TSV Weinsberg ist im Bunde mit dem Handball-Gott

Handball  Dem TSV Weinsberg gelingt ein 33:32-Sieg beim Oberliga-Schlusslicht Fellbach. Sven König trifft dabei zehn Mal. Jan König sorgt für das entscheidende Tor ganz zum Schluss.

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TSV Weinsberg ist im Bunde mit dem Handball-Gott

Alexander Ruck war in Fellbach sieben Mal erfolgreich.

Foto: Archiv/Berger

Jan König war der Held des Abends für den TSV Weinsberg in der äußerst spärlich besetzten Fellbacher Zeppelinhalle. Mit der Schlusssirene besorgte das Weinsberger Dynamik-Monster den 33:32-Siegtreffer für die Gäste. Damit gelangen dem Team von Trainer Markus Kübler erstmals in dieser Saison zwei Erfolge hintereinander. Der tief enttäuschte Aufsteiger bleibt in der Oberliga dagegen ohne Sieg.

Es war eine äußerst spannende Partie vor einer traurigen Kulisse. Die Weinsberger führten über weite Strecken, doch die kampfstarken Fellbacher ließen sich nie abschütteln. Auf Weinsberger Seite war einmal mehr Sven König der beste Mann. Der Kapitän war nie zu halten und marschierte wie gewohnt vorneweg. Zehn Feldtore waren der Beleg für die starke Leistung des 26-Jährigen.

Starkes Rückzugsverhalten

Die Weinsberger waren auf das Tempospiel der Fellbacher um den früheren Horkheimer Spielmacher Andreas Blodig gut vorbereitet. Dank eines exzellenten Rückzugsverhaltens wurden einige Bälle abgefangen. Doch dank des starken Fellbacher Keepers Marc Krammer, der reihenweise freie Würfe des TSV parierte, blieb das Spiel komplett ausgeglichen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte schienen die Weinsberger langsam davonzuziehen, 28:23 führten die Gäste in der 42. Minute. Doch wieder war es Krammer, der sein Team im Spiel hielt. "Leider haben wir zu viele freie Bälle verworfen und so Fellbach wieder ins Spiel kommen lassen", ärgerte sich TSV-Keeper Tobias Krems. Im Rückzugsverhalten war der TSV nicht mehr so konsequent wie in den ersten 30 Minuten. "Wir haben zu viele Tore im Gegenstoß und in der zweiten Welle zugelassen. Unsere 6:0-Abwehr stand im aufgebauten Angriff gut", sagte der wieder vorwiegend defensiv eingesetzte Benedikt Baumann.

Tatsächlich strahlten die Fellbacher aus dem gebundenen Spiel kaum Gefahr aus, über ihr Tempospiel arbeiteten sie sich aber wieder Tor um Tor heran. Per Siebenmeter gelang ihrem besten Torschützen Moritz Schäfer 22 Sekunden vor Spielende der 32:32-Ausgleich. Kübler nahm eine Auszeit, um den letzten Angriff zu planen. Und der Handball-Gott war an diesem Samstagabend mit den Weinsbergern. Jan König tütete den verdienten Sieg ein, schließlich hatten die Fellbacher in der gesamten zweiten Hälfte nicht ein Mal geführt. "Durch unseren guten Kampf, den wir hier abgeliefert haben, haben wir uns die Punkte am Ende absolut verdient", fand Krems.

Jubel bei den Anhängern

Bitter für den SV Fellbach: Es war bereits die achte Saisonniederlage mit weniger als zwei Toren Rückstand. Aufgrund dessen war TSV-Erfolg beim Tabellenletzten auch deutlich höher zu werten, als nur von den Tabellenpositionen aus betrachtet. Entsprechend groß war auch der Jubel bei den Spielern und mitgereisten Weinsberger Anhängern.

TSV Weinsberg: Rupprecht, Krems (Tor) - Röhrle (5/3), Braun, J. König (3), Lanig (3), Tauterat, S. König (10), Ruck (7), Frank (1), Baumann, Wahl (4), Darnacik, Dück.

Beste Schützen des SVF: Schäfer (9/2), Wente (6), Blodig (5/1).

Siebenmeter: SVF 4/3; TSV 7/3.

Zeitstrafen: 2/1.


Stephan Sonntag

Stephan Sonntag

Autor

Stephan Sonntag arbeitet seit Oktober 2008 für die Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat wurde der gebürtige Westerwälder in die Sportredaktion übernommen. Dort ist er für Handball, Eishockey, Boxen und Rugby zuständig. 

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