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Weinsberg plant den nächsten Spitzenreiter-Sturz

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Der TSV Weinsberg empfängt am Samstagabend Oberliga-Tabellenführer VfL Waiblingen. Es gibt ein Wiedersehen mit alten Bekannten.

Timon Ströbel und der TSV wollen ihren Lauf fortsetzen. Foto: Archiv
Timon Ströbel und der TSV wollen ihren Lauf fortsetzen. Foto: Archiv  Foto: Berger, Mario

Das neue Jahr ging für Oberligist TSV Weinsberg perfekt los. Erst entthronte das Team von Trainer Oliver Heß den damaligen Spitzenreiter TV Plochingen mit einem 36:23-Auswärtscoup. Vergangenen Samstag feierte der TSV einen 35:25-Kantersieg gegen den TV Weilstetten.

Kein Wunder, dass der amtierende Tabellenführer VfL Waiblingen vor seinem Gastspiel am Samstag (20 Uhr) in der Weibertreuhalle schon gehörig zittert. Denn schon im Hinspiel in eigener Halle zog der Aufsteiger mit 23:30 den Kürzeren. Obwohl Neuling war das Team von Trainer Tim Baumgart aber schon vor Saisonbeginn zum Favoritenkreis gezählt worden.

Wer zittert vor wem?

"Waiblingen spielt bisher eine überragende Runde, ist seit zwölf Spielen ungeschlagen. Insofern glaube ich nicht, dass die vor uns zittern", sagt Heß. Unabhängig davon, wer vor wem zittert, wird es in jedem Fall ein großes Wiedersehen mit alten Bekannten geben. Marc Leinhos und Alexey Prasolov haben mehrere Jahre das Trikot der Weinsberger getragen. Evgeni Prasolov und Sascha Laurenz sind als frühere Spieler des TSB Horkheim in der Region ebenfalls bestens bekannt.

Mit dem früheren Kornwestheimer Axel Steffens verfügen die Tigers zudem über einen erfahrenen Spielmacher. "Die Waiblinger verteilen ihre Treffer auf viele Schultern. Daher sind sie aus meiner Sicht von allen Teams der Liga am besten in der Lage, Ausfälle zu kompensieren", sagt Heß.

Die in der Hinrunde von vielen Verletzungen geplagten Weinsberger spielen seit Jahresbeginn nahezu in Bestbesetzung. Einzig Jan König ist noch nicht fit, "trainiert aber wieder mit", wie Oliver Heß verrät. "Bei ihm schauen wir von Woche zu Woche."

Der nahezu volle Kader ist sicher ein Grund für den starken Start ins neue Jahr. "Wir haben am 2. Januar das Training wieder aufgenommen. Vom ersten Tag an lief der Ball bei uns wie geschmiert. Wir schaffen es gerade, unsere individuelle Qualität voll ins Mannschaftsspiel zu bekommen", ist Heß selbst ein wenig überrascht. Die guten Trainingsleistungen setzte sein Team nämlich nahtlos in den beiden Ligaspielen fort.

Viel Selbstvertrauen getankt

Doch nicht nur vorne flutschte es mit 36 und 35 Treffern, auch hinten war der TSV stark wie lange nicht. "23 Gegentore in Plochingen, 25 gegen Weilstetten - das sind sehr gute Werte. Wir haben viel Selbstvertrauen getankt", sagt Heß. Fünf Mal hintereinander ist sein Team nun ungeschlagen. "So ein Flow tut uns gut. Den hatten wir in der Hinrunde einfach nicht."

Ungünstig für die Weinsberger ist nur, dass das Oberliga-Spiel parallel zum WM-Hauptrundenspiel der deutschen Mannschaft gegen die Niederlande stattfindet. "Das konnten wir bei der Saisonplanung leider nicht absehen. Die Stimmung in der Halle ist aber in jedem Fall besser, als zu Hause vor dem Fernseher", wirbt Heß für den Besuch vor Ort.

 

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