Horkheimer Nationalspieler Heymann verlängert in Göppingen bis 2024

Handball  Mit Sebastian Heymann an die glorreiche Vergangenheit anknüpfen: Der Horkheimer soll zentraler Baustein in der Kaderplanung des Bundesligisten Göppingen sein.

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Es ist amtlich: Nationalspieler Sebastian Heymann wird bis 2024 das Trikot von Frisch Auf Göppingen tragen.

Foto: imago-images/Sportfoto Rudel

Die Hauptperson fehlte am Montagnachmittag im Presseraum der EWS-Arena in Göppingen. Sebastian Heymann durfte nach seinem Aufenthalt bei der Nationalmannschaft noch nicht in direkten Kontakt mit seinen Teamkollegen von Frisch Auf treten. Daher verkündeten Trainer Hartmut Mayerhoffer und der Sportliche Leiter Christian Schöne die frohe Botschaft für den Traditionsclub: Der 23-jährige Horkheimer hat seinen 2022 auslaufenden Vertrag beim Bundesligisten bis 2024 verlängert.

"Das ist eine maßgebende Personalie für die Zukunft von Frisch Auf. Wir sind unglaublich froh und unglaublich stolz, einen der gefragtesten Spieler der Bundesliga hier behalten zu können", sagte Schöne.

Interesse von Flensburg und Barcelona

Nicht zuletzt der nächste Gegner der Göppinger am Mittwoch (18.30 Uhr/Sky), die SG Flensburg-Handewitt, soll großes Interesse an einer Verpflichtung gezeigt haben. Selbst der Renommierclub FC Barcelona soll bei Heymanns Berater Sören Gerster vorstellig geworden sein. Trainer Mayerhoffer wundert das internationale Interesse an seinem Rückraumlinken nicht: "Basti ist ein unglaublich kompletter Spieler, der eine enorme Entwicklung genommen hat. Er hat das Zeug zum absoluten Topspieler."

Doch warum entscheidet sich der Vielgepriesene für die schwäbische Provinz und gegen die Titelchancen im hohen Norden sowie das viele Geld und Prestige in Katalonien? Schöne nennt zwei ausschlaggebende Gründe: "Identifikation und Bodenständigkeit". Einen dritten nennt Heymann in der offiziellen Pressemitteilung des Clubs selbst: "Ich habe hier in jeder Sekunde vollstes Vertrauen verspürt und wurde auch in meiner Verletzungszeit immer top versorgt und unterstützt. Somit möchte ich auch in Zukunft mit guten Leistungen etwas zurückgeben."

Potenter Hauptsponsor Teamviewer hilft bei Vertrag

Durch den neuen potenten Hauptsponsor Teamviewer eröffnen sich in Göppingen Perspektiven, an die glorreichen Zeiten der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts anzuknüpfen. Der Vorstand des Technologiekonzerns, Oliver Steil, war maßgeblich an den Vertragsverhandlungen mit Heymann beteiligt. "Ohne Teamviewer wäre der Kontrakt nicht zustande gekommen", machte Schöne deutlich. Heymann ist der zentrale Baustein in den Planungen des Clubs: "Wir wollen um Basti herum eine noch bessere Mannschaft bauen", sagte Schöne.

Heymann ist kein "ich kam, ich sah, ich siegte"-Typ. Um neue Herausforderungen zu meistern, braucht er Anlaufzeit. Das war bei seinem Heimatverein in der 3. Liga der Fall, bei Frisch Auf in der Bundesliga und lässt in der Nationalmannschaft nach dem zehnten Länderspiel noch auf sich warten. "Er hat hier die Chance, persönlich den nächsten Schritt zu gehen, um auch im Nationalteam noch stabiler zu werden", versicherte Schöne.

Dazu gehört die regelmäßige Qualifikation für den Europapokal, die für den aktuell Tabellenfünften in dieser Saison noch in Reichweite ist. Ob Heymann dabei schon am Mittwoch wieder mithelfen kann, ist wegen seiner Adduktorenverletzung vom Sonntag in Stuttgart fraglich. "Ich hoffe, dass er spielen kann", sagte Mayerhoffer.

 


Stephan Sonntag

Stephan Sonntag

Autor

Stephan Sonntag arbeitet seit Oktober 2008 für die Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat wurde der gebürtige Westerwälder in die Sportredaktion übernommen. Dort ist er für Handball, Eishockey, Boxen und Rugby zuständig.

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