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Wichtige Arbeiten am Neckarsulmer Unterbau

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Zweite Frauenmannschaft feiert den Wiederaufstieg in die Landesliga − Oberliga 2018 als Perspektive der Bundesligareserve

Von unserem Redakteur Dominik Knobloch
So sehen Sieger aus: (hintere Reihe v. l.) Volker Häberlen, Larissa Krebs, Lena Cartos, Lena Schäfer, Victoria Hays, Nadja Mössinger, Jessica Baumgart, Lisa Hanak, Maike Grosser, Benjamin Koch; (vordere Reihe v. l.) Melanie Knipfer, Nina Wieland, Denise Bauer, Sina Häberlen, Elena Kübler und Lena Halupka.Foto: privat
So sehen Sieger aus: (hintere Reihe v. l.) Volker Häberlen, Larissa Krebs, Lena Cartos, Lena Schäfer, Victoria Hays, Nadja Mössinger, Jessica Baumgart, Lisa Hanak, Maike Grosser, Benjamin Koch; (vordere Reihe v. l.) Melanie Knipfer, Nina Wieland, Denise Bauer, Sina Häberlen, Elena Kübler und Lena Halupka.Foto: privat

Die vorzeitige Meisterschaft genießen die Neckarsulmer Bezirksliga-Frauen. Das ist ihr Verdienst, denn nicht nur die Leistung der vielen jungen Spielerinnen ist beachtlich. Doch: Allzu lange dürfen die Feierlichkeiten nicht andauern, denn die zweite Mannschaft der Sport-Union muss noch weiter nach oben. Am besten in die Oberliga.

Denn der ersten Mannschaft ist der Aufstieg in Deutschlands beste Liga kaum noch zu nehmen. Und als Erstligist muss bei Neckarsulm auch der Unterbau stimmen, sonst könnte es zu Sanktionen des Deutschen Handballbundes (DHB) kommen. Der will verhindern, dass sich ein Bundesligist nur mit Ausländerinnen verstärkt und die eigene Nachwuchsarbeit vernachlässigt.

Vorgaben "Die Bundesligisten brauchen ein Jugendzertifikat. Dafür müssen die A-Juniorinnen in der Jugend-Bundesliga spielen, die B- und C-Juniorinnen in der höchsten regionalen Liga", sagt Christoph Wendt, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga der Frauen (HBF). Bis zur Saison 2018/19 müsse dies bei der Sport-Union auf alle drei Teams zutreffen. Die Neckarsulmer sind sich sicher, dies durch die gute Jugendkooperation mit der SG Degmarn/Oedheim in der gemeinsamen JSG Neckar/Kocher zu erreichen, versichert Abteilungsleiter Alfred Bauer. Gelingt das nicht, könnte eine Zahlung von einem Prozent des Bruttolohnes aller Erstliga-Spielerinnen und Trainer, mindestens aber 3500 Euro fällig werden.

Für die zweite Mannschaft schreibt die HBF einen Einsatz in der vierthöchsten Liga vor, im Neckarsulmer Fall also die Oberliga. Bis wann diese Vorgabe zu erreichen ist, wird noch endgültig geklärt. Laut Christoph Wendt könne es aber durchaus sein, dass es dafür keine Übergangsfrist gibt. Auch Bauer weiß: "Wir müssen uns mit der Zweiten so aufstellen, dass wir weiter konkurrenzfähig sind." Dafür werde man sich verstärken. Denn die Landesliga soll nur eine Zwischenstation sein: "Bis 2018 wollen wir in die Oberliga. Und ich bin zuversichtlich, dass wir es schaffen können." Das hofft er nicht nur wegen der drohenden Sanktionen.

Der Abteilungsleiter möchte zudem nicht, dass die vielversprechenden Talente die Sport-Union nach der A-Jugend verlassen, weil der Sprung in den Bundesliga-Kader zu groß und die zweite Mannschaft keine anspruchsvolle Alternative ist. Es sei aber nicht leicht, mit der schnellen Entwicklung der ersten Mannschaft Schritt zu halten. Gerne blicken die Neckarsulmer dabei nach Bietigheim. Die Bundesligareserve spielt bei den Bietigheimerinnen in der 3. Liga − eine Konstellation, die sich auch Neckarsulm wünscht.

Potenzial Dass Potenzial im Neckarsulmer Kader steckt, haben die künftigen Landesliga-Frauen in dieser Runde bewiesen. Trotz schmerzlicher Ausfälle dreier Leistungsträgerinnen aus der B-Jugend, gab die Sport-Union nur zwei Spiele verloren und gewann die restlichen 16 größtenteils extrem deutlich.

Auch das 39:13 am Sonntag gegen Bad Wimpfen war eine klare Sache. Zurecht feierten die Neckarsulmerinnen zwei Spieltage vor Rundenabschluss den Titel. Es war eine gelungene Einstandssaison von Trainer Benjamin Koch. Und doch hat die Arbeit für ihn erst begonnen.

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