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Schweikardts letztes TSB-Spiel

Nicht nur die Drittligasaison 2021/22 endet beim TSB Horkheim am Samstagabend, sondern auch die dreijährige Amtszeit von Trainer Michael Schweikardt.

Andreas Öhlschläger
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Lesezeit 2 Min
Schweikardts letztes TSB-Spiel
Michael Schweikardt als engagierter Mann neben dem Spielfeld − hier in der Römerhalle, wo gespielt wurde, als die Stauwehrhalle ein Corona-Impfzentrum war. Foto: Veigel  Foto: Veigel, Andreas

Ein Spiel noch, ein allerletztes. Dann ist Schluss. Nicht nur die Drittligasaison 2021/22 endet beim TSB Horkheim am Samstagabend, sondern auch die dreijährige Amtszeit von Trainer Michael Schweikardt. Der frühere Bundesligaprofi konzentriert sich künftig auf seinen Job beim Erstligisten TVB Stuttgart. Dort ist er fürs Scouting und die Anschlussförderung junger Spieler zuständig.

"Ganz klar: Wehmut ist schon vorhanden", sagt Schweikardt vor seinem Abschied vom TSB. "Eben auch wegen der persönlichen Verbindungen zu den Leuten hier in Horkheim. Es ist ja so, dass ich gerne mit den Spielern und gerne im Verein gearbeitet habe."

Horkheimer Spaßfaktor war zuletzt reduziert

Allerdings war der Spaßfaktor zuletzt reduziert. Fünf Spiele gab es im Rennen um einen Platz im DHB-Pokal. Und fünf Horkheimer Niederlagen. Schweikardt sagt: "Wenn man eine sportlich so schlechte Phase hat wie wir momentan, dann kann ich es nicht verheimlichen, dass ich auch froh bin, wenn diese Pokalrunde ein Ende hat."

An diesem Samstag (20 Uhr) kommt zum Abschluss der TuS Fürstenfeldbruck in die Stauwehrhalle. Die Bayern haben sich das Pokalticket bereits gesichert. Ungeschlagener Tabellenführer in der Gruppe E ist zwar der HC Erlangen II, der ist allerdings im Pokal nicht teilnahmeberechtigt.

Von Corona gestoppt

Michael Schweikardts Jahre beim TSB Horkheim waren geprägt von der Coronavirus-Pandemie. "Wir haben ein gutes erstes Jahr gespielt, haben da noch in Fürstenfeldbruck gewonnen und hätten in Richtung der Plätze drei, vier landen können. Aber dann sind wir von Corona gestoppt worden", bilanziert der Trainer die Vergangenheit. "Das zweite Jahr war dann ein Corona-Chaosjahr. Da haben wir am Schluss versucht, den Zuschauern in der Aufstiegsrunde zur 2. Liga was zu bieten, sind aber als TSB Horkheim definitiv an unsere Grenzen gestoßen. Und dieses Jahr hatten wir sehr oft Probleme mit wichtigen Spielern, die in wichtigen Spielen gefehlt haben. Sonst wäre in der Hauptrunde der eine oder andere Platz besser drin gewesen."

Zuletzt gab es geballten Frust. "Die Pokalrunde plätschert leider so ein bisschen vor sich hin. Aber auch da gab es störende Umstände bei uns. Dann müssen wir einfach anerkennen, dass andere Mannschaften besser sind als wir", urteilt der Horkheimer Trainer.

Fürstenfeldbruck-Spiel als Highlight

Doch es gab ja auch Höhepunkte in Schweikardts Zeit beim TSB. "Ich weiß nicht, ob ich da ein Ereignis herausheben kann. Vielleicht tatsächlich das Spiel in Fürstenfeldbruck kurz vor dem Corona-Lockdown." An diesem Tag, es war der 7. März 2020, hatte Michael Schweikardt Geburtstag. "Und Fürstenfeldbruck hatte zu diesem Zeitpunkt 44:4 Punkte beisammen. Wir haben sie aber in toller Manier besiegt, das war ein Highlight."

Mit 32:29 setzte sich der TSB Horkheim damals beim souveränen Tabellenführer durch. Schon im Hinrunden-Heimspiel hatte Schweikardts Mannschaft den Liga-Dominator der Spielzeit 2019/20 bezwungen - nun aber hält sich der Optimismus vor dem aktuellen Aufeinandertreffen mit dem TuS Fürstenfeldbruck in Grenzen. "Wir probieren es, wie in den letzten Wochen auch", sagt Michael Schweikardt. "Die Mannschaft ist allerdings schon sehr niedergeschlagen nach unserer Niederlagenserie, wie ich als Trainer auch. Jetzt schauen wir mal, ob wir den Spaß am Handballspielen fürs letzte Spiel zurückgewinnen. Gerade auch für alle Spieler, die aufhören oder weggehen, wäre es sehr schön, wenn wir zum Abschluss einen Sieg feiern."

Schweikardt verlässt den TSB auch mit einem lachenden Auge. "Mir gefällt es, wenn sich Spieler und Menschen weiterentwickeln. Da gibt es den einen oder anderen, bei denen das toll geklappt hat und für die dann hoffentlich in der 3. Liga nicht Schluss sein wird."

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