Handballer im Kraichgau haben wieder Spaß

Handball  Nach ihrem freiwilligen Abstieg gewinnen die Männer des TB Richen ihr erstes Saisonspiel klar. Die Frauen vergeigen die zweite Hälfte.

Von Martin Appel
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Mit seiner Schnelligkeit stellte Jochen Schwenda (links) die Defensive der HSG Heilbronn II vor Probleme: Der Richener erzielte beim Kantersieg seines TB zum Saisonauftakt neun Tore.

Foto: Archiv/Bertok

So macht Handball den Männern des TB Richen wieder Spaß: Das Team startete unter dem neuen Trainer Benjamin Bernauer mit einem Kantererfolg in die Saison. Die Frauen hingegen treffen in der zweiten Hälfte nur ein einziges Mal.

Männer, Bezirksklasse

TB Richen - HSG Heilbronn II 36:24

Unter Einhaltung des Hygienekonzeptes wurden 45 Zuschauer Zeuge eines überdeutlichen 36:24 des TB Richen gegen die HSG Heilbronn II. Am Ende ein Stück zu hoch, täuscht das Ergebnis über den relativ engen Spielverlauf bis zur 40. Minute hinweg. Dann zeigte TB unter dem neuen Trainer Benjamin Bernauer erfrischenden Tempohandball.

Zu Beginn war beiden Teams die lange Zwangspause von mehr als sieben Monaten anzumerken. Der TB Richen war in der Anfangsphase vor allem in der Abwehr gut im Spiel und war stabil; nach neun Minuten stand es 4:1, der starke Lukas Sommerfeld im Tor hatte erst einmal hinter sich greifen müssen. Mitte der Halbzeit ließ die Disziplin jedoch etwas nach. Das Spiel wurde ruppiger und als es 9:7 stand (19.) stellte Bernauer seine Mannschaft in einer Auszeit neu ein. Die Worte verfehlten ihre Wirkung nicht. Drei Tore in Serie und das 12:7 vermittelten den Eindruck von Sicherheit.

Doch dem war noch nicht so. Bis zur Pause kam die HSG noch einmal heran und erzielte, für Richen psychologisch äußerst ungünstig, nach Ablauf der Zeit durch einen direkt ausgeführten Freiwurf noch den Anschlusstreffer zum 14:12.

Und eben dieses Hochgefühl sollte ihnen auch nach der Pause erstmal Oberwasser bescheren. Die Gast erwischte den besseren Start und ging mit 15:14 in Führung. Begünstigt durch mehrere Überzahlsituationen oder Richener Stellungsfehler in der Abwehr waren nun meist die Außen für ihre Farben erfolgreich.

Mit voranschreitender Spieldauer zeigte sich die Abgeklärtheit der Richener, die über einfache Gegenstoßtreffer ihre Führung sukzessive ausbauten. Hier tat sich vor allem Jochen Schwenda hervor, der neun Mal traf. So gelang dem TB hintenraus durch das 36:24 gar ein Kantersieg zu Saisonbeginn.

Am Samstag, 15 Uhr, gastieren die Richener beim TV Mosbach II.

Richen: Lukas Sommerfeld (Tor); Jochen Schwenda (9), Sebastian Fecker (7), Nicolas Altrieth (5/1), Sebastian Kreiter (4), Markus Gottstein (3), Stefan Pretz (3), Thomas Mairhofer (2), Robin Renz (1), Ruven Renz (1), Julian Müller (1), Oliver Karg, Robin Ebert.


Frauen Bezirksliga

SG Degmarn - TB Richen 25:13

Zwei grundverschiedene Halbzeiten sahen die Zuschauer beim Gastspiel des Richens beim Meisterschaftsfavoriten SG Degmarn/Oedheim. Hatte Richen die erste Hälfte dominiert und sich eine 12:11-Pausenführung erspielt, gelang im zweiten Abschnitt kaum noch was. Nur ein Tor erzielte der TB und kassierte am Ende eine deutliche 13:25-Niederlage.

Richen startete gut, führte bis zur zehnten Minute mit. Fand man vorne im Angriff immer wieder Lücken in der offensiven Abwehr der Heimmannschaft, passte auch hinten die Abstimmung. Im Lauf des ersten Abschnitts fand die SG jedoch auch ins Spiel und so entwickelte sich ein offener Schlagabtausch.

Das erste Tor im zweiten Durchgang erzielte Richen - es sollte aber das Letzte sein. Unglückliche Torabschlüsse, allein vier vergebene Siebenmeter, und viele technische Fehler im Aufbau ließen den Rückstand anwachsen.

Vorrangig durch Kontertore drehte die SG das Spiel und zeigte kein Erbarmen mit den Richenerinnen. Auch wenn Richen ersatzgeschwächt antrat, war so eine zweite Halbzeit nicht zu erwarten. Sonntag spielt der TB zu Hause um 15.30 Uhr gegen den TV Flein II.

TB Richen: Mirjam Auderer-Meixner, Barbara Osswald, Insa Hirzel (beide im Tor); Anna Müller (7), Christina Wolf (2), Anna Weiß (1), Shirin Hirzel (1), Lena Ahmad (1), Janina Wolf (1), Lara Eggensperger, Michaela Tojic, Tamara Schwarz.


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