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Junioren-Nationalspieler für den TSB Horkheim

Oskar Neudeck von Bundesligist Frisch Auf Göppingen erhält ein Zweitspielrecht beim Drittligisten TSB Horkheim. Trainer Dragos Oprea freut sich über den "riesigen Gewinn".

Stephan Sonntag
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Lesezeit 2 Min
Junioren-Nationalspieler für den TSB Horkheim
Hat richtig viel Dampf in seinem rechten Arm: Oskar Neudeck vom Bundesligisten Frisch Auf Göppingen verstärkt den TSB Horkheim in der kommenden Saison im Rückraum. Foto: imago-images/Andreas Gora  Foto: Andreas Gora via www.imago-images.de

Ein erfolgreiches Konzept wird beim TSB Horkheim in der kommenden Saison um ein weiteres Kapitel erweitert. Nach Daniel Rebmann, Tobias Gehrke, Felix Weißer und Felix Zeiler wird mit Oskar Neudeck ein fünfter Spieler von Bundesligist Frisch Auf Göppingen mit Zweitspielrecht für den Heilbronner Drittligaclub auflaufen. "Das ist eine Win-Win-Win-Situation", sagt TSB-Ressortleiter Michael Löbich und erklärt: "Der Spieler bekommt mehr Spielpraxis, entwickelt sich mit Blick auf eine Bundesligakarriere in Göppingen weiter und ist für uns ein sportlicher Gewinn."

Teilnahme an der U20-EM in Portugal

In die bereits seit dem 4. Juli laufende Saisonvorbereitung des TSB wird der 20-jährige Rechtshänder erst später einsteigen. Zurzeit befindet sich das 1,92 Meter große Göppinger Eigengewächs noch in Portugal. Allerdings nicht im Urlaub, sondern mit der U20-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft. Dort verlor das Team von Trainer Martin Heuberger am Freitag das erste Platzierungsspiel mit 32:35 gegen Ungarn und spielt am Sonntag gegen Dänemark um Rang sieben.

In seiner Abwesenheit haben die TSB-Verantwortlichen Löbich und Marco Starz die Weichen für das Zweitspielrecht gestellt. "Wir sind gemeinsam nach Göppingen gefahren und waren uns mit dem Sportlichen Leiter Christian Schöne und Oskars Vater schnell einig", sagt Löbich. Dass zur neuen Saison mit Dragos Oprea ein hochdekorierter Göppinger Bundesligaspieler als Cheftrainer auf der Horkheimer Bank sitzt, war bei den Verhandlungen sicher nicht von Nachteil. Zudem hat der TSB in den vergangenen Jahren bewiesen, dass er Talente weiterentwickeln und näher an die Handball-Bundesliga heranführen kann.

Keine Stammplatzgarantie vom Trainer

Während Neudeck im Göppinger Bundesligateam zumeist als Linksaußen zum Einsatz kam, ist er beim TSB im linken Rückraum eingeplant. "Ich sehe ihn als Rückraumspieler", sagt Oprea. Und vor allem auch als Abwehrspieler. "Oskar ist für uns ein riesiger Gewinn. Gerade was er aus Göppingen an Erfahrung und Härte in der Abwehr mitbringt, ist für mich der entscheidende Punkt", betont Oprea.

Ebenfalls wichtig für den Drittligisten: Das Erstzugriffsrecht auf den Spieler besitzen die Horkheimer. Neudeck wird alle Trainingseinheiten mit dem TSB absolvieren und nur zusätzlich in Göppingen mittrainieren. Eine Stammplatzgarantie gibt es für den Junioren-Nationalspieler indes nicht. "Bei mir spielen keine Namen, sondern allein die Leistung ist ausschlaggebend. Auch Oskar muss sich seinen Platz im Team erarbeiten", sagt Oprea.

Grundlagentraining zum Beginn der Vorbereitung

Arbeit ist ohnehin das Stichwort der ersten beiden TSB-Trainingswochen. Eine Sporthalle von innen haben die Spieler bisher kaum gesehen. Die fünf bis sechs Einheiten pro Woche wurden bisher im Heilbronner Wald, auf dem Fleiner Sportplatz oder auf Oedheimer Sand absolviert. "Wir durften dankenswerter Weise auf dem Beachhandball-Feld der SG trainieren", erklärt Oprea.

Der Handball wird erst in der kommenden Woche verstärkt zum Einsatz kommen. Dann heißt der Trainingsort wieder häufiger Horkheimer Stauwehrhalle. "Von den jetzt gelegten konditionellen Grundlagen zehren wir bis Weihnachten. Die Jungs haben bisher mit großer Leidenschaft mitgezogen. Wenn bei aller Anstrengung noch ein Lächeln im Gesicht steht, dann läuft es richtig", sagt Oprea.

Begabter Leichtathlet

Lange fuhr Oskar Neudeck in sportlicher Hinsicht zweigleisig. Denn der Handball-Juniorennationalspieler war auch ein begabter Leichtathlet. Für seinen Verein LG Filstal wurde er 2017 deutscher Mehrkampfmeister und 2019 deutscher Hallenmeister im Speerwurf mit 65,98 Metern. Und das ohne jedes Training, wie er hinterher gestand. Oskars Zwillingsburger Felix ging den anderen sportlichen Weg und entschied sich für die Leichtathletik und gegen den Handball. son

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