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Derby sorgt noch mal für Horkheimer Motivationsschub

Die DHB-Pokalrunde ist für den TSB Horkheim bislang sehr erfolglos verlaufen. Doch im Derby beim HC Oppenweiler/Backnang soll es Punkte geben. Wie wichtig das Spiel ist, zeigt die Geheimniskrämerei von Trainer Michael Schweikardt.

Andreas Öhlschläger
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Lesezeit 2 Min
Derby sorgt noch mal für Horkheimer Motivationsschub
Sven Grathwohl, der Stammtorwart des TSB, kann sich nicht in Action aus dem Horkheimer Trikot verabschieden. Die Schulter ist zu sehr lädiert.  Foto: Berger, Mario

Die Saison austrudeln lassen? Nein, sicher nicht. "Das ist jetzt noch mal ein Spiel, in dem es einfach wird, die Motivation richtig hoch zu halten", sagt Michael Schweikardt, der Trainer des TSB Horkheim. "Das Derby kommt zu einem guten Zeitpunkt."

Zwar haben die Drittliga-Handballer des TSB alle vier bisherigen Spiele in der DHB-Pokalrunde verloren, mit 0:8 Punkten stehen sie auf dem letzten Tabellenplatz, doch beim HC Oppenweiler/Backnang geht es am Samstagabend (20 Uhr) ums Prestige. Das Heimspiel in der Stauwehrhalle haben die Horkheimer knapp mit 31:33 verloren. Jetzt wäre eine Revanche beim Nachbarn allemal ein schönes Erlebnis.

Der Trainer macht ein Geheimnis um die Aufstellung

Wie ernst Michael Schweikardt diese Begegnung nimmt, kann man allein schon daran erkennen, dass er um die Aufstellung ein großes Geheimnis macht.

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Der Horkheimer Handballer Sebastian Heymann und sein Göppinger Vereinskollege Marcel Schiller sind beim Training mit Grundschülern dabei gewesen.

Von "drei Erkältungsproblemen im Team" ist die Rede, aber Namen nennt der Horkheimer Trainer nicht. Er spricht auch davon, dass "jemand privat verhindert" sei. Doch auch hier muss unklar bleiben, wer gemeint ist.

Sven Grathwohl wird kein Spiel mehr für den TSB machen

"Ich würde es sehr gerne geheim halten", sagt Schweikardt. Der Rivale aus Oppenweiler soll sich auf nichts einstellen können. Vollkommen klar ist immerhin, dass Torwart Sven Grathwohl nicht spielen wird. Nicht in der Gemeindehalle von Oppenweiler und auch nicht eine Woche später, im allerletzten Spiel der Pokalrunde, wenn der TSB Horkheim zu Hause den TuS Fürstenfeldbruck empfängt, der sich das Ticket für den DHB-Pokal schon jetzt gesichert hat.

Die Schulterverletzung des Torwarts macht es unmöglich, in dieser Saison noch einmal aktiv zu werden. Das ist doppelt bitter, denn Grathwohl wird nie wieder ein Spiel im Trikot des TSB bestreiten. Er macht Schluss, das war schon länger bekannt.

Das Problem der Horkheimer: Sie strotzen aktuell nicht vor Selbstvertrauen

"Das ist so natürlich ein richtig abruptes Karriereende", sagt Michael Schweikardt mit einem Unterton des Bedauerns in der Stimme. "Es ist sehr schade, dass es keinen richtigen Abschied im vollen Einsatz gibt. Aber der Arzt hat gesagt, er soll da nichts riskieren."

Im Derby beim HCOB wollen die Horkheimer Spieler zeigen, dass sie bislang unter Wert weggekommen sind. "Wir haben in der Tabelle zwar vier Niederlagen stehen, aber wir sind nicht weit weg von den anderen Mannschaften, ganz grundsätzlich", sagt Trainer Schweikardt. "Unser Problem ist, dass wir momentan nicht vor Selbstvertrauen strotzen. Es läuft alles nicht wirklich leicht von der Hand."

Aber im Nachbarschafts-Duell mit Oppenweiler hält der Horkheimer Trainer alles für möglich. "Wenn wir einen guten Tag haben, dann können wir die schlagen." Auch der HCOB hat in der DHB-Pokalrunde nicht das Erhoffte geleistet. Es gab in vier Spielen nur einen Sieg, den Auswärtssieg in der Horkheimer Stauwehrhalle.

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