Die Reihen der Falken nehmen wieder Form an

Eishockey  Im Heimspiel gegen die Dresdner Eislöwen können die Heilbronner Falken wieder zwölf Stürmer aufbieten - trotz eines weiteren Ausfalls. Parallel zum Spielbetrieb laufen unterdessen Vertragsgespräche mit allen Spielern.

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Die Reihen nehmen wieder Form an

Wieder da: Yannik Valenti (oben) und Louis Brune sind diese Woche von der U20-WM zurückgekehrt und verstärken die Falken an ihrem Ost-Wochenende.

Foto: Andreas Veigel

Matthias Nemec war erst der Anfang. Ein furioser allemal, zumal die Heilbronner Falken den Vertrag ihres Torhüters gleich für drei Jahre verlängert haben. Natürlich, das macht Hoffnung, dass die nächsten Verlängerungen nur eine Frage der Zeit sind. Geschäftsführer Atilla Eren nährt die noch vagen Hoffnungen, sagt, dass er mit allen Spielern spreche. "Weniger, weil jetzt die Zeit dafür gekommen ist. Sondern, weil wir vorhaben, eine Mannschaft, die erfolgreich ist, auch weitgehend zusammenzuhalten."

Eine der zweifelsfrei wichtigsten Positionen im Team ist damit dauerhaft besetzt, als nächstes geht es an die weiteren Schlüsselpositionen, in erster Linie an die deutschen Spieler, vor allem Verteidiger. "Klar würden wir gerne auch mit unserem Topscorer verlängern", sagt der Geschäftsführer. Wohlwissend, dass es ein schweres Unterfangen wird.

Die Falken treffen auf Dresden und Weißwasser

"Erfolg weckt Begehrlichkeiten", meint der Manager. Erfolg. Seit dieser Saison ein Begleiter der Falken. So gehen die Unterländer selbst in das anstehende Ost-Wochenende mit Spielen an diesem Freitag um 20 Uhr zu Hause gegen Dresden und am Sonntag um 17 Uhr in Weißwasser als die Favoriten, die Gejagten. Platz zwei - das weckt Begehrlichkeiten. Da wollen auch andere gerne hin.

"Wir wollen den Vorsprung nach unten aber ausbauen und eher oben angreifen", verrät Yannik Valenti die Zielsetzung der Heilbronner Falken für die 17 noch ausstehenden Spiele. Nach der mit dem Klassenerhalt beendeten U 20-WM sind der Stürmer und Louis Brune seit der Woche wieder zurück in Heilbronn.

Und bereit, wieder voll anzugreifen. "Die Jungs haben es trotz der vielen Ausfälle in den letzten Wochen stark gemacht", findet der 19-Jährige. Mit Brune hat er das Geschehen in Heilbronn aus der Ferne beobachtet, sich wann immer es ging, die Spiele live im Internet angeschaut. Und war stolz.

Viele gute Nachrichten und eine Hiobsbotschaft

Die Rückkehr der beiden Jungnationalspieler ist nicht die einzige gute Nachrichten für das Team von Alexander Mellitzer. Seit Sonntag ist auch Stefan Della Rovere wieder zurück, gegen Dresden wird der Stürmer wieder an seine gewohnte Position in Reihe eins neben Tim Miller und Derek Damon rücken.

Die Verletzung ist auskuriert, "jetzt müssen sich seine Beine nur wieder ein bisschen an das Tempo gewöhnen", sagt Mellitzer, der mit Unterstützung aus Mannheim rechnet. Denn die Adler haben ihr DEL-Spiel gegen Bremerhaven bereits am Donnerstagabend absolviert. Pierre Preto und Samuel Soramies stoßen daher gegen Dresden definitiv zum Kader, der Trainer rechnet sogar noch mit Keeper Mirko Pantkowski.

Valenti setzt auf Powereishockey

Trotz des Ausfalls von Michael Knaub, der sich im Training an der Schulter verletzt hat und länger auszufallen droht, können die Falken wieder volle vier Reihen aufbieten. Powereishockey sagt Valenti dazu. "Das wird uns extrem helfen, vor allem hinten raus." Er meint damit nicht ein Spiel - sondern die Saison an sich. Denn klar ist: "Langsam geht es in die Crunchtime. Da wird Energie freigesetzt und alle werden nochmal einen Zahn zulegen."

 


Martin Peter

Martin Peter

Autor

Über Umwege ist Martin Peter im August 2017 bei der Heilbronner Stimme gelandet. Der gebürtige Norddeutsche lebte davor lange Zeit am Alpenrand und berichtet nun über Eishockey und das sportliche Geschehen im Kraichgau.

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