Gelungene Generalprobe der SG Schozach-Bottwartal für die Hammer-Spiele

Handball  SG Schozach-Bottwartal meistert den Prüfstein Bietigheim II und sieht sich gerüstet für die Drittliga-Duelle mit Kappelwindeck und Freiburg.

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In der Abwehr eine Bank, vorne mit drei Feldtoren und drei Siebenmetern erfolgreich: Sina Klenk ist eine zentrale Figur beim Tabellenführer.

Foto: Archiv/Veigel

Unaufgeregt, abgeklärt, überlegt - die Drittliga-Frauen der SG Schozach-Bottwartal liefern. Und zwar Woche für Woche. Am Sonntag gelang dem Team von Trainer Hans Christensen in Bietigheim der siebte Sieg im siebten Saisonspiel. Mit 28:23 (10:10) gewannen die Gäste das gefühlte Heimspiel in der Halle am Viadukt. Die mitgereisten Fans hatten das Kommando auf den Rängen und die SGSB auf dem Feld - zumindest ab der 40. Minute.

"Die 14 Punkte kann uns keiner mehr nehmen", sagte ein zufriedener Christensen. "Mir war klar, dass wir irgendwann die Oberhand gewinnen, wenn wir immer weiter Tempo machen und unsere körperliche Präsenz einsetzen." Etwas früher wäre dem Dänen zwar lieber gewesen, aber wie bisher immer in dieser Saison, fand sein Team rechtzeitig den Schlüssel zum Erfolg.

Kampfspiel, das nicht unbedingt schön anzusehen ist

"Es war ein Kampfspiel. Nicht unbedingt schön anzusehen, aber die zwei Punkte sind deswegen nicht weniger wertvoll", sagte Natascha Weber. Gemeinsam, beziehungsweise wechselweise mit Svenja Kaufmann und Theresa Müller war Weber für die nötige Geschwindigkeit zuständig. Immer wieder suchte das Trio die Lücken in der SG-Abwehr, ging kompromisslos in die Schnittstellen, dahin, wo es wehtut. Der Lohn für Einsatz und Schmerz war zwar nicht immer der eigene Abschluss, aber womöglich der Pass auf eine freie Mitspielerin oder ein Siebenmeter. Da sowohl Hannah Hönig (drei von vier verwandelt) als auch Sina Klenk (drei von drei verwandelt) an der Siebenmeterlinie nervenstark agierten, war das im Grunde gleich viel wert.

Lange war die Partie jedoch völlig offen. "Wir haben die Kreisanspiele nicht in den Griff bekommen", nannte Weber einen wesentlichen Faktor dafür. Dabei hatten die Gäste in einer 6:0-Formation begonnen, um genau die besser verteidigen zu können. Aufgrund einer ganzen Reihe technischer Fehler und Fehlwürfe auf beiden Seiten fielen in den ersten 30 Minuten hüben wie drüben nur zehn Tore. Beide Abwehrreihen arbeiteten engagiert. Mit Lieke van der Linden und Rena Keller kamen zwei gute Torhüterinnen hinzu. Das Duell der Keeperinnen endete grundsätzlich Remis. Keller erzielte allerdings den Treffer zum 21:17 (51.) und hatte somit in der Offensivwertung die Nase vorn.

SGSB stets siegessicher

Nach dem 14:14 (39.) setzten sich die Gäste etwas ab, ohne aber die Partie damit schnell zu entscheiden. Die etwas offensivere 5:1-Deckung war wirkungsvoller, weil damit die umtriebige Ana Rajic besser eingehegt werden konnte. Bis zum 21:23 (56.) durch die starke Bietigheimer Linksaußen Magdalena Probst war aber noch alles möglich. "Ich war mir erst in der 59. Minute sicher, dass wir gewinnen", gab Weber zu.

Auf der Zielgeraden blieben die Gäste jedoch cool, spielten ihre Angriffe lange aus und ließen in der Abwehr fast nichts mehr zu. Ein 5:2-Lauf führte schließlich zum 28:23-Endstand. Team und Trainer fühlen sich bereit, für die Duelle gegen die anderen Topteams Kappelwindeck (21. November) und Freiburg (28. November). 


SG Schozach-Bottwartal: Keller (1), Brausch (beide Tor) - Weber (2), Hanak (1), Müller (1), Kaufmann (2), Däuble (1), Hönig (9/3), Keil, Klenk (6/3), Hage (1), Räuchle, Maier (3), Loehnig (1).

Beste Schützin der SG BBM: Probst (7).

Schiedsrichter: Timo Bernhardt/Lars Zick.

Siebenmeter: SG BBM 5/3; SGSB 7/6.

Zeitstrafen: 5/3.


Stephan Sonntag

Stephan Sonntag

Autor

Stephan Sonntag arbeitet seit Oktober 2008 für die Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat wurde der gebürtige Westerwälder in die Sportredaktion übernommen. Dort ist er für Handball, Eishockey, Boxen und Rugby zuständig.

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