Bönnigheim wahrt weiße Weste, schwarze NSU-Serie geht weiter

Handball  TSV-Frauen feiern in der Oberliga den dritten Sieg in Folge. Die Neckarsulmer Männer warten hingegen weiter auf die ersten Zähler.

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TSV-Trainer Stefan Martin hatte keinen Grund nervös zu sein.

Foto: Veigel

Die Oberliga-Frauen des TSV Bönnigheim haben auch das dritte Saisonspiel gewonnen und mit einem 32:30 (13:15) gegen die HSG Leinfelden-Echterdingen die weiße Weste gewahrt, es war allerdings ein hartes Stück Arbeit.

Hart gearbeitet haben auch die Neckarsulmer Oberliga-Männer. Trotz kleinem Kader mühten sie sich beim TSB Schwäbisch Gmünd redlich. Letztlich aber vergeblich. Mit 27:29 (10:15) ging auch Saisonspiel drei verloren und die schwarze Serie weiter.

TSB Schwäbisch Gmünd - Neckarsulmer SU 29:27

Eine positive Serie hat eine negative nicht ablösen können - seit 2012 war die Neckarsulmer Sport-Union gegen Schwäbisch Gmünd unbesiegt - bis Sonntag, als es die dritte Niederlage in Serie setzte. "In vielen Momenten hatten wir heute kein Glück. Wir kämpfen uns zwar nochmal super ran und schaffen mehrmals den Ausgleich, aber dann geht einem irgendwann die Zeit aus. Einen Punkt hätten wir aber verdient gehabt", klagte NSU-Trainer Borchardt. Und seine Sport-Union verlor nicht nur die Partie, sondern auch Luca Kazmeier, der sich an der linken Hand verletzt hat. Bei der ohnehin dünnen Personaldecke eine Hiobsbotschaft.

Die Gmüder drückten dem Spiel sofort ihr Tempo auf, scheiterten aber häufig am Torgehäuse. Neckarsulm brachte sich hingegen durch kleine Fehler um mehr Torerfolge. In der Folge wurde das Spiel fahriger. In dieser Phase setzten sich die Hausherren ab. Auch beim Duell der Torhüter war Gmünd besser aufgestellt und verdiente sich die 15:11-Pausenführung. Die zweite Hälfte begann ebenso temporeich wie die erste, wodurch sich vermehrt Lücken boten. Vor allem die offensive 3:3-Deckung der Gmünder wurde immer anfälliger, so dass die Neckarsulmer in der 41. Minute den Anschluss erzielten. Der TSB war davon jedoch wenig beeindruckt und zog erneut auf vier Tore davon. In der Schlussphase zeigte dann auch Alexander Bartelmann im NSU-Tor sein Können. Punkte konnte er aber nicht festhalten.

TSV Bönnigheim - HSG Leinfelden-Echt. 32:30

"Dass man in Bönnigheim mit 6:0 Punkten startet, bin ich ja fast schon gewohnt", sagte TSV-Trainer Stefan Martin am Sonntagabend mit Blick auf die Vorsaison schmunzelnd. Ob die Bönnigheimerinnen diesmal nach starkem Start mehr Konstanz beweisen können, liegt hingegen nicht nur an ihnen. "Wir wissen mit Corona alle, dass es schnell vorüber sein könnte", betont Stefan Martin und nimmt die ernste Lage mit Humor: "Wir haben schon gesagt, dass das vielleicht die Herbstmeisterschaft ist."

Auch für Martin gibt es momentan wichtigeres als den Sport: "Bei der HSG gab es Corona-Verdachtsfälle, die jetzt gefehlt haben, das verzerrt schon das Bild." Die Leistung seiner Mannschaft wollte er dennoch nicht schmälern: "Das war kämpferisch eine richtig gute Leistung gegen einen starken Gegner - auch wenn nicht alles perfekt war." Nah dran an perfekt war Bönnigheims neue Keeperin Kathrin Gerullis. "Sie war der entscheidende Rückhalt", sagte Martin.

TSV Bönnigheim: Gerullis, Altmann (Tor) - E. Haar, Hafendörfer (2), L. Haar (1), Gröger (3/2), Graner (8/6), Ullrich (2), Meic (2), Samer, Haiges (1), Häberlen (7/2), Halupka, Kerner (6).

Siebenmeter: TSV 12/10, HSG 10/5.
Zeitstrafen: 6/6.


Dominik Knobloch

Dominik Knobloch

Sportredakteur

Dominik Knobloch ging 2012 erstmals als Praktikant für die Heilbronner Stimme aufs Feld. Nach seinem Volontariat wurde er 2015 als Redakteur im Sportressort übernommen.

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