Der Kopf muss funktionieren
Handball - Vierter gegen Zweiter, stärkste Heimmanschaft gegen bestes Auswärtsteam, bester Angriff gegen zweitbeste Abwehr – die Statistik spricht eine deutliche Sprache. Am Samstagabend (20 Uhr) gibt es zum Jahresabschluss in der Stauwehrhalle ein echtes Spitzenspiel zwischen dem TSB Horkheim und der HBW Balingen-Weilstetten II.

Handball - Vierter gegen Zweiter, stärkste Heimmanschaft gegen bestes Auswärtsteam, bester Angriff gegen zweitbeste Abwehr − die Statistik spricht eine deutliche Sprache. Am Samstagabend (20 Uhr) gibt es zum Jahresabschluss in der Stauwehrhalle ein echtes Spitzenspiel zwischen dem TSB Horkheim und der HBW Balingen-Weilstetten II. "Es ist für den weiteren Saisonverlauf ein wichtiges Spiel", sagt TSB-Trainer Volker Blumenschein.
Im Vorfeld haben sich Trainer und Mannschaft intensiv auf die wechselnden Abwehrformationen des Gegners vorbereitet. Permanent wechselt die Nachwuchstruppe des Bundesligisten von einer 6:0-Formation zu einer 5:1-Deckung oder einer 4:2-Abwehr. "Unser Kopf muss funktionieren", fordert Blumenschein, "damit wir immer die richtigen Lösungen finden".
Chaotische Wechsel
Zuständig dafür ist in erster Linie Spielmacher Felix Knoll. "Wir müssen bereit sein, viele Wege ohne Ball zu gehen. Die Frische im Kopf muss da sein, um diesen wirklich chaotischen Wechseln zu begegnen", sagt der 25-Jährige. Am liebsten wäre es den Horkheimern, wenn sie nur selten ins Positionsspiel müssten. Ballgewinn, Gegenstoß, Tor − so will der TSB möglichst viele Treffer erzielen. "Wir müssen schnell aus der Abwehr kommen, so wie wir das schon beim letzten Auswärtsspiel in Groß-Bieberau gut hinbekommen haben", sagt Knoll.
Seit nunmehr sieben Spielen ist der TSB ungeschlagen, drei der letzten vier Partien endeten aber auch nur mit einem Punkt. Die Horkheimer haben jetzt schon genauso oft die Punkte geteilt, wie am Ende der vergangenen Spielzeit. In den beiden Saisons zuvor gab es sogar nur jeweils eine einzige Punkteteilung. Die Remis-Flut ist für Blumenschein aber kein Problem: "Ich bin mir sicher, dass wir in der Rückrunde mehr Auswärtssiege holen werden. Wir hatten die Topteams alle auswärts, ganz im Gegensatz zu unserem nächsten Gegner." Dessen starke Bilanz von vier Siegen und zwei Unentschieden in der Fremde führt der TSB-Trainer vor allem auf einen günstigen Spielplan zurück. "Sie mussten auswärts gegen kein Spitzenteam der Liga antreten", sagt Blumenschein. Dass der Vorjahreszwölfte ganz oben mitspielen würde, hat der TSB-Coach indes erwartet: "Sie haben sich super verstärkt. Spielmacher Aleksandar Stevic ist vergangene Saison mit dem TV Neuhausen/Erms in die erste Liga aufgestiegen. Immer wieder haben sie auch Spieler aus der ersten Mannschaft wie Krsto Milosevic dabei."
Wahnsinnig schwer
Mit Rückraumschütze Felix Zipf und Torhüter Marco Marques fehlen Gästetrainer Eckard Nothdurft zwei wichtige Akteure aufgrund von Knieverletzungen. Zudem wird der Tscheche Milan Skvaril mit dem Bundesligateam zum Auswärtsspiel nach Melsungen reisen. Blumenschein kann dagegen auf seinen gesamten Kader zurückgreifen. "Wir müssen versuchen, ihre Angriffskomplexität zu reduzieren. Wenn sie über Knoll ihre Spielhandlungen ausführen können, wird es für uns wahnsinnig schwer", sieht Nothdurft wie sein Gegenüber Blumenschein in der Abwehr der HBW den Schlüssel zum Sieg. Spannend wird sein, wessen Taktik letztlich zu den zwei Punkten führen wird.
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