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SGSB-Frauen stellen Weichen in Richtung 2. Liga

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Die Bewerbung um die Zweitliga-Lizenz läuft. Sina Klenk und Rena Keller haben ihre Verträge verlängert. Als Kaufmann-Ersatz kommt Julia Bauer von der TG Nürtingen.

von Dominik Knobloch
Sina Klenk hängt noch eine letzte Saison bei Schozach-Bottwartal ran. Diese möchte die Abwehrchefin in der 2. Liga bestreiten.
Sina Klenk hängt noch eine letzte Saison bei Schozach-Bottwartal ran. Diese möchte die Abwehrchefin in der 2. Liga bestreiten.  Foto: Veigel, Andreas

Eigentlich war das Karriere-Ende schon beschlossen. Zumindest im Kopf von Sina Klenk. "Mein Abschied war so gut wie sicher", sagt die Abwehchefin der SG Schozach-Bottwartal. Doch ein langes Telefonat ließ die 31-Jährige umdenken.

Am anderen Ende der Leitung war Rouven Korreik. Der künftige Trainer der SGSB. Und der buhlte um ihre Dienste. Betonte, dass er unbedingt ein paar erfahrene Spielerinnen brauche. Dann, wenn er ab Sommer im Idealfall einen Zweitligisten coacht. "Das hoffe ich doch. Wir können es nicht mehr verhehlen - Ziel ist jetzt die 2. Liga. So hoch habe ich noch nie gespielt, das wäre ein schöner Abschluss", sagt Sina Klenk.

Nachwuchs-Juwel im Tor gehalten

Auch zwei weitere Personalentscheidungen beim aktuellen Spitzenreiter der Drittliga-Staffel E lassen sich als Signal Richtung angestrebtem Aufstieg deuten. Zum einen hat der Club für das schwere Erbe der scheidenden Spielmacherin Svenja Kaufmann mit Julia Bauer vom Zweitliga-Sechsten TG Nürtingen einen namhaften Neuzugang verkündet. Zum anderen hält Schozach-Bottwartal das Nachwuchs-Juwel Rena Keller.

"Es war eine schwierige Entscheidung", gesteht Keller zum Entschluss, mindestens ein weiteres Jahr zwischen den Pfosten der SG zu stehen. Schwierig deshalb, weil die 18-jährige Jugend-Nationaltorhüterin mehrere Angebote aus der 2. Liga hatte.

Steht trotzt Zweitliga-Angeboten auch weiter im Kasten der SG: Rena Keller.
Steht trotzt Zweitliga-Angeboten auch weiter im Kasten der SG: Rena Keller.  Foto: Veigel, Andreas

"Ich wollte gerne höherklassig spielen, aber ungern meinen Heimatverein verlassen", schildert die talentierte Keeperin ihre Überlegungen. Die Lösung: Mit Schozach-Bottwartal höherklassig spielen: "Die Aufstiegschancen sind sehr, sehr gut. Ich hoffe, dass es hinhaut und werde mit der Mannschaft alles dafür geben."

Knackiger März mit vielen Spielen steht bevor

Nach 14 Siegen in 14 Spielen und nur noch sechs ausstehenden Begegnungen erscheint es nur sinnvoll, dass die SG den ersten Teil der Bewerbung um eine Lizenz für die 2. Bundesliga eingereicht hat. An den bis zum 31. März einzureichenden Gesamt-Unterlagen sitzen die Verantwortlichen momentan noch.

Die beiden Tabellenersten der Staffel E gehen in eine Aufstiegsrunde gegen das Spitzenduo der Staffel F, schildert Sina Klenk den angestrebten Weg in die 2. Liga: "Es sind Hin- und Rückspiel, also vier Begegnungen. Und wir haben bisher eine gute Ausgangsposition." Denn die Punkte aus dem Duell mit dem staffelinternen Mitbewerber nehmen die Teams jeweils mit. Im Falle von Schozach-Bottwartal sollte das Freiburg sein, das sich der SG im ersten Kräftemessen bereits geschlagen geben musste. "Es ist trotzdem noch ein weiter Weg und der März wird mit vielen Spielen richtig knackig. Aber wenn wir nochmal gegen Freiburg gewinnen können, sieht es schon gut aus", sagt Klenk.

Künftige Spielmacherin trägt aktuell noch Gips

Auf ihre künftige Teamkollegin Julia Bauer freut sich die Abwehrchefin: "Ich kenne sie eigentlich schon seit meiner ganzen Handball-Zeit und wir haben uns früher auch immer wieder auf Lehrgängen und bei Spielen gegeneinander gesehen. Sie ist ein anderer Typ als Svenja, aber sich auch eine gute Spielmacherin mit Erfahrung."

Julia Bauer kommt vom Zweitligisten Nürtingen nach Beilstein.
Julia Bauer kommt vom Zweitligisten Nürtingen nach Beilstein.  Foto: Fabian Friese / Eibner-Pressefot via www.imago-images.de

Bauer blickt mit Vorfreude auf die neue Aufgabe. "Ich hatte viele schöne Jahre in Nürtingen, besonders auch mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga. Ich freue mich nächste Saison auf die neue Herausforderung in Schozach. Je nach Heilungsverlauf, hoffe ich natürlich, diese Saison nochmal für die TG auflaufen zu können", sagt die 29-Jährige, die aktuell an einer Mittelhandfraktur laboriert und vergangene Woche bereits operiert worden ist und nun einige Zeit einen Gips tragen muss.

Bis ihre Zeit bei der SG Schozach-Bottwartal beginnt, sollte die Spielmacherin aber wieder komplett fit sein. Rouven Korreik wird sich über die Erfahrung freuen, die Bauer mit nach Beilstein bringt. Und, dass er mit Sina Klenk Erfahrung in Beilstein halten konnte. Schließlich will er ein Zweitliga-Team coachen.

 
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