WFV-Reform: Im Unterland wird es insgesamt 19 oder 23 Absteiger geben
Steigt Landesligist SV Schluchtern ab, geht es für 18 A-Ligisten aus dem Unterland ein Klasse runter, bleibt er drin, erwischt es nur 15. Aus der Bezirksliga müssen fünf oder vier Teams absteigen.

Noch sieben Spieltage, dann ist der Fußballbezirk Unterland Geschichte. Im Sommer wird die Strukturreform des Württembergischen Fußballverbands (WFV) umgesetzt, das Unterland verschmilzt mit dem nördlichen Teil Hohenlohes zum neuen Bezirk Franken.
Damit einhergeht in dieser Saison ein verschärfter Abstieg in der Bezirksliga und den drei A-Ligen. Abhängig vom Klassenerhalt oder Abstieg des Landesligisten SV Schluchtern gibt es im Unterland insgesamt 19 Absteiger (15 A-Ligisten, vier Bezirksligisten) oder sogar 23 (18 A-Ligisten, fünf Bezirksligisten). Zudem ist die Relegation auf Bezirksebene einmalig ausgesetzt. Auch in der Saison 2024/25 wird mit drei A-Ligen gespielt - aber nur noch mit zwei auf dem dann ehemaligen Gebiet des Bezirks Unterland. Eine weitere A-Staffel stellt Hohenlohe. Doch es gibt viele Fragen:
Wie viele Bezirksligisten steigen am Saisonende ab?
Der neue Bezirk Franken startet mit einer Bezirksliga, die aus 18 Vereinen besteht - zwölf aus dem Unterland, sechs aus Hohenlohe Nord. Aktuell spielen in der Bezirksliga Unterland 14 Mannschaften. Hinzu kommen die Meister der drei A-Ligen, plus - nach aktuellem Tabellenstand - der SV Schluchtern als Absteiger aus der Landesliga. 14 + 3 + 1 = 18, abzüglich des Bezirksligameisters errechnet sich die Zahl von 17 Unterland-Bezirksligisten. Demnach würden fünf Vereine absteigen, um die gewünschte Zahl von zwölf Vereinen zu erreichen. Schafft der SV Schluchtern den Klassenerhalt, wären es vier Absteiger. Somit heißt es Daumendrücken für den SVS.
Gibt es unterschiedlich viele Absteiger aus den drei Unterland-A-Staffeln?
Nein. Noch bis vor zwei Jahren war die Regel, dass die Bezirksliga-Absteiger in ihre geografisch zugeordneten A-Staffel eingegliedert werden. Die Anzahl der Absteiger in den A-Ligen wich daher mitunter voneinander ab, variierte zwischen eins, zwei oder drei. Dieser Modus entfällt, aus allen drei A-Staffel steigt zum Saisonende jeweils die gleiche Anzahl von Teams ab. Die verbleibenden A-Ligisten werden in einem gemeinsamen Pool zusammengefasst.
Wie viele A-Ligisten steigen ab?
Von den aktuell 42 A-Liga-Vertretern verabschieden sich die drei Meister nach oben in die Bezirksliga. Von den verbleibenden 39 Mannschaften würden laut aktuellem Stand pro A-Staffel sechs (insgesamt 18) Vereine absteigen (39 - 18 = 21). Zu den 21 Teams gesellen sich fünf Bezirksliga-Absteiger plus die vier B-Liga-Meister. Das würde die Idealsumme von 30 A-Ligisten ergeben, die auf zwei Unterland-Staffeln mit jeweils 15 Teams verteilt werden. Steigen aus der Bezirksliga aber nur vier Vereine ab (wenn der SV Schluchtern in der Landesliga verbleibt), gibt es in den A-Staffeln je fünf Absteiger, und es wären 32 Mannschaften im A-Liga-Pool (aktuell 42 - 3 Meister - 15 Absteiger + 4 B-Liga-Meister + 4 Bezirksliga-Absteiger = 32).
Wie werden die Unterländer A-Staffeln eingeteilt?
Gunter Korb, kommissarischer Vorsitzender im Bezirk Unterland, erklärt: "Es ist angedacht, die verbleibenden Vereine der jetzigen A2 nach geografischen Gesichtspunkten auf die A3 und A1 zu verteilen." Auch die Bezirksliga-Absteiger sowie die vier Meister aus den B-Ligen werden geografisch diesen beiden Staffeln zugeordnet. So könnte der VfL Obereisesheim (sofern er nicht Meister wird) der A3 zugeschlagen werden und künftig in Richtung Leintal und Zabergäu spielen. Gleiches trifft im Fall des Klassenerhalts auf den SV Heilbronn zu. "Es wird Härtefälle geben", sagt Korb. So könnte die SGM Höchstberg/Tiefenbach oder A1-Vertreter TSV Talheim in die A3 verschoben werden.
Wie viele B-Staffeln gibt es in der Saison 2024/25?
Aktuell verfügt der Fußballbezirk Unterland über vier B-Ligen mit zusammen 58 Teams (B1: 16, B2: 14, B3: 14, B4: 14). Die vier Meister steigen auf. Zu den dann noch 54 Teams kommen 15 (oder 18) Absteiger aus den A-Ligen. Somit beträgt die Anzahl der Unterland-B-Ligisten für den neuen Bezirk Franken 69 oder 72 Teams, die dann auf wohl fünf Staffeln verteilt werden würden. Nicht berücksichtigt sind dabei die Neuanmeldungen oder Rückzüge von Teams. So plant ja der VfR Heilbronn, seine Zweite abzumelden. Eine sechste und siebte B-Liga stellt Hohenlohe.
Kommt es in einzelnen Ligen zu einer Vermischung von Vereinen aus Hohenlohe und dem Unterland?
In der Bezirksliga, wie eingangs geschildert, definitiv ja (zwölf aus dem Unterland, sechs aus Hohenlohe). Was die A- und B-Ligen betrifft, soll dies jedoch vermieden werden. Ausgeschlossen ist es jedoch nicht; es würde dann aber Vereine aus dem Grenzverlauf zwischen Unterland und Hohenlohe betreffen.
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