Von allem ein bisschen zu wenig beim TSV Weinsberg

Handball  Oberligist Weinsberg fehlt beim 30:37 gegen Aufsteiger Schwäbisch Gmünd die Leichtigkeit. Mit 1:5 Punkten endet die Englische Woche miserabel.

Von allem ein bisschen zu wenig beim TSV Weinsberg

Max Schulze und die Weinsberger finden nicht richtig in Tritt.

Foto: Archiv/Veigel

Markus Kübler stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Sein Blick war leer, die Stimme schwach. "Das ist schon ein schmerzhaftes Ergebnis", sagte der Weinsberger Trainer nach dem 30:37 (15:16) gegen den TSB Schwäbisch Gmünd am Sonntagabend.

Was hat zum Sieg gefehlt?

Was seinen Weinsbergern am Ende gefehlt hatte? "Ich glaube von allem etwas", sagte TSV-Shooter Max Schulze nach kurzem Überlegen: "Ein bisschen Abwehr, ein bisschen Angriff, ein bisschen halblinks, ein bisschen halbrechts, mal ein Pfiff - gefühlt waren wir in allen Situationen, in denen wir das Spiel hätten drehen können, aus verschiedenen Gründen nicht voll da."

Viel zu verkrampft

Weit weg von einem besseren Ergebnis, war Weinsberg nicht. "Wir haben es aber nicht geschafft, das Momentum komplett auf unsere Seite zu bringen. Es geht uns gerade nicht so einfach von der Hand, es fehlt die Leichtigkeit", gestand Markus Kübler eine gewisse Versunsicherung nach dem mäßigen 3:7-Punkte-Start in die Oberliga und einer mauen 1:5-Zähler-Ausbeute in einer Englischen Woche gegen Weilstetten, Neuenbürg und Schwäbisch Gmünd.

Bereits die ersten Weinsberger Offensiv-Aktionen im umkämpften Duell mit dem TSB wirkten verkrampft. Die Gmünder kamen so deutlich leichtgängiger zum 3:1 (4. Minute). Zwar ließ sich der TSV nicht abschütteln, mehr als maximal der Ausgleich gelang aber nicht. Auch, weil Schwäbisch Gmünd über die linke Angriffsseite immer wieder zu vielen leichten Toren kam. Auf Weinsberger Seite sah hingegen das Allermeiste nach harter Arbeit aus. So mühte sich der TSV zum 15:16-Pausenstand. "Natürlich tust du dich leichter, wenn du mit 8:0 in die Saison startest", sagte Schulze, der dennoch der Überzeugung ist, "dass wir eigentlich besser sind als das, was wir auf die Platte bringen".

Torwart-Oldie Merzbacher half für den verletzten Krems aus

Bei den Weinsbergern neu auf der Platte stand Stefan Merzbacher. Nachdem sich TSV-Keeper Tobias Krems am Samstag eine Platzwunde zugezogen hatte, half Merzbacher aus alter Oppenweiler Verbundenheit spontan aus. Und zeigte ab der 38. Minute einige gute Paraden. Am Torwart-Routinier lag es nicht, dass Weinsberg auch nach einer 18:17-Führung nicht richtig zu einem sicherem Spiel fand. Schnell hatte Schwäbisch Gmünd die Nase wieder leicht vorn. Nach einem Doppelschlag zum 31:27 (54.) dann auch erstmals etwas deutlicher. Kübler versuchte seinem Team mit einem siebten Feldspieler Schwung zu geben, doch die Maßnahme ging nach hinten los. Der TSV stolperte in zahlreiche Gegenstöße und war schließlich am Boden.

Spiel-Details 

TSV Weinsberg: Rupprecht, Merzbacher (Tor) - Schulze (2), Röhrle (4/4), Braun (2), J. König (4), Lanig (3), F. Reichert (4), S. König (4), Ruck (3), Frank, Baumann (1), Wahl (3), Darancik.

Bester Schütze TSB: Djokic (13/4).

Siebenmeter: TSV 5/4, TSB 6/5.

Zeitstrafen: 4/3.

Disqualifikation: Rote Karte (TSB/46.).


Dominik Knobloch

Dominik Knobloch

Sportredakteur

Dominik Knobloch ging 2012 erstmals als Praktikant für die Heilbronner Stimme aufs Feld. Nach seinem Volontariat wurde er 2015 als Redakteur im Sportressort übernommen.

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