TSB Horkheim schwächelt in der Abwehr

Handball  TSB Horkheim kassiert 33:36-Niederlage beim bisherigen Drittliga-Kellerkind TSG Haßloch und lässt vor allem in der zweiten Hälfte viel zu viel zu.

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Trainer Michael Schweikardt war nicht zufrieden mit dem, was er von seiner Horkheimer Mannschaft am Samstagabend geboten bekam.

Foto: Veigel

Michael Schweikardt redete nicht drumherum. "Das war eine verdiente Niederlage." Der TSB Horkheim hat das Drittligaspiel bei der TSG Haßloch mit 33:36 (15:15) verloren. Und der Trainer sprach aus, woran es vor allem gelegen hatte: "Wir haben keinen Zugriff in der Abwehr bekommen."

Die 36 Gegentore waren das K.o.-Kriterium Nummer eins. Ganz besonders ärgerten Schweikardt die 21 Treffer, die seine Mannschaft nach der Pause zugelassen hatte. "In der zweiten Halbzeit waren es einfach viel zu viele Gegentore."

 

Binnen zehn Minuten entscheidend ins Hintertreffen geraten

Beim 15:15 nach dem ersten Spielabschnitt war noch alles offen, dann aber geriet der TSB Horkheim binnen zehn Minuten entscheidend ins Hintertreffen. Der 19:24-Rückstand bedeutete die Vorentscheidung. "Wir sind da schlecht in die zweite Halbzeit reingekommen", klagte Michael Schweikardt. Besonders die "Ballverluste ohne großen Gegnerdruck" fuchsten ihn.

Dass der TSB Horkheim zwischenzeitlich mit 11:7 geführt hatte (22. Minute) war am Ende bedeutungslos. Schweikardt verwies auf einen "kurzen Schockmoment", als Niklas Matusik am Spielfeldrand liegend behandelt werden musste. Der Abwehrchef war umgeknickt. Schnell war der Horkheimer Vier-Tore-Vorsprung dahingeschmolzen, beim 12:12 (27.) war die TSG Haßloch wieder dran am TSB.

Kurzfristige Änderung auf der TSG-Trainerposition

Schweikardt hatte gewarnt vor den Pfälzern. Sie seien deutlich stärker, als es der vorletzte Tabellenplatz vor dem Duell mit dem TSB signalisiere. Hinzu kam kurzfristig noch eine Änderung auf der Trainerposition. Thomas Müller, der bei den Haßlochern auch Sportlicher Leiter ist, nahm sich selbst aus der Übungsleiter-Verantwortung und holte den früheren Trainer Tobias Job zurück auf die Bank. "Bei der TSG hat prompt frischer Wind geweht", sagte Michael Schweikardt. "Da gab es taktische Änderungen. Das sieht in Haßloch nach Aufschwung aus."

Mit 4:8 Punkten steht die TSG jetzt auf Platz zehn im Zwölfer-Feld der Drittliga-Staffel F. Der TSB Horkheim rangiert mit 10:4 Zählern weiterhin auf Platz drei der Tabelle, hat aber die SG Leutershausen im Nacken hängen, die dem TuS Dansenberg beim 26:25-Auswärtserfolg die ersten Punktverluste einbrockte und nun mit 9:3 Zählern dasteht.

Bei der Rückkehr in die heimische Stauwehrhalle, die jetzt ja kein Impfzentrum mehr ist, wollen die Horkheimer Handballer am kommenden Samstag (20 Uhr) auf die Erfolgsspur zurückfinden. Dann ist die SG Pforzheim/Eutingen (5:5 Punkte) der Gegner. Als es am 3. Spieltag bei der TGS Pforzheim die erste Horkheimer Punktspielniederlage in dieser Saison gab, brachte Michael Schweikardt sein Team gleich wieder auf Sieg-Kurs.

TSB Horkheim: Hölzl, Schultz, Grathwohl - Mönch (5/1), Reichert (8), Grosser, Fröhlich (3/1), Noah Matusik, Kuhnle (3/3), Heß (1), Foege (3), Niklas Matusik (1), Uhl (3), Starz (2), Levak (4). Bester Werfer TSG: Borodovskis (7). Zeitstrafen: 5 TSG - 3 TSB. Siebenmeter: 3/3 - 7/5. Zuschauer: 320.


Andreas Öhlschläger

Andreas Öhlschläger

Sportredakteur

Andreas Öhlschläger ist seit 2000 Sportredakteur bei der Heilbronner Stimme.

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