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VfR Heilbronn scheitert an Chancenverwertung – Tabellenführung wieder weg

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Fußball-Landesligist VfR Heilbronn ist seine Tabellenführung wieder los. Die Gründe für die Niederlage beim FSV Waiblingen ärgern Trainer Pascal Marche.

Der VfR Heilbronn lässt in Waiblingen selbst beste Chancen ungenutzt und verschenkt den möglichen Sieg.
Der VfR Heilbronn lässt in Waiblingen selbst beste Chancen ungenutzt und verschenkt den möglichen Sieg.  Foto: Bertok, Alexander

Nur eine Woche durfte sich Landesliga-Titelaspirant VfR Heilbronn an Tabellenplatz eins erfreuen. Bereits am Freitagabend war der TSV Heimerdingen mit einem 5:3-Erfolg in Breuningsweiler um zwei Punkte an den Schwarz-Weißen vorbeigezogen. Daran änderte sich am Samstagnachmittag nichts mehr, kassierte der VfR beim aktuellen Tabellenvierten FSV Waiblingen doch eine völlig unnötige 1:2-Pleite und rutschte auf Rang zwei zurück, vier Punkte vor dem Dritten TSV Crailsheim.

"Eine bittere Niederlage, eine extrem bittere", war VfR-Trainer Pascal Marche sichtlich enttäuscht und packte in seine Analyse den Satz: "Wir belohnen uns nicht, bestrafen uns hinten durch individuelle Fehler und machen vorne nicht die Tore."

Gute Chancen allein genügen nicht – VfR Heilbronn scheitert vor dem Tor

Es dauerte eine gute Viertelstunde, ehe die Heilbronner auf dem stumpfen Kunstrasen Fuß gefasst hatten. Auch die Gastgeber fanden nun ins Spiel und gab so gab es bis zur Pause beidseitig gute Aktionen - nur keinen Torjubel.

Die beste Chancen der Unterländer in Durchgang eins ließen Milot Halilaj und David Scheurenbrand ungenutzt. Halilaj zielte nach einer Flanke von Leorant Marmullaku frei vor FSV-Keeper Mario Peric über das Tor (19. Minute) und Scheurenbrandt spitzelte mit langem Bein den Ball an Peric, aber auch am rechten Pfosten vorbei (45).

Die Gastgeber hatten ebenfalls aussichtsreiche Szenen. Leonis Buzhala setzte sich über rechts durch und zog trocken ab, doch Heilbronns Schlussmann Murat Zeyrek stand goldrichtig in der kurzen Ecke (32.). Der kaum zu bändigende Mardochee Mourera scheiterte aus spitzem Winkel mit der Hacke nur knapp (38.) und in der Nachspielzeit mit einem Schuss. Dazwischen machte sich Zeyrek ganz lang und parierte einen Abschschluss von Marcel Zimmermann (40.).

Fehlende Absprache hat Konsequenzen für den VfR Heilbronn

Gleich nach dem Seitenwechsel verpasste es der VfR die Weichen auf Sieg zu stellen. Nick Hellmann köpfte den Ball freistehend über das leere Tor (47.) Dann war es eine Fehlerkette der Heilbronner an deren Ende sich der Keeper und ein Abwehrspieler nahe der Auslinie uneins waren. Mourera spritze dazwischen, lief vor das verlassene Tor und schob zum 1:0 ein.

"Das hat im Mittelfeld angefangen. Wir haben den Ball sicher, verlieren ihn aber, es folgt eine langer Einwurf, bei uns herrschte keine Absprache und so fällt das Tor", ärgerte sich Marche über den vermeidbaren Rückstand.

Danach scheiterte Marmullaku an Peric (62.), der auch einen Kopfball von Clemens Schlimgen parierte (65.). In der 71. und 72. Minute verpassten der eben erst eingewechselte Süleyman Bilgi und Mirco Born in aussichtsreicher Position den Ausgleich. Ein Konter schlossen die Platzherren danach mit dem 2:0 ab (75.) ab, Torschütze war erneut Mourera. Quasi im Gegenzug sorgte Bilgi mit Anschlusstreffer bei für neue Hoffnung (77.). Doch es blieb trotz aller Bemühungen und weiteren guten Offensivaktionen des VfR bei der 1:2-Niederlage.

VfR-Trainer Marche: "Wir sind selbst schuld"

"Wir haben Waiblingen in der zweiten Halbzeit so weit gehabt, dass die so viele Torchancen wahrscheinlich selten zugelassen haben", sagt Marche. "Wir sind selbst schuld, dass wir verloren haben und das macht es umso bitterer."

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