VfB Eppingen siegt mit 4:1
Marinko Balikic ist beim klaren 4:1-Sieg des VfB Eppingen in Gommersdorf mit zwei Treffern der Matchwinner. Trotz einiger Ausfälle ebnet der VfB früh den Weg zum Sieg.

Valerij Felk hat sich schon festgelegt: Sein Teamkollege Marinko Balikic wird in der Saison die Torjägerkanone in der Verbandsliga holen. "Er oder Fabian Geckle", meinte der Innenverteidiger des VfB Eppingen nach dem 4:1-Sieg seines Teams am Samstagnachmittag beim VfR Gommersdorf.
Mit seinen beiden Treffern zum 1:0 und 3:0 war Balikic zweifelsfrei der Matchwinner. Und doch ist absehbar, dass es für den Eppinger kaum für allerhöchste Torjägerehren reichen wird.
Balikic machte erste Partie der Saison
Das liegt auch am Rückstand: Balikic machte am Samstag seine erste Partie der Saison, hat erst zwei Tore auf seinem Konto. Fabian Geckle, Torjäger des aktuellen Tabellenführers SV Spielberg, bereits sieben in vier Begegnungen. Hauptproblem aber wird sein, dass Balikic gar kein Torjäger ist. Marinko Balikic ist der Nebenmann von Felk und damit Innenverteidiger. "Ich bin schon mein Leben lang Innenverteidiger", gab der 24-Jährige am Samstag zu Protokoll und ließ wissen, dass er an einer Umschulung auch kein Interesse habe. Tore zu verhindern: Das ist sein Job, das wird sein Job bleiben.
Auch das machte Marinko Balikic, der wegen eines Trauerfalles zuletzt häufiger bei der Familie in Kroatien war und daher den Start verpasst hatte, gegen Gommersdorf hervorragend. "Er hat viele Bälle abgeräumt und war unheimlich präsent", lobte VfB-Trainer David Pfeiffer den Rückkehrer nach seinem ersten Einsatz in der neuen Saison. Der kam mitunter deswegen zustande, weil die Eppinger verletzungsbedingt auf eine Reihe Spieler verzichten mussten. Gerade auf der Sechs musste Pfeiffer improvisieren und zog Ciaran Fleck vor, der bisher neben Felk gespielt hatte. Somit war hinten ein Platz frei für Balikic.
Erstes Tor in der 6. Minute
Die vielen Ausfälle in der Defensive hätten dem VfB zum Verhängnis werden können. "Das sind zwar keine optimalen Voraussetzungen, aber manchmal ist das nicht das Schlechteste", sagte Pfeiffer vor Anpfiff. Wie recht er hatte, zeigte sich schnell: In der sechsten Minute köpfte Marinko Balikic nach einer Ecke bereits zum 1:0 ein. Freistehend. Aus gerade mal fünf Metern. Er musste nicht einmal springen. Nur nicken. Der Innenverteidiger wunderte sich selbst. "Aber wenn ich schon so einen Ball bekomme, dann sage ich danke."
Weil drei Minuten später auch Julius Reinbold danke sagte und eine Flanke zum 2:0 ins Tor köpfte, lief es für den VfB in die richtige Richtung.
Gommersdorf spielt in der zweiten Hälfte verbessert
Der Trainer freute sich aber nicht nur über die zwei Treffer: "Wir waren die ersten zwanzig Minuten beeindruckend gut im Spiel, waren unheimlich griffig, in den Zweikämpfen überlegen, auch spielerisch richtig gut", sagte David Pfeiffer. Mit schönen Stafetten kamen der VfB auch in der Folge immer wieder hinter die Kette der Gastgeber, versäumte indes, das 3:0 nachzulegen.
Danach zollten die Eppingern jedoch dem hohen Anfangstempo ein wenig Tribut - der VfR wusste damit aber nichts anzufangen. "Wir waren ganz schlecht drin", sagte Peter Hogen. Als der VfR-Trainer zur zweiten Hälfte hinten von Vierer- auf Dreierkette umstellte und den wieder einmal laufstarken Alexander Rudenko an die Leine nahm, lief es ein wenig besser. "Wenn uns in der Phase das 1:2 gelingt, hätten wir eventuell eine Chance gehabt", sagte Hogen.
Vierter Treffer kam kurz vor Schluss
Stattdessen aber fiel das 0:3. Weil Balikic nach einer Ecke nachsetzte, den Ball in die Maschen donnerte (60.). "Bei Standards ist er unser gefährlichster Mann", sagte Pfeiffer. Logisch, findet Balikic. "Ich bin bei uns ja auch der Größte." An dem Tag war das der 1,89 Meter große Innenverteidiger in der Tat. Das 1:3 (83.) änderte nichts daran. Zumal Edrissa Nyassi mit dem 4:1 (88.) antwortete. "Diese Mannschaft hat viel Potenzial", sagte Balikic. Auch wenn er vermutlich keiner Toptorjäger in der Verbandsliga wird.
Eppingen: Dobler - Zetsche, Balikic, Felk, Wiczynski - Fleck - Schweizer - Ayvaz (81. Späth), Rudenko, Hoyer (74. Wild) - Reinbold (87. Nyassi). Tore: 0:1 (6.) Marinko Balikic, 0:2 (9.) Julius Reinbold, 0:3 (60.) Marinko Balikic, 1:3 (83.) Tobias Würzberger, 1:4 (88.) Edrissa Nyassi. Zuschauer: 140.
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