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TSB Horkheim hat Respekt vor dem Drittliga-Letzten

Die Drittliga-Männer des TSB Horkheim empfangen die HG Oftersheim/Schwetzingen ohne Zuschauer und mit Corona-Sorgen.

Andreas Öhlschläger
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TSB Horkheim hat Respekt vor dem Drittliga-Letzten
Der Emotionale und der Ruhige: TSB-Torwart Sven Grathwohl (li.) und Trainer Michael Schweikardt. Zuletzt war Grathwohl beim Sieg gegen Zweibrücken ein extrem starker Rückhalt. "Er pusht die Mannschaft auch ungemein", sagt Schweikardt. Foto: Berger,

Dranbleiben, gleich wieder punkten, das ist das Ziel des TSB Horkheim fürs Samstagabendspiel (20 Uhr, keine Zuschauer in der Stauwehrhalle zugelassen) gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen.

Zuletzt durften die Horkheimer das 35:27 gegen Zweibrücken bejubeln, den ersten Sieg nach fünf Niederlagen in Folge in der Drittliga-Staffel F. "Das war natürlich eine große Erleichterung, aber es war auch viel Stolz dabei, es in dieser Besetzung geschafft zu haben", berichtet Trainer Michael Schweikardt. Drei Mann hatten wegen eines Corona-Ausbruchs in der Mannschaft gefehlt, ein Ungeimpfter hat sich inzwischen freigetestet. Nach positiven PCR-Ergebnissen werden Niklas Matusik und Oliver Heß weiterhin fehlen.

Mit dem Kader klarkommen, der eben zur Verfügung steht

"Daran kann ich nichts ändern", sagt Schweikardt. "Wir müssen mit dem Kader klarkommen, der eben zur Verfügung steht." Immerhin, es sind keine weiteren Virus-Infektionen dazu gekommen.

"Wir haben so engmaschig wie nur möglich getestet", berichtet TSB-Vorstand Michael Roll. "Der erste kritische Moment war am Montag in der Woche vor dem Spiel gegen Zweibrücken. Der dann positiv getestete Spieler hat da noch mittrainiert. Am Dienstag war er raus aus der Mannschaft, da wurden alle anderen ohne positiven Befund getestet. Wir haben dann auch am Donnerstag vor dem nächsten Training das gesamte Team getestet, wieder ohne positives Ergebnis, am Freitagabend gab es einen zweiten positiven Schnelltest. Alle anderen waren am Samstagmorgen negativ und am Abend vor dem Spiel wieder, da haben wir nochmal getestet, wie dann auch vor jedem Training seither", so TSB-Vorstand Roll.

Mit größtmöglicher Distanz ins neue Jahr

Noch zwei Spiele sind für die Horkheimer in diesem Jahr terminiert, an diesem Samstag gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen und am Samstag, 11. Dezember, erneut zu Hause, gegen die TGS Pforzheim. Danach soll mit größtmöglicher Distanz das neue Jahr angegangen werden. "Wir machen eine komplette Pause bis zum 10. Januar, da trainieren die Jungs nur zu Hause individuell", sagt Michael Roll. Schon am 15. Januar 2022 steht das erste Spiel in Hochdorf an.

So weit denkt Trainer Schweikardt aber noch nicht voraus, er hat die HG Oftersheim/Schwetzingen im Blick, den Tabellenletzten, der aber am vergangenen Samstag aufhorchen ließ, als er beinahe beim Spitzenreiter gewonnen hätte. "Bei den Löwen müssen sie eigentlich die beiden Punkte holen", sagt Schweikardt. Glücklich kamen die in dieser Saison oft so dominanten Rhein-Neckar Löwen II noch zu einem 30:30. Der Horkheimer Trainer lobt nicht nur deshalb den kommenden Gegner. "Oftersheim/Schwetzingen, das ist taktisch eine gut eingestellte Mannschaft, in der Offensive sicher stärker als in der Defensive. Aber uns muss klar sein, dass der letzte Tabellenplatz trügerisch sein könnte."

TSB-Trainer Schweikardt setzt auf Überraschungseffekt

Michael Schweikardt setzt auf einen gewissen Überraschungseffekt. "Wir müssen uns halt Dinge überlegen, die die noch nicht vorab im Video gesehen haben." Und sehr gerne würde der Trainer wieder eine Torwart-Galaleistung sehen wie beim Sieg gegen Zweibrücken. "Sven Grathwohl hat da sehr viel zum Erfolg beigetragen. Er pusht die Mannschaft auch ungemein und hilft mit seiner Erfahrung."

Die Horkheimer wollen gleich wieder zwei Punkte einsammeln, um die Ergebnis-Wende zu stabilisieren. Aber von einem Pflichtsieg gegen den Letzten kann keine Rede sein.

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