Der Lieblingsgegner kommt mit neuem Trainer

Handball  TSB Horkheim hat gegen die TGS Pforzheim eine ausgezeichnete Bilanz - Makellose Heimserie ausbauen

Das Duell mit der TGS Pforzheim hat mittlerweile den Status eines Drittliga-Klassikers für den TSB Horkheim. Seit dem Pforzheimer Aufstieg 2013 haben sich beide Teams ein Dutzend zumeist hart umkämpfte Spiele geliefert, die oft mit einem TSB-Sieg endeten (siehe Grafik). Das 13. Duell steht an diesem Samstag (20 Uhr) in der Stauwehrhalle auf dem Programm.

"Spiele gegen Pforzheim waren für uns immer ein gutes Pflaster. Daher gehe ich mit einem guten Gefühl in die Partie, auch wenn es leider wieder mit 0:0 losgeht", sagt Spielmacher Tobias Gehrke.

Trotz positivem Punktekontoo hat Pforzheim den Trainer gewechselt

Mit 7:5 Punkten sind beide Teams so lala in die Saison gestartet. Besonders die Pforzheimer hatten sich mehr ausgerechnet und nach der jüngsten 28:29-Niederlage gegen den VfL Pfullingen reagiert. Michael Rost ist nicht mehr Trainer der TGS. Die Trennung erfolgte laut Abteilungsleiter Wolfgang Taafel "einvernehmlich" und "freundschaftlich".

Der Lieblingsgegner kommt mit neuem Trainer

Felix Weißer und seine TSB-Kollegen würden sich wünschen, dass der Gegner am Samstag wieder möglichst häufig das Nachsehen hat. Bisher hat Horkheim in der Stauwehrhalle noch eine weiße Weste.

Foto: Andreas Veigel

"Zuletzt haben wir uns von Spiel zu Spiel gewürgt, die Stimmung in der Mannschaft war auch nicht mehr so gut", sagte Taafel der "Pforzheimer Zeitung". Rost selbst nannte berufliche Gründe für seinen Rückzug. "Die Spieler haben darunter gelitten, von den sportlichen Zielen sind wir weit entfernt. Noch ist aber nichts verloren. Ich möchte der TGS nicht im Weg stehen, deshalb ist es besser, jetzt den Schlussstrich zu ziehen", sagte der 54-jährige Betriebsleiter.

Der bisherige spielende Co-Trainer Florian Taafel und Jugendcoach Timo Hufnagel haben Rosts Erbe gemeinsam angetreten. "Ich hoffe, dass der Trainerwechsel bei den Spielern Kräfte freisetzt. Wir müssen nach der Pfullingen-Pleite eine Reaktion zeigen", forderte Wolfgang Taafel.

TSB ist auf alle Eventualitäten vorbereitet

Der Trainerwechsel beim nächsten Gegner hat TSB-Trainer Michael Schweikardt überrascht: "Es ist noch früh in der Saison, aber die Hintergründe sind aus der Ferne schwer zu beurteilen." Große Veränderungen erwartet der 36-Jährige nicht: "Die Spieler bleiben dieselben. Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet." Weniger taktische Veränderungen als vielmehr neu motivierte Spieler fürchtet Spielmacher Gehrke: "Jeder Spieler wird nochmal etwas mehr Gas geben, um sich beim neuen Trainer zu empfehlen."

Der erste Auswärtssieg hat für Entspannung gesorgt

Dank des 35:26-Siegs vergangene Woche bei Schlusslicht Willstätt - das sich übrigens in dieser Woche von Trainer Marco Schiemann getrennt hat - gehen die Horkheimer entspannt ins dritte Saison-Heimspiel. "Wir haben uns als kurzfristiges Ziel gesetzt, zu Hause ungeschlagen zu bleiben", sagt Schweikardt. Der erste Auswärtssieg war aus seiner Sicht überfällig. "Wir hatten zuvor drei Mal gute bis sehr gute Leistungen gezeigt, aber leider nur einen Punkt mitgenommen. Daher war es wichtig, dass wir dieses Mal den Sieg eingetütet haben." Besonders freute den Trainer, dass jeder Spieler seinen Anteil daran hatte: "Jeder meiner Jungs hat mindestens ein Tor erzielt."

Dass die Punktausbeute durchaus üppiger hätte ausfallen können, findet auch Gehrke: "Die knappen Spiele haben wir leider verloren, unsere Siege waren dagegen eindeutig." Gegen Pforzheim darf es daher auch gerne mal einen knappen Erfolg geben.

 

Stephan Sonntag

Stephan Sonntag

Autor

Stephan Sonntag arbeitet seit Oktober 2008 für die Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat wurde der gebürtige Westerwälder in die Sportredaktion übernommen. Dort ist er für Handball, Eishockey, Boxen und Rugby zuständig. 

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