SGSB hält sich mit Kantersieg an der Staffel-Spitze

Handball  Viertes Spiel, vierter Sieg: Die Schozach-Bottwartal bleibt in der 3. Liga auf Kurs. Hannah Hönig war beim 36:21 gegen die HSG Hunsrück erneut kaum zu halten.

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Für SG-Trainer Hans Christensen stellt sich die neue Aufgabe bislang als nicht allzu schwierig dar. Sein Job "ist eigentlich ganz einfach".

Foto: Andreas Veigel

Der bisherige Trainer-Job von Hans Christensen bei den Drittliga-Frauen der SG Schozach-Bottwartal? "Ist eigentlich ganz einfach - das sind ja alles sehr gut ausgebildete Spielerinnen, viel machen muss man da nicht. Nur noch ein bisschen Struktur geben, ein paar taktische Dinge - den Rest erledigen die schon von selbst", sagt der Däne lachend.

Mit einem 36:21 (18:11) erledigte seine SG die Pflichtaufgabe bei der HSG Hunsrück am Samstagabend sogar mehr als manierlich. Und zwar noch vor der zweiten Hälfte. "Es war auf jeden Fall konsequenter und konzentrierter als die Spiele zuvor in der ersten Halbzeit", lobte der Chefcoach.

Günstiger Spielplan für die SGSB

Viertes Spiel in der Staffel E, vierter Sieg - Schozach-Bottwartal ist perfekt in die Saison gestartet und steht an der Spitze der Elfer-Gruppe. Punktgleich mit der HSG Freiburg. Christensen bleibt aber weiter vorsichtig. "Der Spielplan hat es gut mit uns gemeint. Das Spiel gegen Freiburg wurde ausgesetzt, so konnten wir uns weiter finden. Es kann immer viel passieren. Jetzt haben wir vier Gegner gehabt, die wohl auf jeden Fall in der unteren Region landen werden."

Auch den deutlichen Erfolg gegen Hunsrück "dürfen wir nicht überbewerten - der Gegner war nicht wirklich stark, bei denen haben einige Spielerinnen gefehlt, das hat man dann schon recht deutlich gemerkt".

Elf Treffer für Hannah Hönig

Trotz eines holprigen 0:3-Starts der Gäste "war es nicht so, dass wir Sorgen haben mussten, dass es brenzlig wird - dazu war beim Gegner personell einfach zu wenig", gestand der SGSB-Trainer. Zügig fand sein Team mit einem Fünf-Tore-Lauf zum 5:3 (8. Minute) in die Spur. Die ersten drei Treffer gingen dabei wieder einmal auf das Konto der jungen Topscorerin Hannah Hönig.

"Wir wollen viele schnelle Tore aus der Abwehr heraus mit Tempogegenstoß erzielen. Das passt natürlich gut zu ihrem Spiel. Man muss die Bälle aber trotzdem erstmal reinmachen, das ist nicht immer so einfach. Sie hat wirklich eine gute Quote von Außen", sagte Christensen zur auffälligen 18-Jährigen, die ihren überragenden Torschnitt mit insgesamt elf Treffern weiter nach oben getrieben hat. Für Hunsrück war sie im Tempospiel kaum zu halten.

Schlussspurt zum Kantersieg

Ohnehin war bei der HSG "ab der 15. Minute in jeder Halbzeit nichts mehr zu machen, da hatten sie nichts mehr entgegen zu setzten und wir sind dann gelaufen", schilderte Christensen den Weg zum ungefährdeten Erfolg.

Bereits beim 18:11-Pausenstand war die Partie eigentlich zu Gunsten des Gastes vorentschieden. Zwar fand Hunsrück mit drei Treffern in Folge erneut besser ins Spiel. Zu einem echten Aufbäumen reichte es aber zu keinem Zeitpunkt. Beim 29:19 (55.) machte die gute SGSB-Kapitänin Theresa Müller den Vorsprung erstmals zweistellig. Schozach-Bottwartal blieb trotzdem weiter auf dem Gas und spurtete am Schluss mit einem Sechs-Tore-Lauf zum klaren 36:21-Endstand.


SGSB: Keller, Brausch - Weber (1), Hanak, Müller (5), Kaufmann (2), Hönig (11/4), Keil (1), Klenk (1), Hage (4), Räuchle (2), Maier (6/1), Loehnig (3). Beste Schützin HSG: Gräber (8).

Siebenmeter: HSG 2/2, SGSB 6/5. Zeitstrafen: 3/3.


Dominik Knobloch

Dominik Knobloch

Sportredakteur

Dominik Knobloch ging 2012 erstmals als Praktikant für die Heilbronner Stimme aufs Feld. Nach seinem Volontariat wurde er 2015 als Redakteur im Sportressort übernommen.

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