HSG Hohenlohe schielt mit neuem Trainerteam auf den Klassenerhalt

Handball  Ergin Toskic und Ralf Schürmann sind die neuen Trainer der Hohenloher Handballer. Momentan stehen drei Neuzugänge der HSG fest. Das leicht veränderte Team soll im Idealfall den Landesliga-Klassenerhalt schaffen.

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Ergin Toskic gibt in Zukunft bei den Männern der HSG Hohenlohe als Trainer die sportliche Richtung vor.

Foto: Andreas Veigel

Die Fahrstuhl-Türe soll in dieser Saison zu bleiben. Die HSG Hohenlohe möchte sich im oberen Stockwerk etablieren und nicht erneut in die Tiefe rauschen. Will heißen, zum ersten Mal soll bei den Männern der Landesliga-Klassenerhalt realisiert werden. Zum ersten Mal seit der Aufstiegs-Premiere 2008. Kein leichtes Unterfangen, da es einige Fragezeichen und auch Umbauarbeiten in der Mannschaft gab.

Neue Trainer waren Wunschkandidaten

An erster Stelle steht da das neue Trainerteam. Sören Vogt gab zum Ende der vergangenen Saison bekannt, nicht mehr weitermachen zu wollen. Also begaben sich die Verantwortlichen, allen voran Manuel Gentner und Ralf Specht, auf Trainersuche. Und sie wurden fündig: Ergin Toskic und Ralf Schürmann gaben ihr Ja-Wort.

"Es waren unsere absoluten Wunschkandidaten", sagt HSG-Vorstandsmitglied Gentner. "Jeder von anderen Clubs, der die Personalie mitbekommen hat, hat uns dazu gratuliert. Als sie uns ihr Konzept vorgetragen haben, waren wir überzeugt." Das Duo war zuletzt beim HC Staufer Bad Wimpfen in der Bezirksliga unter Vertrag. Für die neuen Trainer gab die Vereinsstruktur und die Jugendarbeit bei der HSG mit den Ausschlag für ihre Zusage. "Wir haben nächste Saison die Teams von der A bis zur C-Jugend doppelt besetzt", sagt Gentner. "Es gilt da dann auch junge Spieler einzubauen."

Zu- und Abgänge halten sich die Waage

Und das auch notgedrungen, denn es gibt neben Vogt noch weitere Abgänge. Dies war unter anderem ein Grund dafür, dass er aufhörte. "Wir werden schon einen veränderten Kader haben", sagt Gentner. "Der Abgang von Sören wiegt schon schwer. Und wir wissen, wie schwer es ist, sich in der Landesliga zu halten." Zumal mit Yannick Wörz, Jochen Samer (haben beide angekündigt aufzuhören) und Sven Graf (will höchstens noch aushelfen) drei weitere erfahrene Spieler wegbrechen.

Dafür waren der Club und die neuen Trainer nicht untätig. Sicher stehen im Moment mit Yannik Guldi (Bad Wimpfen), Leo Seiz (TV Flein II) und Fabian Schuhmacher (Jugend TSV Wolfschlugen) drei Neuzugänge fest. Ein weiterer Spieler ist noch im Gespräch. "Ich denke, die Neuzugänge müssten passen. Guldi hat ja bereits in Neckarsulm höherklassig gespielt", sagt Gentner. Und er baut noch auf einen Rückkehrer. "Kevin Weippert ist wieder fit. Er hat uns ja beinahe die gesamte vergangene Saison gefehlt."

Klassenerhalt ist erwünscht aber keine Pflicht

Die Truppe soll dann im Idealfall eben eine zweite Saison in der Landesliga realisieren. "Der Klassenerhalt ist das einzig realistische Ziel, das wir ausgeben können", sagt Gentner. "Aber wir sagen auch nicht, dass dies Pflicht ist." Denn er tut sich selbst noch schwer die Liga einzuschätzen. Denn durch die Quotientenregel und den Abbruch der vergangenen Saison gab es keine Absteiger. Die schwächeren Teams sind also noch in der Liga. "Ich weiß aber nicht, ob das wirklich ein Vorteil ist", sagt Gentner. "Denn die anderen Mannschaften haben ja auch etwas getan."

Er lässt sich auch mal überraschen, wann die Saison beginnen kann. Manuel Gentner rechnet mit September oder Anfang Oktober. "Das könnte realistisch sein", sagt er. "Wir müssen zudem mal abwarten, wie es mit den Sponsoren aussieht. Es wird finanziell sicher eine interessante Runde." Denn wie bei anderen Vereinen auch, verhinderte die Corona-Krise zusätzliche Einnahmen durch Feste oder Veranstaltungen.


Marc Schmerbeck

Marc Schmerbeck

Autor

Marc Schmerbeck ist seit 2009 zuständig für den Sport in Hohenlohe. Als Heilbronner geht sein Blick aber auch über jegliche Grenzen hinweg.

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