Weinsberg will nachlegen, von Drittliga-Ambitionen aber noch lange nichts hören

Handball  Der TSV tritt am vierten Spieltag der Oberliga beim TuS Schutterwald an. Die Vorbereitung lief nicht gerade rund.

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Ambitioniertere Ansprüche des TSV Weinsberg? Aufstiegswünsche? Trainer Michael Stettner will davon vor der vierten Oberliga-Partie an diesem Sonntag beim TuS Schutterwald (17 Uhr) nichts hören. "Nach drei Spielen sicherlich nicht. Und auch nach fünf nicht. Wir wollen einfach weiter im Flow bleiben, unsere kleine Serie noch ein bisschen ausbauen. Ich bin aber weit davon weg, irgendwelche Saisonziele auszugeben. Vom definitiven Ziel kann man zu einem sehr viel späteren Zeitpunkt mal sprechen - nicht mehr 2021", sagt Stettner nach einem lang gezogenen Seufzen.

Über den starken Auftakt seines neuen Teams spricht er aber natürlich trotzdem sehr gerne: "Mit 5:1 Punkten sind wir voll im Soll, haben einen Superstart hingelegt. Keine Frage." Doch das Oberliga-Klassement ist extrem eng. Kaum einmal endet eine Begegnung mit mehr als fünf Toren Differenz. Und der nächste Weinsberger Gegner ist ein guter. "Die haben einen wurfgewaltigen Rückraum beieinander mit einem guten Kreisspiel. Wir müssen gucken, dass wir über das Tempospiel reinfinden und eine gute Abwehr stellen", warnt Weinsbergs Trainer vor Schutterwald, das mit 3:5 Zählern aktuell deutlich unter Wert im Tableau geführt wird.

Robin Mahl und Moritz-Lukas Lanig sind angeschlagen

Die Vorbereitung des TSV war zudem nicht die allerbeste. "Die zwei Wochen waren tatsächlich nicht ganz so einfach. Moritz Wahl und Felix Hofacker waren geschäftlich unterwegs. Robin Mahl hat nach einem Zusammenprall Schulterprobleme und konnte nicht trainieren. Sein Einsatz ist fraglich. Bei Moritz-Lukas Lanig war es dasselbe. "Der hat am Mittwoch aber zumindest wieder voll mittrainiert und wird dabei sein", sagt Michael Stettner, der trotzdem nicht klagen will: "Die hängen sich alle voll rein, die Woche war unter den Umständen echt top."

Der Coach ist vor seinem ersten Auswärtsspiel längst in Weinsberg angekommen: "Es macht, seit ich seit Juli dabei bin, wahnsinnig Spaß." Zwar schätzt Michael Stettner seine erfolgreiche Trainer-Vergangenheit im Frauenbereich, aber "man merkt einfach, ohne es böse zu meinen, dass es jetzt dasselbe Geschlecht ist - man redet einfach offener und freier über Sachen".

Außer natürlich über Drittliga-Ambitionen. Die bleiben zumindest öffentlich noch für eine ganze Weile Tabuthema.


Dominik Knobloch

Dominik Knobloch

Sportredakteur

Dominik Knobloch ging 2012 erstmals als Praktikant für die Heilbronner Stimme aufs Feld. Nach seinem Volontariat wurde er 2015 als Redakteur im Sportressort übernommen.

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