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Showdown für SG Schozach-Bottwartal gegen Freiburg

Nach bestandenem Härtetest gegen die SG Kappelwindeck/Steinbach kommt am Samstag die HSG Freiburg zum absoluten Spitzenspiel in die Beilsteiner Langhanshalle. Das Heimteam kann voraussichtlich in Bestbesetzung antreten.

Dominik Knobloch
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Showdown für SG Schozach-Bottwartal gegen Freiburg
Geht der Höhenflug von Drittliga-Topscorerin Hannah Hönig und ihrer SG Schozach-Bottwartal weiter, oder gibt es gegen Freiburg den ersten Dämpfer? Foto: Mario Berger

Positive Corona-Fälle können manchmal auch positive Langzeitfolgen mit sich bringen. Denn eigentlich hätten die Drittliga-Frauen der SG Schozach-Bottwartal die HSG Freiburg schon längst empfangen. Für den Heimauftakt in der Beilsteiner Langhanshalle war die Begegnung bereits Mitte September am zweiten Spieltag angesetzt.

Doch die Pandemie mit fünf Fällen in und um die Freiburger Mannschaft zwangen die Verantwortlichen zu einer Verlegung. An diesem Sonntag (15 Uhr) wird die Partie nun nachgeholt. Mit topfiten Freiburgerinnen und deutlich gesteigerter Dramaturgie. Denn weder die SGSB, noch die Red Sparrows der HSG haben sich in ihren acht Spielen bisher etwas zu schulden kommen lassen, treffen mit blütenweißer Weste verlustpunktfrei zum vielbeachteten Showdown aufeinander.

SGSB will gleich wieder den Kampfmodus aufnehmen

Die Generalprobe für Schozach-Bottwartal ist mit dem jüngsten 28:26 gegen den ersten Verfolger des Spitzenduos, Kappelwindeck/Steinbach, absolut gelungen. "Es ist gut, dass Freiburg direkt nach Kappelwindeck kommt, dann können wir gleich im Kampfmodus bleiben", sagt Routinier Svenja Kaufmann.

Das Team von Trainer Hans Christensen fühlt sich bereit für die finale Steigerung. "Die sind doch nochmal ein Stück besser als Kappelwindeck und haben echt einen richtig guten Rückraum - da kommt schon nochmal eine andere Nummer auf uns zu. Die wollen bei uns unbedingt gewinnen und wieder hoch in die 2. Liga. Das wird nicht einfach und richtig spannend", sagt SG-Kapitänin Theresa Müller.

Trainingswoche lief alles andere als optimal

Dass die SGSB sich auf den Punkt steigern kann, hat sie zuletzt also bewiesen. Die Trainingswoche bei Schozach-Bottwartal aber war alles andere als ideal. Am Montag musste die Einheit wegen zu vieler angeschlagener Spielerinnen ausfallen, donnerstags fehlte dann der Chefcoach krankheitsbedingt. "Das war natürlich nicht so optimal, wie man sich das vor so einem Spiel erhofft. Aber egal - was zählt, ist was wir am Sonntag auf die Platte bringen", sagt Müller.

Und auch der gute Gast kommt schließlich nicht völlig sorgenfrei nach Beilstein. Die Red Sparrows müssen weiterhin auf Liza Ehret (Kreuzbandriss) und Hannah Schraivogel (Fingerverletzung) verzichten, während bei Schozach-Bottwartal der gesamte Kader wieder rechtzeitig fit sein sollte.

Freiburgerinnen reisen mit viel Selbstvertrauen an

Gegen die Freiburgerinnen mit einer extrem beweglichen, offensiven Abwehr könnte die breite Bank der SGSB ein entscheidendes Plus sein. "Es wird sicher ein sehr körperbetontes Spiel", kommentiert Kaufmann die zwei Roten Karten, die die Red Sparrows beim jüngsten 32:26 gegen Bietigheim II zusätzlich zu den beiden Punkten eingesammelt haben. Auch Schozach-Bottwartal will defensiv mit aller Härte zu Werke gehen "Wir dürfen ihnen nicht zu große Lücken geben, das nutzen die im Eins gegen Eins sofort aus. Wir müssen wieder von Anfang an voll da sein", fordert Müller.

Genau das wollen auch die Gäste. "Die SG Schozach-Bottwartal ist der vermutlich stärkste Gegner diese Saison. Wir setzen alles daran, dort zu gewinnen und so den frisch erkämpften Platz an der Sonne zu behalten", sagt Co-Trainer Ralf Sausmann auf der Vereinshomepage. HSG-Außen Simone Falk verspricht: "Wir werden alles in das Spiel legen, um mit einem oder zwei Punkten die Heimreise anzutreten."

Im Showdown der Staffel E geht es allerdings nicht nur um Punkte, sondern auch um eine Ansage in Sachen Aufstieg. Ein Thema, das Schozach-Bottwartal bislang aber am liebsten unkommentiert lässt. "Es geht sowieso auch darum, wer gegen die vermeintlich schwächeren mehr Punkte liegen lässt", sagt Christensen.

Nun steht für sein Team aber erstmal der Showdown an.

In die Beilsteiner Langhanshalle darf am Sonntag nur, wer geimpft und/oder genesen ist und zudem einen aktuellen negativen PCR- (maximal 48 Stunden alt) oder Schnelltest (maximal 24 Stunden alt) nachweisen kann. Weiterhin herrscht während des Drittliga-Spitzenspiels zwischen der SG Schozach-Bottwartal und der HSG Freiburg generelle Maskenpflicht innerhalb der Sporthalle - auch am Sitzplatz. Selbsttests sind nach der aktuellen Verordnung nicht zulässig. Auch eine Möglichkeit zum Testen direkt vor der Langhanshalle gibt es nicht. 

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