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Handball-Training: Nationalspieler Heymann zum Anfassen

Der Horkheimer Handballer Sebastian Heymann und sein Göppinger Vereinskollege Marcel Schiller sind beim Training mit Grundschülern dabei gewesen.

Stephan Sonntag
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Lesezeit 2 Min
Nationalspieler Heymann zum Anfassen
Schere, Stein, Papier: Wer verliert, muss einige Hampelmänner machen.  Foto: DHB/Christian Klein

Sich den Fragen von Grundschülern zu stellen, ist oft schwieriger, als denen von Medienvertretern. "Die Frage, was ich verdiene, kommt eigentlich immer", war sich Sebastian Heymann schon vorher sicher. Doch ebendiese Frage stellten die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Hochberg am Dienstagmittag gar nicht. Der Handball-Nationalspieler aus Horkheim war mit seinem Göppinger Teamkollegen Marcel Schiller im Rahmen des AOK-Star-Trainings zu Gast in dem Remsecker Teilort.

Hausstaub-Allergie bei Heymann

Dafür löcherten die Kinder die beiden Profis mit reichlich anderen ungewöhnlichen Fragen, beispielsweise mit welchen Allergien das Duo zu kämpfen hat. "Ich bin allergisch gegen Hausstaub", verriet Heymann. "Ich habe Heuschnupfen und wahrscheinlich noch ein paar andere Allergien, auf die ich mich bisher aber nicht habe testen lassen", gestand Schiller.

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Von großem Interesse für den etwaigen Handball-Nachwuchs waren auch die Essgewohnheiten der Stars. "Wir haben in Göppingen einen Lieblings-Italiener, bei dem wir uns nach einem Spiel gerne mal eine Pizza gönnen", sagte Heymann. Auch bei einem Döner greift der 24-Jährige gerne mal zu. Zudem hat er Schuhgröße 48 und trinkt am liebsten Johannisbeerschorle.

Die Schulter schmerzt noch

Nationalspieler Heymann zum Anfassen
Nationalspieler Sebastian Heymann (rechts) gibt bei seiner Star-Training-Premiere in der Grundschule Hochberg eine gute Figur ab.  Foto: DHB/Christian Klein

Die Fragerunde plus Autogrammstunde bildete aber nur den Abschluss der Veranstaltung. Zuvor lernten die Kinder den spielerischen Umgang mit dem Handball - prellen, passen und werfen. Die Nationalspieler immer mittendrin. "Das macht einfach Spaß und passte gut rein. Wir sind 45 Minuten von Göppingen hergefahren und haben erst später Training", sagte Sebastian Heymann.

Im Bundesliga-Endspurt ist der Rückraumlinke weiterhin zuvorderst als Abwehrspieler gefragt. Die entzündete Schulter beschränkt ihn auf Defensivaufgaben. "Das hat zuletzt ja auch gut geklappt, aber ich will schon unbedingt wieder im Angriff spielen. Im Training geht es, aber danach habe ich schon Schmerzen", sagte Sebastian Heymann. Als Tabellenfünfter ist Göppingen auf Kurs Europapokalplatz. Am Donnerstag (19.05 Uhr) geht es zum schweren Auswärtsspiel nach Flensburg.

Ausbildung zum Versicherungskaufmann

Im ernsten Profi-Alltag kann so eine Dosis kindliche Unbekümmertheit wohltun und noch einmal vergegenwärtigen, was den eigenen Beruf ausmacht: Spaß an Bewegung, Spaß am Spiel und mit dem Ball. "Natürlich braucht man ein bisschen Talent, aber vor allem ganz viel Spaß am Handball, um Profi zu werden", erklärte Heymann den Kindern, gab aber auch zu: "Es gehört natürlich auch viel, viel harte Arbeit dazu."

Nationalspieler Heymann zum Anfassen
Nationalspieler Marcel Schiller ist selbst Vater von zwei Kindern.  Foto: DHB/Christian Klein

Sichtlich nachdenklich machte ihn die Frage, ob er schon mal überlegt hätte, mit dem Handball aufzuhören. "Als ich wegen meiner schweren Verletzung fast ein Jahr nicht spielen konnte, habe ich mir schon Gedanken gemacht, ob ich wieder dahin kommen kann, wo ich mal war", gab Heymann zu. Das war sicher auch ein Grund dafür, dass er eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann begann.

Eine Profisport-Karriere birgt unwägbare Risiken. Wie nicht zuletzt die Frage nach dem Verdienst. "Ich sage dann immer, dass ich mir jederzeit beim Bäcker eine Brezel kaufen kann", antwortete Sebastian Heymann dann doch noch.

 
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