Dank guter Planung gelingt den Bönnigheimerinnen der Umbruch

Handball  Die Oberliga-Handballerinnen vom TSV Bönnigheim wollen nicht wieder um den Klassenerhalt zittern müssen.

Email

Der Beinahe-Absteiger der Vorsaison hat wieder eine holprige Saisonvorbereitung absolviert. "Als Mannschaft haben wir uns trotzdem sehr früh das Ziel gesetzt, einen Platz im vorderen Tabellendrittel anzustreben", sagt Trainer Stefan Martin. Das Auftaktmatch gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen wird an diesem Sonntag (16.45 Uhr) aber sicher kein Selbstläufer. Die Stärken und Schwächen des TSV im Überblick:

 

Kaderplanung: Schon vor Saisonbeginn wussten die Verantwortlichen, dass mit Alkje Ziegler, Sabrina Zerweck oder Carolin Krieg langjährige Leistungsträgerinnen ihre Karrieren beenden würden. Folgerichtig wurden frühzeitig die Weichen für den personellen Umbruch gestellt. Manch ein großer Nachbarverein schaute in die Röhre, schließlich standen Spielerinnen wie Kim Hagner, Katja Kerner, Annika Gröger oder Jasmina Welz auch auf den Wunschzetteln anderer Clubs.

Oberliga-Erfahrung: Der TSV geht bereits in seine fünfte Oberliga-Saison in Folge. Das Gros der Spielerinnen weiß, was auf sie zukommt, wie Spiele gewonnen werden und kennt die meisten Gegner.

Breiter Kader: Nimmt man den erweiterten Personalstamm hinzu, verfügt der TSV über rund 20 Spielerinnen. In quantitativer Hinsicht sollte also selbst eine größere Verletztenmisere keine Probleme bereiten.

Vorbereitung: Schon beim Aufwärm-Kick im ersten Training verletzte sich die erste Spielerin. Mara Hafendörfer, Kim Hagner und Annika Gröger sowie der Last-Minute-Neuzugang Stefanie Samer fehlten zwischenzeitlich. Urlaubsbedingt kamen weitere Ausfälle hinzu. "Wir hätten noch ein bis zwei Wochen zusätzlich gebrauchen können", räumt Trainer Martin ein.

Kreis: Durch die Schwangerschaft von Alexandra Zäh ist Sandra Graner offiziell Alleinunterhalterin am Kreis. Über 60 Minuten in Abwehr und Angriff gefordert, ist das nicht zu bewältigen. Eine Alternative muss aus dem bestehenden Kader heraus kommen.

Go-to-Girl: Alkje Ziegler war die Spielerin, für die entscheidenden Situationen, die keinem Zweikampf aus dem Wege ging. Hier muss sich eine Nachfolgerin finden.

Prognose: Der TSV muss sein Potenzial konstant abrufen und die Spielphasen mit Zitterhändchen deutlich eindämmen. Dann winken die Ränge vier bis acht.

 


Stephan Sonntag

Stephan Sonntag

Autor

Stephan Sonntag arbeitet seit Oktober 2008 für die Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat wurde der gebürtige Westerwälder in die Sportredaktion übernommen. Dort ist er für Handball, Eishockey, Boxen und Rugby zuständig. 

Kommentar hinzufügen