Spielberichte vom Landesliga-Wochenende

Handball  Hier geht es zu den Spielberichten der Partien der Handball-Landesliga vom Wochenende.

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Männer

HSG Hohenlohe - TSV Bönnigheim  28:26 (14:12)   

Nach einer indiskutablen und desolaten Leistung setzte es für die Landesliga-Handballer des TSV Bönnigheim beim mit 0:8 – Zählern gestarteten Tabellenletzten HSG Hohenlohe eine verdiente 26:28 – Niederlage. Dabei hatten es die Gäste in der Creutzfelder Sporthalle in Öhringen-Pfedelbach gegen den Aufsteiger durchaus in der Hand die Partie für sich zu entscheiden, doch wenn man mit gleich fünf Siebenmetern an HSG-Torhüter Manuel Gentner scheitert, kann man ein enges Spiel, bei dem bis drei Minuten vor Schluss keine Mannschaft mal mit mehr als zwei Toren in Führung lag, nicht gewinnen.

Die Auswärtspleite ist umso bitterer, weil sich die Bönnigheimer wieder einmal selbst besiegten. Bei ihnen  vermisste man an diesem Samstagabend eine ordnende Hand, dem Team von Trainer Uwe Sauerbrey fehlte der Kopf, vor allem auch deshalb, weil Dominic Zäh einen wahrlich gebrauchten Tag erwischte. Neben zwei 7m – Fehlwürfen setzte er auch beim Stande von 20:21 (48.) bei einem Konter den Ball relativ weit am HSG-Tor vorbei, um nur drei missglückte Aktionen heraus zu greifen. 

Ein nach dem Abpfiff ziemlich angefressener Uwe Sauerbrey ließ kein gutes Haar an seiner Mannschaft: „Wir haben einen keineswegs überzeugenden Gegner durch unsere Unentschlossenheit in der Abwehr und einer katastrophalen Chancenverwertung regelrecht aufgebaut und aufgepuscht. Wir lassen uns durch Kleinigkeiten und teils sicherlich auch fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen völlig aus dem Konzept bringen“. Ein Hauptproblem ist natürlich auch, dass aus dem Rückraum nur Lukas Hepperle  Tor gefährlich agiert. So ist die Bönnigheimer Mannschaft leicht auszurechnen.

Beste Werfer bei der HSG Hohenlohe waren Fabian Bauknecht mit sieben und der erst 18-jährige Lukas Kinkel mit fünf Toren, während Lukas Hepperle für den TSV sechs Mal traf. Mit Abstrichen überzeugen konnte bei den Gästen eigentlich nur die beiden Aussen David Track und Dominik Loren (jeweils 4 Tore), sowie in der ersten Halbzeit Torhüter Mario Schultz. Eigentlich waren die Bönnigheimer gewarnt. Beim letzten Aufeinandertreffen im April 2014 gab es gegen die damals bereits als Absteiger feststehenden Pfedelbacher eine  29:31 – Schlappe. Doch bis zum 14:12 – Pausenstand scheiterten die Gäste -Angreifer des öfteren in aussichtsreichen Positionen am guten HSG-Keeper und ließen die letzte Konsequenz und Effizienz vermissen. Nach der Halbzeitpause fand Bönnigheim dann allerdings zunächst etwas besser ins Spiel.

Ein Doppelschlag von David Track und Dominik Lorenz brachte schnell das 14:14. Nach 40 Zeigerumdrehungen lagen die Gäste erstmals in dieser umkämpften Partie mit zwei Toren in Front (17:19), doch beim 23:22 (51.) hatten wieder die Gastgeber die Nase vorn. Jetzt blieb TSV-Coach Sauerbrey nur noch der Griff zur Grünen Karte. Doch seine Worte sollten keine Wirkung zeigen. In dieser Drucksituation versagten seinen Akteuren wieder einmal die Nerven: unnötige technische Fehler sowie eine Zeitstrafe gegen Dominic Zäh und die Disqualifikation für Lukas Hepperle nutzten die Hohenloher eiskalt zur 27:24 – Führung (59.) aus. Die Vorentscheidung. 

HSG Hohenlohe: Alexander Weiß, Manuel Gentner (beide Tor), Deniz Gölcek, Stefan Klenk (4), Fabian König (2), Mato Kozul (3), Yannick Wörz (3), Nico Gräter, Lukas Kinkel (5), Igor Borovnica, Artur Lippert, Jörn König, Robin Bender (4), Fabian Bauknecht (7)

TSV Bönnigheim: Rupprecht, Schultz; Track (4), Mathias Hepperle (3), Lorenz (4), Lukas Hepperle (6), Rösch (1), Dominic Zäh (2/1), Patrick Stierl (1), Vogelmann (1), Zundel (1), Böer (3)

 

SSV Hohenacker - SV Heilbronn am Leinbach 24:23 (12:11)

Am Sonntagtagabend musste unsere erste Männermannschaft beim Aufsteiger SSV Hohenacker antreten. Das Spiel begann auf beiden Seiten mit einer sehr guten Abwehrleistung, was es im Angriff schwermachte, zu guten Chancen zu kommen. Die ersten Spielminuten liefen recht ausgeglichen in dem sich keine Mannschaft einen Vorteil erspielte. Ab der 7. Minute konnten sich die Heilbronner durch Tore von Serkan Vurmaz und Tobias Künzel auf 4:7 Toren einen Vorsprung erspielen, dass eine Auszeit der Gastgeber nach sich zog. Im Anschluss verloren die SV’ler völlig den Faden und konnten 13. Spielminuten lang kein Tor mehr erzielen. Durch Fehlwürfe und Ballverluste im Angriff wurden die Hohenacker eingeladen, einfache Kontertore zu erzielen und gingen daher in der 21 Spielminute zum ersten Mal mit 8:7 in Führung.

Auch eine Auszeit durch den SV Coach brachte nicht die gewünschte Wende. Im Angriff wurde zu drucklos und viel zu parallel gespielt und im Abschluss wurden die zum Teil gut herausgespielten Torchancen zu wenig genutzt. Bis zur Halbzeit verlief das Spiel wieder ausgeglichen und so wurde beim Stande von 12:11 Toren für den SSV Hohenacker die Seiten gewechselt. Zu Beginn der zweiten Spielhälfte erwischte das SV-Team den besseren Start und ging mit zwei Tore in Folge mit 12:13 Toren in Führung. Die Hohenacker hielten wieder dagegen und gingen wiederum in Führung.

Durch erneut schlechte Torausbeute brachte man die Gastgeber immer wieder ins Spiel zurück und musste durch einen erneuten Lauf der SSV’ler einen 16.13 Tore Rückstand hinnehmen. Die zweite Auszeit der Gäste brachte wiederum die Wende und nun erzielten die Heilbronner vier Tore in Folge und ging erneut mit 17:18 Toren in Führung. Als Philipp Lang zum 17:19 einnetze schien der Knoten auf seitens der SV’ler geplatzt zu sein.

Doch erneut durch unnötige zum Teil überhastete Fehlwürfe wurden die Hohenacker wieder ins Spiel zurückgebracht. In der Schlussphase wurde es beim Spielstandstand von 20:20 in der 53. Spielminute hektisch, indem die Schiedsrichter nun meinten auch ins Spielgeschehen einzugreifen zu müssen. Durch unstimmige Entscheidungen wurden die Gastgeber bevorteilt und auf die Siegerstraße gebracht. In den verbleibenden Spielminuten versuchte das SV-Team die Niederlage noch abzuwenden aber drei Zeitstrafen und in Unterzahl spielend, konnte nur noch wenige Sekunden vor Spielende der Anschlusstreffer zum 24:23 Endstand erzielt werden.

SV Heilbronn: Gerardo Weber, Reinhold Gräf, Philipp Lang (4), Tobias Künzel (4) Markus Seifer, Sören Vogt (4/1), Stefan Kandziora (1), Marco Künzel (3), Serkan Vurmaz (4), Benjamin Lepple (2), Jonathan Feldmann und Yannick Volz (1).

 

 Frauen

TV Flein - SV Heilbronn am Leinbach 25:18 (12:8)

Sehr nervös kamen die Damen des SV Heilbronn am Leinbach zum Derby nach Flein. Aus der Vergangenheit weiß man, dass Spiele in der Sandberghalle den Heilbronnerinnen einfach nicht liegen. Dementsprechend begann auch die Partie. Flein konnte recht schnell in Führung gehen und obwohl sich der SV schöne Torchancen herausspielte konnten zunächst keine Treffer erzielt werden.

Das erste Gästetor gelang Nathalie Vogt erst nach 5 Minuten nach einem verworfenen Siebenmeter. Nun schien der Bann erst einmal gebrochen und die SV’lerinnen konnten weitere Tore erzielen. Jedoch machten sie auch zu viele technische Fehler, so dass es in manchen Angriffen gar nicht zum Torabschluss kam. Die Fleinerinnen nutzten ihrerseits die Fehler der Gäste um ihre Führung auszubauen- So ging man mit einem vier Tore Abstand in die Kabinen.Zurück auf dem Feld waren beide Mannschaften nicht gerade erfolgreich. Sieben Minuten lang konnte keines der beiden Teams ein Tor erzielen.

Dann war es der SV, der den ersten Treffer erzielen konnte. In der vierzigsten Minute waren die Gäste ihrem Gegner mit nur noch einem Tor Rückstand dicht auf den Fersen. Jedoch machte man es sich wieder selbst kaputt. Durch zahlreiche technische Fehler und zu unsichere und überhastete Torschüsse konnten die Fleinerinnen die Chance zu Kontertoren nutzen  und die Führung wieder deutlicher ausbauen. 

Diesem Rückstand liefen die Damen des SV nun das restliche Spiel hinterher und mussten sich schließlich mit 25:18 geschlagen geben.

TV Flein: Katharina Blind, Luisa Riek (2), Silke Göttle, Julia Opl (4), Merle Scharf (1), Marina Trahorsch (2), Marion Schuller (2), Vanessa Klenke (2), Karolin Bubeck, Marisa Brenner, Laura Neutz (5/4), Nina Heck (7/3), Corinna Bartenbach, Romina Mrosla

SV Heilbronn: Gheorgina Gräf, Verena Vogel (1), Nathalie Vogt (2/1), Julia Gmelin (2), Carolin Bozic, Jasmin Wörz (2), Dominique Schramm (1), Nina Weßel, Katharina Schaaf (3), Carolin Lucht (5/4), Claudia Fromm, Victoria Lardani (2), Sandra Jens

 

SG Schozach-Bottwartal - SV Remshalden 30:21 (13:11)

"Spitzenreiter, Spitzenreiter hey hey hey…", so muss es sich wohl in der Kabine der Damen 1 angehört haben als das Spiel gegen den direkten Verfolger Remshalden beendet war. Nach der samstäglichen Niederlage der HG Steinheim/Kleinbottwar und dem sonntäglichen Sieg der SGSB sind die Damen der SG Schozach-Bottwartal nun die einzige Mannschaft die noch keine Zähler auf der Minusseite der Tabelle hat und nach der einhelligen Meinung der Spielerinnen und beider Trainer sowie der knapp 100 Zuschauer in der Wildeckhalle soll das auch noch lange so bleiben.

Die Mannschaft aus Remshalden, gewarnt von den bisherigen Auftritten der SGSB, ging höchst konzentriert und mit dem notwendigen Einsatz in die Partie. Die SG Schozach-Bottwartal Mädels konnten hingegen die „Überfalltaktik“ vom Bietigheim Spiel nicht wirklich so umsetzten wie gewollt. Erstmals lagen die SGSB Mädels zu beginn einer Partie im Hintertreffen und erzielten erst in der dritten Spielminute das 1:2. Bis zur 10. Spielminute entwickelte sich ein Kopf an Kopf rennen, wobei sich die SGSB langsam aber sicher ins Spiel zurückkämpfte und angetrieben durch ein treffsichere Elena Koch auf 6:4 davon ziehen konnte.

Folgerichtig nahmen die Gäste aus Remshalden die Auszeit, die dann auch mit dem Ausgleichstreffer zum 11:11 in der 25. Spielminute Früchte trug. Nun reagierte die SGSB Bank und nahm ebenfalls die Auszeit. Die beiden Trainer stimmten die Mannschaft auf die letzten 5 Spielminuten vor der Halbzeit ein, was durch die 13:11 Halbzeitführung belohnt wurde. Bis zur 43. Zeigerumdrehung konnten die SG Mädels eine 4 Tore Führung erzielen. Dieser Abstand konnte bis zur 52. Spielminute gehalten werden – wer nun dachte die Partie sein gelaufen täuschte sich. Mit einem Dreierpack konnten die Gäste aus Remshalden nochmals auf 23:21 verkürzen.

Der 21. Treffer der Remstälerinnen sollte aber das letzte Erfolgserlebnis für die restliche Spielzeit bleiben und die SG konnte nochmals 7 Treffer verzeichnen, so dass schlussendlich ein souveräner 30:21 Heimsieg gegen den direkten Aufstiegskonkurrenten aus Remshalden zu Buche stand. Am kommenden Samstag geht es wieder darum die weiße Weste nicht zu beschmutzen – dies sollte beim Aufsteiger aus Wiernsheim mit einer couragierten und engagierten Leistung durchaus möglich sein.

SG Schozach-Bottwartal: Jessica Reinhardt, Jasmin Szota, Samira Antl; Katharina Bieser, Laura Richter (1), Doro Döffinger (1), Sarah Kreh (2), Theresa Müller (2), Sara Kauth (4), Elena Koch (10), Nina Schump, Janina Spieth (4), Vanessa König (6) 

 


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