Chancen auf Gibson-Rückkehr stehen 50:50

Eishockey  Falken-Manager Atilla Eren hat einen Ersatzkandidaten für den rekonvaleszenten Greg Gibson in der Hinterhand. Gibson befindet sich nach seiner Gehirnerschütterung weiterhin in der kanadischen Heimat. Ob er in der neuen Saison in Heilbronn auf Torejagd gehen wird, ist ungewiss.

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Chancen auf Gibson-Rückkehr stehen 50:50

Rätselraten um die Zukunft von Greg Gibson bei den Falken.

Foto: Archiv/Veigel

36 Tore und 33 Assists hat Greg Gibson in seinem ersten Jahr für die Heilbronner Falken erzielt. Starke Zahlen eines DEL-2-Topspielers. Doch ob der 28-jährige Kanadier auch in dieser Saison nochmal für die Falken auf Torejagd gehen wird, ist fraglicher denn je.

Auf "50:50" beziffert Manager Atilla Eren die Chancen auf eine Rückkehr Gibsons, der an den Folgen einer Gehirnerschütterung leidet und sich derzeit in seiner Heimat einer Spezialtherapie unterzieht. "Es gibt nach wie vor keine endgültige Entscheidung", sagt Eren.

Für den Fall der Fälle sei der Club aber gewappnet. "Es gibt einen Plan B, so dass wir innerhalb kürzester Zeit reagieren und einen adäquaten Ersatz präsentieren könnten", versichert Eren. Kosten würden den Falken bei einer Vertragsauflösung mit Gibson nicht entstehen. Ende dieser Woche soll es ein Abschlussgespräch mit Gibson und dessen Berater Patrick Pilloni geben, bei dem entschieden wird, ob der Stürmer in den Flieger steigt und wie geplant am kommenden Dienstag in Heilbronn eintrifft.

Letzter Test am 3. September in der Schweiz

An diesem Tag wird sich der Rest des Teams auf den Weg in die Schweiz machen, wo an jenem 3. September um 20 Uhr in Küsnacht das letzte Saisonvorbereitungsspiel gegen die GKC Lions auf dem Programm steht. Eine ursprünglich angedachte Generalprobe am 6. September für die am 13. September beginnende DEL-2-Saison wird es definitiv nicht geben. "Das Training ist sehr hart. Fünf Vorbereitungsspiele genügen. In der letzten Woche vor dem Saisonstart wird es darum gehen, einen guten Mix aus Anstrengung und Regeneration zu finden", sagt Eren.

Bereits an diesem Freitag fliegt der Falken-Tross nach Manchester. Dort sind zwei Testspiele am Samstag (20 Uhr MESZ) und Sonntag (18.30 Uhr MESZ) gegen Manchester Storm aus der britischen Eliteliga (EIHL) geplant. Die 500.000-Einwohner-Stadt im Nordwesten Englands ist ja eher für ihre Fußballclubs United und City und weniger für Eishockey bekannt.

Willkommene Gelegenheit für außergewöhnliches Teamevent

"Wir hatten früher schon mal Kontakt mit den Clubverantwortlichen und sind eingeladen worden", erläutert Eren die Hintergründe für die Reise. Die Engländer übernehmen den Großteil der Flug- und Hotelkosten. "Insofern war das eine willkommene Gelegenheit für ein außergewöhnliches Teamevent", sagt Eren.

Das britische Eishockey ist im europäischen Vergleich zweitklassig, gemeinhin wird recht körperbetont gespielt. "Es dürften zwei ruppige Spiele werden, aber sicher zwei ernstzunehmende Tests", ist Eren überzeugt.

 


Stephan Sonntag

Stephan Sonntag

Autor

Stephan Sonntag arbeitet seit Oktober 2008 für die Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat wurde der gebürtige Westerwälder in die Sportredaktion übernommen. Dort ist er für Handball, Eishockey, Boxen und Rugby zuständig. 

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