3:2 (56.) George

Strafminuten: 10/4.

Schiedsrichter: Kevin Salewski/ Volker Westhaus

Zuschauer: 2979 (ausverkauft)


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