Heymann: "Mit der Spielzeit wächst die Sicherheit"

Handball  Sebastian Heymann hat sich bei der Olympia-Qualifikation in Berlin ein explizites Lob des Bundetrainers erspielt.

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Im ersten Qualifikationsspiel gegen Schweden (25:25) stand Sebastian Heymann nur sieben Minuten auf dem Feld. Gegen Slowenien (36:27) am Samstag waren es mehr als 30, zum Abschluss gegen Algerien (34:26) deren zehn. Das sagt der 23-Jährige zu seinen Auftritten:

 

Sie wirkten zu Beginn des Turniers noch ein wenig gehemmt, haben sich aber zunehmend freigespielt. Täuscht der Eindruck?

Sebastian Heymann: Nein. Es ist ja klar, dass man sich in einem Spiel, in dem es wie gegen Schweden Spitz auf Knopf steht, nicht ganz so viel traut. Gegen Slowenien durfte ich mir dann in der Abwehr Sicherheit holen und habe mir auch im Angriff mehr zugetraut. Mit der Spielzeit wächst die Sicherheit. Ich hätte aber sicher noch ein paar Mal mehr zum Tor ziehen können.

 

Bundestrainer Alfred Gislason hat Ihr Auftreten explizit gelobt.

Heymann: Das freut mich natürlich. Ich finde auch, dass ich meine Aufgaben ganz gut gemacht habe.

Die Göppinger linke Seite mit Marcel Schiller scheint immer mehr auch erste Wahl in der Nationalmannschaft zu werden.

Heymann: Mit Marcel stehe ich im Jahr 40 Mal gemeinsam auf dem Feld. Das ist natürlich ein anderes Verständnis als mit Uwe Gensheimer, den ich nur aus dem Training mit der Nationalmannschaft kenne. Es ist eine Luxus-Situation, zwei solche Weltklasse-Linksaußen im Team zu haben.

 

Es herrschte also gute Stimmung im Hotelzimmer Heymann/Schiller?

Heymann: Das gibt es nicht mehr. Wir hatten in Berlin alle Einzelzimmer. Bei Göppingen haben wir den Kader ebenfalls geteilt, damit wir bei einem positiven Corona-Test nicht alle in Quarantäne müssen.

 

Hatten Sie Zweifel, ob Kollege Schiller den wichtigen letzten Wurf zum Remis gegen Schweden verwandelt?

Heymann (lacht): Nein. Nachdem er es gegen die Rhein-Neckar Löwen vergangene Woche nicht geschafft hatte (ebenfalls gegen den Schweden Andreas Palicka, Anm. d. Red.), war mir das total klar.

 


Stephan Sonntag

Stephan Sonntag

Autor

Stephan Sonntag arbeitet seit Oktober 2008 für die Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat wurde der gebürtige Westerwälder in die Sportredaktion übernommen. Dort ist er für Handball, Eishockey, Boxen und Rugby zuständig.

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