Moritz Wahl: "Ein Abwehr-Ass bin ich ganz sicher nicht"

Interview  Mit 23 Treffern in den ersten vier Oberligaspielen ist Moritz Wahl einer der Top-Torschützen des TSV Weinsberg. Der 23-jährige Heilbronner entwickelt sich in seiner fünften Saison immer mehr zum Führungsspieler.

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Moritz Wahl

Foto: Archiv

Vor dem Heimspiel am Sonntag (17 Uhr) gegen den TSV Birkenau hat unser Redakteur Stephan Sonntag mit Moritz Wahl über den guten Saisonstart, kleine Malheure und die immer noch nicht sattelfeste Abwehr gesprochen.

 

Wie wird das Wetter am Sonntag um 17 Uhr?

Moritz Wahl: (lacht) Ich hoffe sehr, es gibt keinen Starkregen. Das Dach der Weibertreuhalle ist nach wie vor nicht dicht. Da ist die Stadt aus meiner Sicht in der Pflicht etwas zu tun. Dafür sind die Tornetze inzwischen aber top (gegen Neuenbürg hatte es von der Decke getropft, eine Lücke im Tornetz kostete den Sieg gegen Herrenberg, Anm. d. Red.).

 

Trotz dieser kleinen Malheure ist der TSV mit 7:1 Punkten stark in die Saison gestartet.

Wahl: Stimmt. Wir sind absolut im Soll, auch wenn wir uns immer noch ein bisschen über den verlorenen Punkt gegen Herrenberg ärgern. 8:0 würde noch besser klingen. Die drei Heimspiele zu Beginn waren natürlich hilfreich, um in den Rhythmus zu kommen. Das erste Auswärtsspiel dann gleich mit acht Toren Vorsprung zu gewinnen, tat natürlich auch gut. Gegen Birkenau darf es gerne so weitergehen. Mit Simon Kuch haben die einen herausragenden Spieler in ihren Reihen, aber sie sind ganz sicher nicht unschlagbar. An Selbstvertrauen mangelt es uns jedenfalls nicht.

 

Ihnen selbst sicher auch nicht, oder?

Wahl: Nein. Das erste Spiel war zwar noch nix, aber seitdem läuft es auch bei mir. Überhaupt sind gerade alle im Team auf einem sehr hohen Level unterwegs, im Bereich ihrer Topform.

 

Nur die Abwehr ist immer noch nicht so stabil wie gewünscht.

Wahl: Ja, das alte Problem. Wir haben immer noch das Ziel, in jedem Spiel unter 30 Gegentoren zu bleiben. Ich selbst habe in der Defensive auch noch erhebliches Steigerungspotenzial. Von einem Abwehr-Ass bin ich noch weit entfernt. Andererseits ist das Problem auch nicht so gravierend, wenn wir vorne weiterhin so gut treffen (mit 34,5 Treffern im Schnitt ist der TSV das offensivstärkste Team der Liga, Anm. d. Red.).

 

Welchen Anteil am guten Start hat der neue Trainer Michael Stettner?

Wahl: Er passt charakterlich gut in unser Teamgefüge und kann uns sicher noch viel mitgeben. Seine Videoanalysen vor den Spielen haben uns schon sehr geholfen.


Stephan Sonntag

Stephan Sonntag

Autor

Stephan Sonntag arbeitet seit Oktober 2008 für die Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat wurde der gebürtige Westerwälder in die Sportredaktion übernommen. Dort ist er für Handball, Eishockey, Boxen und Rugby zuständig.

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