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Tore satt beim Vorbereitungstest von TSV Bönnigheim und SG Schozach-Bottwartal

Gute Defensiv-Arbeit trotz 66 Toren: Die neuen Trainer des TSV Bönnigheim und der SG Schozach-Bottwartal testen beim 38:28-Erfolg der SG ihre Abwehrformationen. Nachbessern wollen beide Teams noch beim Personal.

Nils Buchmann
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Lesezeit 2 Min
Tore satt beim Vorbereitungstest von TSV Bönnigheim und SG Schozach-Bottwartal
Bönnigheims Linksaußen Jasmina Welz war eine der Protagonistinnen, als sich der TSV nach einem Negativlauf wieder zurück ins Spiel arbeitete.  Foto: HELMUT MELCHERT

Zufrieden waren sie beide. Sowohl Bönnigheims Trainer Sven Bühler als auch sein Konterpart bei der SG Schozach-Bottwartal, Rouven Korreik, waren in weiten Teilen angetan von dem, was ihre Spielerinnen im Testspiel am Freitagabend in der Bönnigheimer Sporthalle gezeigt hatten. Der 38:28 (17:11)-Erfolg von Zweitliga-Aufsteiger Schozach-Bottwartal war zwar angesichts der spielerischen Vorteile verdient, aber inmitten der Saisonvorbereitung auf beiden Seiten freilich auch nur eine Randnotiz.

Rouven Korreik hat gute Bedingungen vorgefunden

Wie die SGSB wird auch der TSV Bönnigheim als Drittliga-Aufsteiger ab September auf neuem, klassenhöheren Terrain unterwegs sein. Darüber hinaus eint beide Mannschaften auch der Wechsel auf dem Cheftrainer-Posten. "Absolut zufrieden" sei er bis jetzt, versicherte Rouven Korreik im Rahmen des Testspiels. Das träfe gleichermaßen auf das Miteinander im Verein wie auf die Arbeit mit der Mannschaft zu. "Wir verlangen gerade ziemlich viel von den Mädels und sind taktisch teilweise am Limit", berichtete Korreik. Doch bislang sei man gut im Vorbereitungs-Zeitplan.

Beim Zehn-Tore-Erfolg gefiel ihm vor allem die Arbeit seiner Defensive. "Mit unserer neuen Abwehrformation haben wir einen riesen Schritt gemacht", urteilte der 46-Jährige. "Das war das, was wir sehen wollten und was wir bislang auch viel trainiert haben."

Bönnigheim noch zu fehleranfällig

In der Tat provozierte sein Team zahlreiche einfache Ballverluste und Abspielfehler bei den Bönnigheimerinnen, die darüber hinaus nach Gegenstößen dann auch recht häufig im TSV-Tor landeten. "Definitiv ist unsere Fehlerquote da noch zu hoch", gestand TSV-Coach Sven Bühler. "Da merkt man den Qualitätsunterschied; wir konnten diese Bälle nicht immer verteidigen." Gänzlich unzufrieden war Bühler allerdings nicht: "Wir haben vor allem unsere 3:2:1-Abwehr gut gezeigt", resümierte er.

Auch sein Gegenüber Rouven Korreik bemerkte, dass seine Spielerinnen gegen die offensive TSV-Deckung zu wenige Lösungen gefunden hatten. Die hohe körperliche Belastung der offensiven Verteidigung steckten die Bönnigheimerinnen bereits gut weg. Auch nach einem zwischenzeitlichen 13:5-Lauf der SGSB kämpfte sich der TSV wieder zurück. In der Offensive waren in Hälfte eins die variablen Anspiele an den Kreis ein probates Mittel zum Torerfolg. Ob damit auf beiden Seiten die Stärken und Schwächen bereits ausgemacht sind, bleibt rund zwei Monate vor dem Saisonstart freilich noch abzuwarten.

Gerullis droht lange auszufallen

Während sich die Mannschaften auf der Platte in Sachen Einsatzfreude in wenig nachstanden, war Bühler an der Seitenlinie der aktivere Trainer. Er coachte, gab Anweisungen und forderte Ballwechsel ein. Korreik hingegen war vielmehr in beobachtender Rolle unterwegs und gab nur vereinzelt Kommandos an seine Spielerinnen weiter.

Was beide hingegen neben ihrer Zufriedenheit eint, ist die Suche nach personeller Verstärkung. Die SGSB hält weiterhin die Augen nach einer Außenspielerin offen, der TSV muss nach der wohl langwierigeren Verletzung von Kathrin Gerullis auf der Position zwischen den Pfosten nachlegen. Am Mittwoch werde eine ärztliche Untersuchung am lädierten linken Knie Klarheit über die Ausfallzeit geben, sagt Sven Bühler: "Es sieht jedoch nicht gut aus." Die 19-jährige Jette Hamann spielte als Neuzugang und mangels Alternativen 60 Minuten durch, was aber keine Dauerlösung sein kann.

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