Fünfter Sieg in Serie für die Falken

Eishockey  Mit gezielten Nadelstichen gewinnen die Heilbronner Falken am Mittwochabend mit 4:1 gegen Frankfurt. Es war der fünfte Erfolg in Serie.

Die Falken können nicht nur Spektakel, sondern auch taktisch diszipliniert und abgezockt drei Punkte einfahren. Genauso feierte das Team von Trainer Alexander Mellitzer am Mittwochabend einen überzeugenden 4:1 (0:0, 3:0, 1:1)-Sieg gegen die Löwen Frankfurt. Mann des Abends war Dylan Wruck, dem zwei Treffer gelangen.

Mirko Pantkowski durfte mal wieder das Tor hüten

Vielleicht lag es am ungewohnten Spieltermin am Mittwochabend, oder an der Strafzeit gegen Kapitän Derek Damon bereits nach sieben Sekunden, die Falken begannen jeweils deutlich verhaltener als in den vorangegangenen Spielen. Kein gnadenloses Anrennen auf den Gegner, kein extremes Forechecking. Daher bestimmten die Gäste in den ersten zehn Minuten das Spiel. Klare Chancen hatten aber Seltenheitswert und wenn war Mirko Pantkowski zur Stelle, der im Tor den Vorzug für den zuletzt bärenstarken Matthias Nemec erhalten hatte.

Mit der ersten Überzahlsituation kamen die Gastgeber in der intensiv geführten besser ins Spiel. Yannik Valenti hatte die beste Torgelegenheit, doch sein abgefälschter Schuss kullerte die Linie entlang und wurde dann geklärt. Kurz darauf hatten allerdings die Heilbronner Glück, als ein Gewaltschuss von Steven Delisle an den Pfosten krachte. So blieb es bis zur Drittelpause beim 0:0.

Großer Elan im Mitteldrittel wird belohnt, Pantkowskis Fauxpas ohne Negativfolgen

Wie zuletzt mit schöner Regelmäßigkeit kamen die Falken mit deutlich mehr Elan aus der Kabine. Tim Miller rauschte gleich zu Drittelbeginn bei einer Eins-gegen-Eins-Situation ins gegnerische Tor – allerdings ohne die Scheibe zuvor dort unterzubringen. Wenig später war der Bann aber gebrochen. Auf Pass von Alex Nikiforuk brauchte Topscorer Wruck zwar zwei Anläufe gegen Frankfurts Goalie Jimmy Hertel, aber dann zappelte der Puck zur 1:0-Führung im Netz (26.).

Die Frankfurter antworteten mit einer intensiven Druckphase um die 30. Minute herum. Es herrschte viel Alarm vor dem Falken-Tor. Als dann noch Davis Koch für zwei Minuten auf die Strafbank musste, schien der Ausgleich in der Luft zu liegen. Doch denkste – Wruck ergatterte sich einen Frankfurter Katastrophen-Querpass an der blauen Linie, stürmte allein Richtung Tor und legte zum 2:0 nach (34.). Pantkowski bekam für seinen Aussetzer irrerweise sogar noch einen Assist gutgeschrieben.

Der Treffer zeigte Wirkung bei den Hessen. Die Falken strotzen jetzt hingegen vor Selbstvertrauen. Doch das kann eben auch schnell in Überheblichkeit umschlagen. In Überzahl spielte Pantkowski einen riskanten langen Pass, traf mit seiner Kelle den Puck aber nicht richtig, ein Frankfurter spritzte dazwischen. Doch Nikiforuk bereinigte die Situation in höchster Not, fand Bryce Gervais und der ging Coast to Coast auf und davon zum 3:0 (37.).

Della Rovere macht den Deckel drauf

Ein bisschen Spannung kam im Schlussdrittel nochmal auf. Der x-te abgefälschte Schuss Richtung Pantkowski rutschte zum 1:3 durch (46.). Martin Buchwieser hatte der Scheibe den entscheidenden Dreh verpasst. Wirklich nervös machte die Falken der Anschlusstreffer nicht. In eigener Überzahl hatte Stefan Della Rovere frei vor dem leeren Tor die Riesenchance zur Entscheidung, doch der Stürmer war zu überrascht und traf die Scheibe nicht richtig (48.). Doch knapp vier Minuten vor dem Ende machte er es deutlich besser und traf nach Pirouette im Powerplay zum 4:1 (56.).


Tor: Pantkowski, Nemec; Abwehr: Götz – Brady, Mapes – Maginot, Möller – Pavlu; Angriff: Della Rovere – Damon – Gervais, Preto – Miller – Koch, Soramies – Wruck – Nikiforuk, Knaub – Klos – Valenti, Hon

Tore: 1:0 (26.) Wruck, 2:0 (34.) Wruck, 3:0 (37.) Gervais, 3:1 (46.) Buchwieser, 4:1 (56.) Della Rovere

Schiedsrichter: Bastian Haupt, Ulpi Sicorschi

Strafminuten: 10/12

Zuschauer: 1808


Stephan Sonntag

Stephan Sonntag

Autor

Stephan Sonntag arbeitet seit Oktober 2008 für die Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat wurde der gebürtige Westerwälder in die Sportredaktion übernommen. Dort ist er für Handball, Eishockey, Boxen und Rugby zuständig. 

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