Kann Horkheim das Top-Team der Liga ärgern?

Handball  TSB Horkheim tritt nur mit kleiner Chance bei den Rhein-Neckar Löwen II an.

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Trainer Michael Schweikardt hat die richtigen Worte gefunden. Ob aber die TSB-Spieler die Vorgaben im Duell mit einem Top-Gegner umsetzen können?

Foto: Veigel

Die schwierigste Aufgabe kommt zum Schluss. In ihrem letzten Hinrundenspiel der Drittliga-Staffel F fahren die Männer des TSB Horkheim an diesem Samstag (19 Uhr) zum Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen II. Nur eine von neun Partien hat die Talentetruppe des Bundesligisten bislang verloren.

Der TSB hingegen musste zuletzt vier Niederlagen in Folge einstecken. Groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass jetzt die fünfte hinzu kommt. Die Erwartungshaltung ist aus Horkheimer Sicht niedrig. Das könnte ein Vorteil sein, glaubt Trainer Michael Schweikardt. "Diese Gelassenheit müssen wir ins Spiel mitnehmen."

Schweikardt setzt auf die Begegnungen danach

Ein Überraschungssieg wäre famos. Sollte es für den TSB aber das zu befürchtende Null-Punkte-Spiel werden, setzt Schweikardt auf die Begegnungen danach. "Dann kommen die Spiele, in denen wir am Anfang der Saison 10:2 Punkte geholt haben." Zudem sind der Horkheimer Rückrundenstart gegen Zweibrücken (27. November), das Duell mit der HG Oftersheim/Schwetzingen (4. Dezember) sowie die Begegnung mit der TGS Pforzheim (11. Dezember) allesamt Heimspiele in der Stauwehrhalle.

 

Kein Grund zu ernsthafter Krisenstimmung also. Und wer weiß? Vielleicht gibt es an diesem Samstag ja einen nicht einkalkulierten Punkte-Bonus. "Ja, man kann diese Bonusspiel-Redewendung durchaus anwenden", findet der Trainer.

Rhein-Neckar Löwen sind nicht unbedingt wie Bayern München

Im Fußball ist von solchen Bonusspielen oft die Rede, wenn der Gegner FC Bayern München heißt. Schweikardt lacht. "Ich will die zweite Mannschaft der Rhein-Neckar Löwen nicht unbedingt mit Bayern München vergleichen. Aber es ist schon so, dass sie bei uns in der Liga ziemlich dominante Spiele abgeliefert haben."

Personell ist die Lage bei den Horkheimern alles andere als ideal. Rico Reichert war zuletzt erkältet, Florian Uhl hat sich bei der 27:33-Niederlage gegen Leutershausen eine Sehne im Finger gerissen, Luis Foege wird seit dieser Partie von einer Kapselverletzung gebremst.

So oder so: "Es muss viel Gutes zusammenkommen, wenn wir eine Chance haben sollen", sagt Michael Schweikardt vor dem Duell mit dem Spitzenreiter. Die Junglöwen seien "top, trotz ihres Alters". Doch unschlagbar sind die Talente nicht. "Manchmal fehlt denen ein bisschen die Geduld", sagt der TSB-Trainer.


Andreas Öhlschläger

Andreas Öhlschläger

Sportredakteur

Andreas Öhlschläger ist seit 2000 Sportredakteur bei der Heilbronner Stimme.

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