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SG Schozach-Bottwartal startet Endspurt um Zweitliga-Ticket

Die Aufstiegsrunde mit straffem Mai-Programm beginnt für die SG Schozach-Bottwartal zu Hause gegen Haunstetten. Für die Kapitänin ist es ein besonderes Schlusskapitel.

Dominik Knobloch
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Lesezeit 2 Min
SG Schozach-Bottwartal startet Endspurt um Zweitliga-Ticket
SGSB-Trainer Hans Christensen hat einen vollgepackten Mai vor sich, eher er sich von Schozach-Bottwartal verabschiedet. Foto: Andreas Veigel  Foto: Veigel, Andreas

Schöner hätte sich die Kapitänin der SG Schozach-Bottwartal das finale Kapitel ihrer aktiven Laufbahn kaum vorstellen können. "Es gibt ja nicht cooleres, als hier noch einen Aufstieg mitfeiern zu können, bevor ich meine Karriere dann beende", sagt Theresa Müller. Das letzte Staffel-Spiel der 3. Liga ist zwar bereits absolviert, doch an diesem Sonntag startet sie mit ihrer SGSB um 15 Uhr gegen den TSV Haunstetten in die Aufstiegsrunde, den Endspurt um ein Zweitliga-Ticket.

"Das wird bestimmt eine coole Zeit", sagt Müller zum straffem Mai-Programm in einer Vierergruppe mit Hin- und Rückspiel. Der Abschiedswunsch für sie und die ebenfalls scheidende Schlüsselspielerin Svenja Kaufmann ist ganz klar, betont Müller: "Wenn wir die Aufstiegsrunde spielen, dann wollen wir da auch als Sieger rauslaufen."

Elendig hartes Programm im Mai

Auch für SGSB-Trainer Hans Christensen ist nach dieser Saison Schluss. Ob der bereits beschlossene Abschied ihn und seinen beiden Routiniers beflügelt oder hemmt, vermag der Däne nicht zu beurteilen: "Keine Ahnung. Entweder es bringt ein paar Zusatzprozent, oder es geht in die Hose, weil man zu viel will - ich hoffe natürlich auf ersteres." Und vor allem hofft Christensen, "dass alle richtig Bock auf dieses elendig harte Programm im Mai haben".

Sorgen bereiten dem Chefcoach ohnehin nicht seine gestandenen Spielerinnen, sondern die zahlreichen Talente im Team. Denn die haben nicht nur sportlich eine große Herausforderung zu bewältigen, sondern auch schulisch: "Einige sind gerade mit dem Abi beschäftigt, das ist für die gerade schon etwas schwierig und viel."

Nervenstärke des Nachwuchses als zentraler Faktor

Auch die SGSB-Kapitänin sieht die Nervenstärke des Nachwuchses als einen der zentralen Faktoren für einen erfolgreichen Start gegen Haunstetten: "Ich rechne damit, dass die Halle voll sein wird - da müssen wir gucken, dass unsere jungen Spielerinnen das mental hinbekommen. Es wird das Wichtigste sein, eine gute Abwehr zu stellen und uns darüber die nötige Sicherheit zu holen." Vor allem die individuell herausragende Patricia Horner gelte es dringlich, in den Griff zu bekommen.

Eine starke Abwehr zeichnet allerdings auch den kommenden Kontrahenten aus, warnt Theresa Müller in böser Erinnerung an die gemeinsamen Zeiten in der damaligen Drittliga-Staffel Süd: "Ich habe schon öfter gegen die gespielt. Wir erwarten eine unangenehme 3:2:1-Deckung, mit der wir uns aber gar nicht zu sehr beschäftigen dürfen, sondern einfach unser Ding durchziehen müssen."

Die Generalprobe ist daneben gegangen

Beim abschließenden Test der SGSB gelang das am Dienstag im Duell mit Nellinge nicht so richtig, berichtet die Kapitänin: "Das Trainingsspiel war nicht so, es kann nur besser werden - aber wenn die Generalprobe schlecht war, darf man ja auf einen umso besseren Auftritt hoffen."

Das zudem auch schon beim letzten Staffel-Spiel seiner SG Körperspannung und ein Erfolgserlebnis fehlte, will Hans Christensen nicht überbewerten: "Alle sind gesund, das ist schon einmal wichtig. Und der Rest kommt. Wenn die Halle dann hoffentlich gut gefüllt ist, wird das schon flutschen."

Favorisiert sieht Christensen sein Team trotz Heimvorteil nicht: "Es gibt jetzt keine guten Gegner mehr, die Tagesform wird entscheiden. Wir werden kämpfen, beißen - alles. Dann kannst du nicht verlieren, wenn du alles gegeben hast." Seine Kapitänin wird sicher versuchen, vorbildlich voran zu gehen.

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