Wundertüte SG Schozach-Bottwartal

Handball  Der Württembergligist SG Schozach-Bottwartal sucht nach personellem Umbau. Unter dem neuen Trainer Henning Fröschle fehlt noch die erste Garde.

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Sichere Bank: Das Beilsteiner Torhütergespann um Thomas Fink soll hinter einer stabilen SGSB-Abwehr zum Grundstein des Erfolgs werden.

Foto: Andreas Veigel

Henning Fröschle bekennt: "Ein bisschen Bauchschmerzen habe ich mit Blick auf Samstag schon." Um 20.15 Uhr empfängt die SG Schozach-Bottwartal zum Württembergliga-Auftakt in der Beilsteiner Langhanshalle die HSG Langenau/Elchingen. Das Magengrimmen des neuen SGSB-Trainers hat einen einfachen Grund: "Ich habe in der Vorbereitung noch keine erste Sechs oder Acht gefunden, die stabil funktioniert." Gegen einen kaum veränderten Gegner wie die HSG könnte das zum Rundenbeginn zu einem erheblichen Problem werden.

Schwankende Leistungen in den Testspielen

Diese Erkenntnis ist keine Überraschung. Schließlich findet sich bei der SGSB mit Ausnahme der Torhüter auf jeder Position mindestens ein neuer Spieler. In den neun Testspielen hat Fröschle mit wechselndem Erfolg sehr viel ausprobiert. Starke Auftritte gegen Oberligisten wie Weinsberg und Schmiden wechselten sich mit schwachen Partien gegen klassentiefere Gegner wie Mundelsheim oder Flein ab. "Wir sind noch eine Wundertüte", gesteht Fröschle.

Daher fällt es dem 49-Jährigen auch schwer, ein Saisonziel zu definieren. "Für mich spielen Waiblingen und Alfdorf in einer eigenen Liga um den Aufstieg. Zwischen den Rängen fünf und zwölf kann jeder jeden schlagen. In dem Bereich sehe ich auch uns."

Fröschle sind seine Spieler noch zu brav

Am liebsten wäre es Fröschle, wenn früh zwei Teams abgehängt würden, um sich keine Abstiegssorgen machen zu müssen. Als Vorteil wertet der frühere Fleiner Coach den breiten, ausgeglichen besetzten 17er Kader. "Zudem ist unser Torhütergespann eine sichere Bank. Mit einer stabilen Abwehr davor muss das die Basis unseres Spiels werden." Beim Saisonabbruch im März rangierte die SGSB auf dem fünften Rang. Mit Christian Zluhan, Valentin Weckerle, Daniel Zieker und Philipp Hämmerling besteht reichlich höherklassige Erfahrung. Viele junge Spieler müssen sich in der neuen eingleisigen Liga aber noch beweisen und bringen ein Manko mit: "Sie sind sehr brav", sagt Fröschle.

Von daher wird die SGSB wohl einige Spiele benötigen, um ihr Potenzial abzurufen. "Momentan sieht unser Spiel oft noch arg wild aus. Ich setze darauf, dass mit jedem Spiel die Rädchen besser ineinandergreifen und wir uns stetig steigern", hofft Fröschle. Immerhin hat der Bittenfelder keine Verletzten zu beklagen, sondern zum Saisonauftakt die Qual der Wahl. "Drei Spieler müssen gegen die HSG zuschauen", sagt Fröschle.


SGSB: Philip Hämmerling, Jan Oßmann, Thomas Fink; Levi Fröschle, Niklas Hug, Jonas Keller, Jan Kürschner, Lukas Gallus, Sören Vogt, Daniel Zieker, Maxim Gries, Tobias Lessig, Felix Linder, Fynn Fröschle, David Schneider, Christian Zluhan, Valentin Weckerle.


Stephan Sonntag

Stephan Sonntag

Autor

Stephan Sonntag arbeitet seit Oktober 2008 für die Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat wurde der gebürtige Westerwälder in die Sportredaktion übernommen. Dort ist er für Handball, Eishockey, Boxen und Rugby zuständig.

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