Der Transferzug ist auf dem Weg zu den Heilbronner Falken

Eishockey  Die Kaderplanung bei den Heilbronner Falken ist in vollem Gange: Ein Zweitligaerfahrener Goalie ist bereits verpflichtet und auch der wichtigste Personalvertrag ist inzwischen unterschrieben.

Von Stephan Sonntag
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Mikro Pantkowski, Falken
Mikro Pantkowski wird wohl weiter das Falkentrikot tragen. Foto: Archiv/Veigel

Überall in Eishockey-Deutschland vermelden die Clubs Neuzugänge, nur in Heilbronn herrscht Schweigen. Einige Falken-Fans äußern bereits Sorgen, ob der Transferzug ähnlich wie bisher immer der ICE einen weiten Bogen um die Buga-Stadt macht?

Manager Atilla Eren beruhigt: "Mit unserem Kader sind wir schon sehr, sehr weit." Warum bisher erst sechs Spieler für die kommende Saison bekannt gegeben wurden? "Das ist keine Hinhaltetaktik. Erst wenn die Verträge unterschrieben und der abgebende Verein die Freigabe erteilt hat, dürfen wir an die Öffentlichkeit gehen", erklärt Eren.

Die Adler trennen sich von acht Spielern

Heilbronns Kooperationspartner Adler Mannheim hat am Donnerstag erste Personalentscheidungen bekannt gegeben. Der frischgebackene deutsche Meister trennt sich von acht Spielern, darunter die Förderlizenzspieler Tim Bernhardt und Alex Lambacher. "Das kam für mich nicht überraschend", sagt Eren. Lambacher wird wohl zu einem DEL-Club wechseln, die Zukunft von Bernhardt ist offen. Aus Mannheim werden die Falken aber auch in der kommenden Saison starke Nachwuchsakteure bekommen.

"Die neuen Förderlizenzen werden die Adler in den nächsten Tagen vergeben", weiß Eren. An wen, ist relativ klar. Samuel Soramies, Tobias Möller, Valentino Klos, Pierre Preto und Louis Brune lauten die naheliegenden Namen. Alle haben bereits für die Falken auf dem Eis gestanden und ihre Qualität bewiesen.

Obwohl die Adler mit Chet Pickard auch einen Goalie in Richtung Wolfsburg ziehen lassen, wird die fünfte Förderlizenz wohl an Mirko Pantkowski gehen. "Mannheim wird noch einen Goalie verpflichten", ist Eren sicher. Die Falken waren auf dieser Position allerdings auch schon aktiv. "Wir haben einen mindestens ebenbürtigen, zweitligaerfahrenen deutschen Torhüter zu Pante verpflichtet."

Eine Lehre aus der Vorsaison

Das war eine Lehre aus der abgelaufenen Saison, in der weder Leon Frensel noch Florian Mnich adäquate Ersatzleute für das Mannheimer Toptalent waren. Neben einem Torhüter sind laut Eren noch zwei weitere Verpflichtungen sicher. Auch der U21-Spieler, den künftig jedes DEL-2-Team im Kader haben und mit einem 24-Monate-Ausbildungsvertrag ausstatten muss, ist bereits gefunden. "Das ist der freiwillige Beitrag der Zweitligaclubs zur deutschen Nachwuchsförderung", sagt Eren, der aber auch in diesem Fall noch keinen Namen nennen kann.

Ein Name, der neu in der Kaderliste der Löwen Frankfurt auftaucht, ist seit dem 1. Mai Roope Ranta. Der DEL-2-Topscorer verlässt ebenso wie Justin Kirsch und Kevin Lavallée die Falken. Zusammen sind das 190 Scorerpunkte in der abgelaufenen Saison gewesen. "Für uns zählen nicht nur die Punkte. Wichtig ist das Engagement des Einzelnen für die Mannschaft. Inwieweit macht ein Spieler das Team besser und spielt nicht nur für sich", erklärt Eren. Alle Neuverpflichtungen würden unter dieser Prämisse getätigt.

Zusammenarbeit soll fortgesetzt werden

Seinen Namen unter den vielleicht wichtigsten Personalvertrag für die kommende Saison hat jetzt offenbar auch Alexander Mellitzer endlich gesetzt. "Es gab noch ein paar arbeits- und versicherungsrechtliche Details zu klären", erklärt Eren die Hängepartie um den Trainervertrag. Die Fortsetzung der Zusammenarbeit soll noch in dieser Woche offiziell verkündet werden. Auch der Transferzug wird dann wie der ICE häufiger in Heilbronn Halt machen.

 


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