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VfB Eppingen präsentiert Christian Schweinfurth als neuen Trainer

Mit Schweinfurth als Nachfolger für David Pfeiffer ab der nächsten Saison überrascht der Verbandsligist. Am Dienstagabend wurde der langjährige VfB-Spieler vorgestellt.

Martin Peter
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Lesezeit 2 Min
VfB Eppingen präsentiert Christian Schweinfurth als neuen Trainer
Erleichterung bei Sportvorstand Stefan Wild (links) und dem Sportlichen Leiter Oliver Späth (rechts): Nach intensiver Suche präsentierten die beiden VfB-Verantwortlichen in Christian Schweinfurth den neuen Verbandsliga-Trainer. Fotos: Helmut Melchert  Foto: Helmut Melchert

Als Platzordner am Dienstagabend gegen halb acht das Tor zur HWH-Arena in Eppingen öffneten und wenig später ein Wagen mit Blaulicht vorfuhr, war das nicht etwa der spektakuläre Auftritt des mit Spannung erwarteten neuen Trainers, den der VfB an diesem Abend präsentieren wollte. Es waren Sanitäter, die gerufen worden waren, weil Luca Hofmanns Kopf im Spiel der Kraichgauer gegen Langensteinbach kurz zuvor schmerzhafte Bekanntschaft mit den Fäusten des gegnerischen Keepers gemacht hatte und er mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung nicht weiterspielen konnte.

Schweinfurth bestritt 152 Spiele für den VfB Eppingen

Als der neue Trainer am Abend in Eppingen ankam, war der Krankenwagen bereits weg, das Tor geschlossen. Das Spiel aus. Christian Schweinfurth betrat das Stadion unauffällig. Und als alter Bekannter, der er nach sieben Saisons, 152 Spielen und 31 Toren für den VfB nun einmal ist in Eppingen, hätte der 34-Jährige auch ein Besucher sein können, der auf ein Kaltgetränk mit früheren Weggefährten vorbeigekommen ist. Der Weg führte Schweini, wie er in Eppingen früher liebevoll genannt wurde, aber in die Kabine.

Um den neuen Trainer wurde ein gut gehütetes Geheimnis gemacht

Dort wurde Schweinfurth der Mannschaft, die es zuerst erfahren sollte, als Nachfolger von David Pfeiffer vorgestellt, der nach der Saison zum Oberligist TSG Backnang wechselt. Die Verantwortlichen hatten um den neuen Trainer ein gut gehütetes Geheimnis gemacht, nur ein kleiner Kreis war eingeweiht, als am Montagabend alles final fixiert wurde. "Ich bin überrascht", sagte Kapitän Alex Rudenko, der mit Schweinfurth als einziger sogar noch zusammen für Eppingen gespielt hat.

Die Resonanz im Team war positiv. "Ich glaube, dass ein junger Trainer das Richtige für uns ist", meinte Alex Rudenko, der nach der offiziellen Vorstellung im Clubhaus schon über Details mit dem neuen Trainer sprach. "Ich freue mich drauf", sagte der Kapitän noch.

VfB Eppingen präsentiert Christian Schweinfurth als neuen Trainer
Knapp 24 Minuten spielte Luca Hoffmann (vorne in schwarz) mit − dann musste der Innenverteidiger des VfB mit Verdacht auf Gehirnerschütterung raus.  Foto: Helmut Melchert

Schweinfurth identifiziert sich mit dem Verein

Nach drei "sehr intensiven Wochen" der Suche, in denen vor allem der Sportliche Leiter Oliver "Mucki" Späth unzählige Gespräche mit "unterschiedlichen Trainertypen" führte, entschieden sich die Kraichgauer am Ende für die mutigere Variante und für einen sehr jungen Trainer - und setzten dabei auch auf die große Identifikation Schweinfurths mit dem Verein. "Ich hatte hier sehr viele schöne Erlebnisse und habe in Eppingen Freundschaften geschlossen", sagte Schweinfurth.

Der Kontakt sei auch in den fünf Jahren, in denen er als Spielertrainer und nun als Trainer des VfL Mühlbach fungiert, nie abgerissen. "Ich habe mich nicht immer gefreut, wenn Mucki angerufen hat", scherzte Schweinfurth in Richtung seines Nebensmanns auf dem Podium. Aber als Eppingens Sportlicher Leiter kurz nach Bekanntwerden von Pfeiffers Wechsel angerufen habe, "hatte ich kurz Puls, als da Mucki im Display stand".

Verbandsliga ist für den neuen Trainer eine willkommene Herausforderung

Und schon im ersten Gespräch, bei dem auch Sportvorstand Stefan Wild und der bisherige Vorsitzende Steffen Häffner teilnahmen, wusste Schweinfurth zu überzeugen. "Wir sind alle drei raus und dachten: Das passt", sagte Wild. "Es passt wie die Faust aufs Auge", meinte der Neue, Den Sprung zwei Ligen höher sieht Schweinfurth, der mit seiner Familie in Mühlbach ums Eck wohnt, als Herausforderung, auf die er sich freue.Unabhängig von der Liga.

 
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