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Wenn der Vater mit dem Sohne

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In der Bezirksliga, den A-Ligen und in der Kreisliga B4 wird in dieser Woche drei Mal gespielt. Bereits am Donnerstags werden die zweiten Spiele dieser Englischen Woche angepfiffen. In der B2 stehen am Feiertag lediglich zwei Spiele auf dem Programm. In der B1 und B3 ruht dagegen der Spielbetrieb.

 

Spvgg Möckmühl

Bezirksliga-Aufsteiger Spvgg Möckmühl hat sich im bisherigen Saisonverlauf als Tabellenachter positiv in Szene gesetzt, auch wenn am Sonntag gegen den Aufstiegsanwärter SV Leingarten verdient mit 0:4 verloren wurde. In diesem Spiel haben die Möckmühler Lehrgeld bezahlt und wurden von einem abgezockten Gegner für ihre Fehler bestraft. Mit Peter Dobmeier hat bei der Spvgg seit dem Sommer ein Trainer das Sagen, der bisher als Übungsleier im Aktivenbereich noch keine Erfahrungen gesammelt hatte. Zuvor war der 46-Jährige im Jugendbereich tätig, dort trainierte er die Mannschaft seines Sohnes Nico von den Bambinis bis zu den A-Junioren. Wenn der Vater mit dem Sohne, heißt das Motto in Möckmühl.

Nun ist er auch bei den Aktiven der Chef seines Sprösslings. Vergleichswerte hat der 18-jährige Nico nicht. "Mein Vater war bisher mein einzigster Trainer. Ich bin aber sehr zufrieden mit ihm, wir haben ein super Verhältnis und respektieren uns gegenseitig." Der Offensivspieler sieht sich nicht bevorzugt, aber auch nicht benachteiligt. "Ich werde behandelt wie jeder andere Spieler auch, so soll es auch sein." Dass der eigene Vater sein Trainer ist, war einer der Gründe, warum er nach den A-Junioren bei der Spvgg geblieben ist. "Ich habe aber auch gesehen, dass in der Mannschaft Potenzial steckt, und in der Bezirksliga kann ich viel lernen", sagt Nico.

Seinen Vater Peter Dobmeier kennen viele aus seiner aktiven Zeit, war er doch ein gefürchteter Torjäger. In der Jugend stürmte er für die SG Bad Wimpfen und die TG Offenau. Es folgten drei Jahre beim SC Züttlingen, bevor er bei der Spvgg Möckmühl strandete. Hier ist er hängengeblieben, hier hat er gebaut und eine Familie gegründet. Als sein Junior mit dem Fußballspielen begann, kam es wie so oft. "Aus der Not heraus habe ich die Bambinis übernommen, es war halt kein anderer da", erzählt Peter Dobmeier.

"Dann habe ich es durchgezogen, durch den kompletten Jugendbereich." Den eigenen Sohn zu trainieren ist für Dobmeier kein Problem. "Im Training und Spiel blende ich es aus, dass er mit mir verwandt ist, er ist einer unter vielen." Eigentlich wollte Dobmeier seine Trainerlaufbahn nach den A-Junioren beenden. "Doch dann ist der Verein auf mich zugekommen. Ich habe mich sicherlich nicht dafür beworben. Das ich die Aktiven übernehme, war auch der Wunsch der Mannschaft.

Ob es gut ist oder schlecht, wird sich in ein paar Monaten zeigen." Für Dobmeier ist die neue Aufgabe eine ganz neue Erfahrung. "Da lerne auch ich noch dazu." Doch Möckmühl ist nicht das einzige Zentrum für fußballerische Vater-Sohn-Beziehungen. Beim SC Ilsfeld heißt der Trainer Marco Fackler, Auch er hat dort seinen eigenen Sohn im Team, den er zuvor jahrelang beim SC Abstatt unter seinen Fittichen gehabt hatte.

Just an diesem Donnerstagkommt es zum Duell zwischen Ilsfeld und Möckmühl. "Wir haben im Jugendbereich schon viele heiße Schlachten gegeneinander geführt. Ich freue mich auf dieses Spiel", sagt Dobmeier. Die Bilanz in den bisherigen Duellen liegt eindeutig auf Seiten der Herren Fackler. Kein gutes Omen für die Dobmeiers.

Sportgericht

Zwei Urteile hat das Unterländer Sportgericht in diesen Tagen gefällt. Am ersten Spieltag der Bezirksliga endete die Begegnung zwischen dem FV Wüstenrot und der Spvgg Frankenbach 0:0. Da die Frankenbacher jedoch einen nicht teilnahmeberechtigten Spieler eingesetzt hatten, wird diese Partie nunmehr mit 3:0 für den FV Wüstenrot als gewonnen gewertet.

Zusätzliche Punkte gab es auch für die Wüstenroter Zweite, die in der Kreisliga B4 bei den Aramäern Heilbronn II 03 verloren hatten. Doch die Aramäer hatten gleich mehrere Spieler ohne gültigen Spielerpass eingesetzt. Die Spielwertung heißt nun 3:0 für Wüstenrot. Die Tabellen beider Ligen sind auf www.fussball-in-bw.de bereits korrigiert. Die Aramäer sind durch die Punktabzüge in der B4 auf Platz zwei zurückgefallen. Neuer Spitzenreiter ist der Wüstenrot II.

Alexander Bertok

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