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Der Ex-Horkheimer Marcel Lenz schießt den TSB ab

Marcel Lenz, Linksaußen des HC Oppenweiler/Backnang, ragt im Derby beim 31:38 des TSB Horkheim mit 16 Toren gegen seinen Ex-Verein heraus. Der TSB will jetzt noch einmal Kräfte bündeln.

Andreas Öhlschläger
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Lesezeit 2 Min
Der Ex-Horkheimer Marcel Lenz schießt den TSB ab
Nick Fröhlich, hier im Heimspiel gegen den HC Oppenweiler/Backnang, erzielte im Auswärts-Derby zwölf Tore für den TSB Horkheim. Foto: Andreas Veigel  Foto: Veigel, Andreas

Wieder nichts, wieder keine Punkte, nicht mal einen. Wieder eine Niederlage für den TSB Horkheim. Die fünfte im fünften Spiel der DHB-Pokalrunde. Im Derby beim HC Oppenweiler/Backnang, dem Tabellenvorletzten der Gruppe E, unterlag Michael Schweikardts Mannschaft mit 31:38 (15:14). Am Schluss war es eine ganz klare Sache. "Wenn man 38 Tore schießt, siegt man auch verdient", sagte Schweikardt über den Drittliga-Nachbarn HCOB. "Wir haben gute Phasen, schaffen es aber nicht, das über längere Zeit konstant zu halten."

TSB gab mächtig Gas

Ihre beste Phase hatten die Horkheimer Mitte der ersten Halbzeit. Nach einem 4:7-Rückstand in der zehnten Minute gab der TSB Horkheim im Prestigeduell am Samstagabend mächtig Gas. In der 19. Minute lag Michael Schweikardts Mannschaft mit 10:7 vorne. Sechs TSB-Tore gab es in Folge. Keines vom HCOB. Doch beim 12:12 (26.) war in der engen Gemeindehalle von Oppenweiler alles wieder offen.

Das lag ganz wesentlich an Linksaußen Marcel Lenz, der bis dahin neun der zwölf HCOB-Tore erzielt hatte. Der frühere Horkheimer war heiß. Er hört auf mit dem Handball, um eine Weltreise zu machen, es war sein vorletztes Spiel. Mitte August soll es losgehen mit dem großen Trip. "Geplant ist, dass es wirklich ein komplettes Jahr wird, und dass mein erster Anlaufpunkt Kuba sein wird. Aber sonst habe ich keine Eckpunkte festgelegt, nichts gebucht, ich will mich treiben lassen." Lenz wird dem HCOB sehr fehlen. Am Ende erzielte er 16 Tore gegen seinen Ex-Verein, darunter vier Siebenmeter.

Auf Drittliga-Niveau ist Lenz einer der Besten überhaupt

"Ich kenne Marcel seit seiner Jugend, er ist ja auch in Bittenfeld aufgewachsen", sagte Michael Schweikardt. "Ich bin immer der Meinung gewesen, dass er locker auch Zweitliga-Handballer hätte sein können - und zwar über eine lange Zeit. Auf Drittliga-Niveau ist er einer der Besten überhaupt."

Zur Pause lag der TSB Horkheim mit 15:14 in Führung. Aber dann gab es zu Beginn der zweiten Halbzeit eine ganz schlechte Phase. Binnen vier Minuten lag Schweikardts Team mit 15:18 zurück. Nach der Pause habe man "das Ding in die Hand genommen", sagte Oppenweilers Trainer Matthias Heinecke. Von diesem 0:4-Tore-Fehlstart erholten sich die Horkheimer nicht mehr. Über 17:23 (40.) und 26:29 (48.) ging es dem Ende entgegen. Näher als drei Tore Rückstand, mehrfach Mitte der zweiten Halbzeit, kam der TSB nicht heran. Beim 31:38 war dann Schluss.

Nach dem Heimspiel am kommenden Samstag ist dann Schluss

"Wir haben nicht so einen breiten Kader wie andere Mannschaften in der Pokalrunde", sagte Michael Schweikardt nach der Derby-Enttäuschung vor 500 Zuschauern in Oppenweiler.

Für den TSB waren Nick Fröhlich mit zwölf Toren, darunter vier Siebenmeter, und Luis Foege (neun Treffer) die besten Werfer. "Jetzt gilt es, nochmal Kräfte zu sammeln und Kräfte zu bündeln", so Schweikardt. Der Horkheimer Trainer wünscht sich einen positiven Abschluss im allerletzten Spiel. Am kommenden Samstag geht es in der heimischen Stauwehrhalle gegen den TuS Fürstenfeldbruck. Danach ist die Saison vorbei.

TSB Horkheim: Hölzl, Schultz - Mönch (2), Reichert (1), Grosser (2), Kuhnle, Heß, Foege (9), Matusik, Bohnenstengel (1), Uhl (2), Starz (1), Fröhlich (12/4), Levak (1). Bester Werfer HCOB: Lenz (16/4). Zeitstrafen: 3 - 3. Siebenmeter: 5/4 HCOB - 4/4 TSB. Zuschauer: 500.

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